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Schmadtke warnt: Dann ist der Standort Köln gefährdet

Die entscheidende Phase ist eingeläutet: Der 1. FC Köln kämpft um sein Prestigeprojekt Geißbockheim-Ausbau, für eine moderne, professionelle Struktur im Grüngürtel. Jörg Schmadtke hat dazu nun deutliche Worte gefunden. Die Politik – in Teilen – versammelt sich nun doch hinter dem Effzeh.

Köln – Es war ein verspätetes Signal, aber es kam: Am Montag erklärte die Kölner CDU, die Ausbau-Pläne des 1. FC Köln für das Geißbockheim zu unterstützen. „Eine Verlagerung des 1. FC Köln nach Marsdorf ist für die CDU-Fraktion keine Option“, sagte Kölns CDU-Chef Bernd Petelkau und betonte, „dass für den 1. FC Köln keine Alternativstandorte umsetzbar sind“.

CDU bügelt Vorschlag des Koalitionspartners ab

Grünen-Protest vor dem Rathaus. (Foto: GBK)

Grünen-Protest vor dem Rathaus. (Foto: GBK)

Damit stellte sich die CDU eindeutig gegen den Partner im schwarz-grünen Ratsbündnis. Denn die Grünen fordern offen einen Umzug des Effzeh an die Toyota-Allee nach Marsdorf. Ein Unding für die Verantwortlichen beim Effzeh – genauso wie das Verhalten von Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die ohne Not und ohne vorherige Rücksprache mit dem 1. FC Köln einen Kompromiss im Ausbau-Streit vorlegte, der für keine Seite tragbar ist.

Nachdem bereits SPD und FDP die Pläne des Effzeh unterstützen, folgt nun – zumindest grundsätzlich – auch die CDU. Einzig die Grünen machen Ärger und provozieren einen Dauerstreit, drohen mit weiteren juristischen Verzögerungstaktiken. Bei den Geissböcken wird der Ton deswegen nun rauer. Nachdem sich Geschäftsführer Alexander Wehrle bereits „irritiert und maßlos enttäuscht“ zeigte, machte nun auch Jörg Schmadtke deutlich, was er von den politischen Machtspielchen hält.

Schmadtke fürchtet um die Konkurrenzfähigkeit

„Wenn wir das nicht hinbekommen, wird es schwierig, diesen Standort Köln professionell auf hohem Niveau zu halten“, sagte der Sportchef im Interview mit dem „kicker“. Die Aussage lässt keinen Interpretationsspielraum: Wenn sich die Stadt Köln tatsächlich als Sportstadt verstehen will, muss sie sich klar zum Effzeh bekennen. Ansonsten wäre ein konkurrenzfähiger und erfolgreicher Bundesliga-Standort Köln auf Dauer in Gefahr.

Weiterlesen: „Wir müssen aufpassen, dass es nicht so weitergeht“

7 Kommentare
  1. R.S.
    R.S. says:

    Vielleicht sollten die Grünen ihre Kapazitäten bündeln und sich um diese Bereiche kümmern, wo es in Kölle wirklich und buchstäblich brennt! In Godorf und Wesseling zum Beispiel. Dort gäbe es jede Menge Möglichkeiten eine „grüne Kante“ zu zeigen und sich ganz, ganz ordentlich zu profilieren. Aber so was von! Klappt nicht?

    Na, dass ist aber schade!
    (für Godorf)

    • Alex
      Alex says:

      Helmut, das sind leider schon lange keine Putzlappenstricker mehr. Das waren wenigstens noch welche, die wirklich ueberzeugte Alternative waren. Die heutigen Gruenen tragen aber Krawatte und fahren SUV und stellen sich dann vors Rathaus um gegen den boehsen, boehsen FC zu protestieren. Gegen Shell, das war mal, da traut man sich nicht. Liebe gruene, lasst dem hennes seine Gruenguertelweide!!! :P ;)

  2. Nick
    Nick says:

    Arbeiten…es ist nicht jeder Hausfrau oder Ex-Dombaumeisterin. Außerdem vertraut der Kölner Bürger normalerweise seinen gewählten Vertretern und kündigt nicht vorher an „Egal was ihr entcheidet, wir ziehen gegen alles vors Verwaltungsgericht…“

  3. Pitter
    Pitter says:

    Hierbei sieht man wieder sehr eindrucksvoll das äußerst befremdliche Demokratieverständnis vieler Grünen. Man stellt sich selbst gerne als den höchsten Verfechter der Demokratie da. Aber wenn die Mehrheit des Rates den Ausbau unterstützt, interessiert das nicht mehr und man versucht den Willen der Mehrheit durch bürokratische Spielchen zu verunmöglichen.
    Da man selbst ja schließlich immer Recht hat, muss der Wille der Mehrheit an dieser Stelle zwangsläufig falsch sein. Zum Wohle aller muss dann also die Demokratie ausgehebelt werden…

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