Die Fans des 1. FC Köln demonstrieren in Rheydt gegen den DFB. (Foto: Jörg Schüler)

Erst der handgreifliche, dann der verbale Schlagabtausch

Dieser öffentlichen Stellungnahme folgte am Dienstag die Kölner Antwort. Unter dem Titel “Selbstreflexion? Nein, danke!” distanzierte sich fans1991 “unmissverständlich von den Vorkommnissen”. Die Kritik an den Kollegen vom Niederrhein fiel allerdings ebenso deutlich aus: “Wir sehen davon ab, die Fehler stets bei anderen zu suchen”, lautete die scharfe Erwiderung. Das Gladbacher Fanprojekt habe sich demnach geweigert, eine gemeinsame Stellungnahme zu veröffentlichen, “obwohl laut Aussagen der Polizei die Provokationen im Düsseldorfer Bahnhof nicht von Kölner Seite ausgegangen sein sollen”.

Die eigenen Fans als harmlose Opfer darzustellen, ist ein Irrweg

Von wem die Provokationen tatsächlich ausgingen, wird wohl für beide Seiten nicht zur vollen Zufriedenheit geklärt werden können. Schließlich empfinden Teile der jeweiligen Fan-Szene alleine schon die Präsenz der gegnerischen Anhängerhaft als Akt der Provokation. Daher wies das Kölner Fanprojekt darauf hin, dass “der Versuch, die eigenen Fans öffentlich wider besseren Wissens grundsätzlich als harmlose Opfer darzustellen, die immer nur von bösen anderen Szenen angegriffen werden, ein Irrweg” sei. Man werde auf Kölner Seite “nicht hinnehmen, dass Ereignisse weiterhin falsch geschildert werden”.

Die Kölner forderten ihre Gladbacher Kollegen auf, wieder zu einem Dialog zurückzukehren, um auch mit Blick auf das erste Derby der laufenden Saison im November einen Konsens herbeizuführen, der nicht von vorne herein für eine vergiftete Atmosphäre rund um das Spiel sorgt. Ob dies gelingt, scheint fraglich. Schon mehrfach hatte der FPMG Supporters Club die Schuld für die Ausschreitungen der Vergangenheit gänzlich beim Kölner Anhang gesucht. Ob beim Angriff auf die Südkurve in der Saison 2014/15 oder am Tag des “Maleranzüge”-Skandals, dem eine Provokation aus dem Gladbacher Block vorausgegangen war. Auch gegenüber anderen Fan-Szenen waren Fohlen-Anhänger ausfällig geworden.


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