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"Hätten wir Gnabry gewollt, hätten wir ihn bekommen!"

Die Bundesliga geht in die letzten Stunden des Sommer-Transferfensters – und was macht Jörg Schmadtke? Urlaub. Das kann er auch, denn der Sportchef des 1. FC Köln ist fertig, der Effzeh plant keine Veränderungen mehr am Kader. Weder Zugänge, noch Abgänge. Und doch dürften die letzten Stunden bis Mittwochabend noch einmal spannend werden, auch für die FC-Fans. Denn die Konkurrenz rüstet noch einmal mächtig auf.

Köln – Viel wird in diesen Stunden über Serge Gnabry geschrieben. Der 21-Jährige war bei den Olympischen Spielen mit sechs Treffern ein entscheidender Faktor für den Gewinn der Silbermedaille der DFB-Auswahl. Noch ist der Linksaußen bis 2017 vertraglich an den FC Arsenal gebunden – doch er wird wohl schon bald in der Bundesliga zu sehen sein. Doch für welchen Klub?

Heidel-Aussage: Wollte auch der Effzeh Serge Gnabry?

Die Gerüchte, dass Gnabry zu Hertha BSC wechseln würde, hielten sich lange hartnäckig. Plötzlich waren auch der FC Schalke 04 und RB Leipzig im Tauziehen um das Offensiv-Talent dabei. Schalke-Manager Christian Heidel hatte noch vor wenigen Tagen gegenüber der „WAZ“ verkündet: „Bis auf den FC Bayern beschäftigen sich 17 von 18 Bundesligaklubs mit ihm.“ Dann schien es plötzlich so, als hätte sich der 53-Jährige gewaltig getäuscht. Es hieß, Gnabry werde zum Rekordmeister wechseln und direkt an Werder Bremen verliehen. Doch Werder will den Offensivspieler angeblich gerne selbst fest verpflichten.

Jörg Schmadtke. (Foto: GBK)

Jörg Schmadtke. (Foto: GBK)

Nun aber die entscheidende Frage aus Sicht des 1. FC Köln: Hatte Heidel zumindest teilweise Recht? Hat sich auch der Effzeh um den 21-Jährigen bemüht. Der GEISSBLOG.KOELN fragte bei Jörg Schmadtke nach. Dessen Antwort: „Nein, wenn wir ihn gewollt hätten, hätten wir ihn bekommen.“ Ein klassischer Schmadtke also, obwohl die Personalie Gnabry zu ihm und dem Effzeh gepasst hätte. Das Verwirrspiel um Gnabry jedenfalls ist ein Beispiel dafür, was in den letzten Stunden vor dem Ende der Transferphase noch zu erwarten ist.

Schmadtke lässt sich das obligatorische Hintertürchen offen

Beim Effzeh dürfte allerdings nichts mehr passieren. Zumindest nicht, wenn alles normal läuft. Schmadtke bestätigte, dass er von Spielerberatern diverse Anrufe bekomme, darunter aber nichts sei, was dem Effzeh weiterhelfen könne. Ein Last-Minute-Deal wird es daher wohl nicht mehr geben. „Höchstwahrscheinlich nicht“, sagte Schmadtke und ließ sich damit das bereits hinlänglich bekannte Hintertürchen offen. Auch Spieler-Verkäufe sind dem Sportchef zufolge unwahrscheinlich. Anfragen für andere FC-Spieler? „Die Anfragen, die kamen, haben wir relativ schnell beantwortet.“ Entweder, so Schmadtke, weil man den Spieler nicht habe abgeben wollen, oder weil das Angebot nicht ansatzweise den Kölner Vorstellungen entsprochen habe. So wird es bei den Verkäufen von Yannick Gerhardt und Kevin Vogt bleiben.

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