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Ein Kaninchen, ein Tor-Plan und Risses emotionalstes Tor

Es lief die Nachspielzeit im Borussia-Park. Marcel Risse legte sich den Ball zurecht, nahm Anlauf und traf mitten ins Kölner Glück. Mit dem 2:1-Siegtreffer im Derby gegen Borussia Mönchengladbach erzielte Risse nicht nur zum zweiten Mal in Folge einen Treffer der Marke „Tor des Monats“. Es war auch das bislang emotionalste Tor seiner Karriere. 

Köln. Marcel Risse sitzt am Donnerstag, zwei Tage vor dem Derby, mit dem GEISSBLOG.KOELN zum Interview zusammen. Angesprochen auf seinen persönlichen Mentalcoach, spricht Risse darüber, was er sich für das Derby vornehmen wird. „Naja, taktische Dinge nimmt man sich immer vor“, erzählt er und fügt an: „Tore und Vorlagen kann man sich aber nicht vornehmen, weil man nie weiß, wie das Spiel läuft.“ Doch so einfach kommt Risse nicht davon. Ob er sich für das Derby nicht doch etwas Besonderes vornehme? Da lacht Risse und sagt: „Okay, da muss ich natürlich ein Tor schießen.“

Das Schlimme ist: Der kann das noch viel öfter!

Gesagt, getan – und wie. Aus einer Position, die an das Tor des Monats aus dem Pokalspiel gegen Hoffenheim erinnerte, legte sich Marcel Risse den Ball in der Nachspielzeit zurecht. „Ich hatte noch kurz überlegt, das Ding reinzuflanken, auf Tony Modeste zum Beispiel. Aber der hat mich schon böse angeguckt und gesagt: Schieß bitte einfach drauf! Und ich habe auf ihn gehört“, konnte der Kölner sein Glück kaum fassen. „Wenn ich mir je einen Moment hätte aussuchen dürfen, bei dem das passiert, hätte ich definitiv die letzte Minute in einem Derby in Gladbach genommen.“

Für Thomas Kessler war der Freistoß-Hammer kein Zufall. „Das Schlimme ist: Der kann das noch viel öfter! Der macht das jetzt zum zweiten Mal in einer Saison. Aber bei mir macht der das schon seit vier Jahren und geht mir damit auf den Keks“, sagte der Keeper nach dem Spiel und fügte scherzhaft hinzu: „Wir hatten uns schon überlegt bei der DFL zu beantragen, ein Spiel am Geißbockheim auszutragen. Und ich weiß zwar nicht, ob ich es verraten darf, aber Marcel kam nach dem Spiel zu mir und sagte: Nachdem der Ball drin gewesen wäre, hätte er sich umgedreht und das Geißbockheim gesucht.“

Weiterlesen: Was der Siegtreffer und ein Kaninchen gemeinsam haben

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2 Kommentare
  1. Klio
    Klio says:

    Wenn man sich dann mal an den „Saisonrückblick 2016“ des FC erinnert, in dem Marcel Risse den Fanbetreuer gab, der den anrufenden Fan beschwichtigen musste, der sich darüber beschwerte, dass „der Risse immer die Freistöße schießt“!

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