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"Ein erstklassiger Auftritt, aber der Punch hat gefehlt"


Das torlose Unentschieden des 1. FC Köln beim VfL Wolfsburg hat den Geissböcken zum dritten Mal in Folge einen Vier-Punkte-Start in die Bundesliga beschert. Wie schon in den beiden Vorjahren steht der Effzeh mit vier Zählern aus zwei Spielen gut da. Es hätten aber sechs sein können.

Wolfsburg – Von Jörg Schmadtke über Peter Stöger bis zu Mergim Mavraj waren sich die Kölner einig: Am Samstag in Wolfsburg wäre mehr drin gewesen. Viele Torchancen, kein Ertrag: Und doch war der Punktgewinn beim VfL das nächste Anzeichen dafür, dass es mit dem Effzeh weiter aufwärts geht. Die Stimmen zum Spiel.

Jörg Schmadtke: „Das war ein erstklassiger Auftritt, so, wie man es sich wünscht. Wir haben gut nach vorne gespielt, haben nur den letzten Punch vermissen lassen. Der letzte Stich fehlt, diese Selbstverständlichkeit, dass Wolfsburg zwar ein großer Klub ist, wir aber auch der 1. FC Köln sind. Das muss rein in die Mannschaft, und zwar möglichst schnell. Dann werden wir solche Spiele in Zukunft auch mal gewinnen. Aber der Auftritt an sich war sehr, sehr gut, und das war wichtig. Sven Müller hat gespielt, als ob es Regionalliga gewesen wäre. Er hat es ruhig und sachlich gemacht, hat aber auch nicht allzu viel zu tun gehabt. Aber von einem Spieler, der bei uns einen Vertrag hat, erwarte ich das auch.“

Wir steigen in den Bus und diskutieren darüber, ob mehr drin gewesen wäre

Peter Stöger: „Wir hätten heute mehr mitnehmen können, sind aber froh mit dem Punkt und vor allem mit der Spielweise. Mit Ausnahme der letzten 15 Minuten, als wir etwas den Faden verloren haben, war das sehr in Ordnung. Wir steigen in den Bus und diskutieren darüber, ob mehr drin gewesen wäre. Es gibt Schlimmeres für den 1. FC Köln, als mit diesem Gefühl aus Wolfsburg zurückzufahren. Wir sind jetzt immer mit vier Punkten gestartet. Das war in den letzten Jahren immer ein wichtiger Faktor, dass wir stabil waren.“

Dieter Hecking: „Das Unentschieden ist gerecht. Wir haben gut angefangen, dazwischen aber zu langsam gespielt und es dem Gegner leicht gemacht. Hinten raus haben wir noch einmal die zweite Luft bekommen. Mario Gomez hat gespielt, es ist aber immer schwer, wenn vom ersten Einsatz sofort etwas Überragendes erwartet wird. Aber nach seiner langen Verletzungspause hat er sich vorne gestellt. Er ist ein, zwei Mal zu spät gekommen, aber er hat Präsenz. Die Verteidiger mussten aufpassen, weil sie wissen, dass Mario keinen Meter Platz braucht, um ein Tor zu machen.“

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