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Müller besteht Feuertaufe: "Das wird ihm Ruhe geben"

Sven Müller hat seine erste Feuertaufe im Tor des 1. FC Köln bestanden. In der Generalprobe gegen den 1. FSV Mainz 05 hielt der 20-Jährige seinen Kasten sauber. Beim 3:0-Sieg bewahrte er sein Team sogar nach gerade einmal 70 Sekunden vor einem frühen Rückstand.

Mainz – Es lief erst die zweite Spielminute, als Mergim Mavraj einen langen Ball aus der Mainzer Hintermannschaft unterschätzte, unter dem Leder hindurch sprang und hinter sich Pablo de Blasis aus den Augen verlor. De Blasis schnappte sich den Ball, zog in den Strafraum ein und tauchte frei vor Müller auf. Doch der blieb ruhig und wehrte den Schuss des Angreifers bravurös ab.

Wenn er daneben greift, greift er halt daneben

Es war die erste und zugleich kniffligste Szene, die Müller an diesem Tag am Mainzer Bruchweg zu überstehen hatte. In der Folge stand die Kölner Abwehr immer besser, einzig ein Kopfball von Fabian Frei bereitete Müller noch einmal echte Mühe. Doch der 20-Jährige machte seine Sache gut und zeigte, dass er nicht nur zur Vervollständigung des Kaders die Kölner Nummer drei ist.

„Für mich ist wichtig, wie er sich gibt, wie er sich in der Kabine verhält, wie er trainiert. Und da gibt es keine Veränderung“, wollte Trainer Peter Stöger den Wert des Testspiels nicht zu hoch hängen. „Wenn er mal daneben greift, greift er halt mal daneben. Aber er greift nicht daneben, weil er unruhig oder gar überheblich ist. Darauf passen wir auf. Es ist schön, dass er sich auszeichnen konnte. Das wird ihm Ruhe geben.“

Lautstarker Müller dirigiert seine Vorderleute

Ruhe gab Müller während der 90 Minuten allerdings nur selten. Im leeren Stadion – das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – waren alle Kommandos klar und deutlich zu hören. Auch die des lautstarken Müller, der seine Vorderleute immer wieder zum richtigen Stellungsspiel animierte. „Das muss er auch. Das verlangen die Spieler“, sagte Stöger. „Niemand fühlt sich dadurch kritisiert, wenn er von einem Jungen eine Anweisung bekommt.“ Im Gegenteil: „Er bekäme eher ein Problem, wenn er keine Anweisungen gäbe.“ Doch damit hatte Müller am Donnerstag ebenso wenig Probleme wie mit den Angriffen der Mainzer.


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