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Schmadtke warnt: Dann ist der Standort Köln gefährdet


Doch das Bekenntnis der Kölner Politik zum größten Sportklub der Stadt ist seit Jahren nicht viel mehr als ein Lippenbekenntnis. Seit es mit den Geissböcken wieder bergauf geht, schmückt sich die Stadt gerne mit dem sportlichen Erfolg. Der Effzeh und die Stadt seien eine große Familie, heißt es. Doch immer dann, wenn es in Verhandlungen ging, zeigte sich die Politik unnachgiebig und verständnislos.

Immer wieder Ärger mit der Stadt und den KSS

So zahlt der FC bekanntlich die zweithöchste Stadionmiete in der Bundesliga. Dennoch wurden die Parkplatz-Gebühren rund um das Stadion im Sommer ohne Absprache mit dem FC deutlich erhöht, schon länger anstehende Reparaturen im RheinEnergieStadion aber immer wieder hinausgezögert. Das Verhältnis des Effzeh zum Stadionbetreiber KSS (Kölner Sportstätten GmbH) gilt schon länger als angespannt. Zuletzt machte dies Präsident Werner Spinner auf der Mitgliederversammlung deutlich.

So soll es künftig am Geißbockheim aussehen.

So soll es künftig am Geißbockheim aussehen.

Im Zentrum der Streitigkeiten zwischen Verein und Politik steht aber weiterhin der Geißbockheim-Ausbau. Zweimal in den letzten sechs Monaten wurde eine Aussprache im Rat bereits verschoben. Und das, obwohl die OB-Kandidaten Reker und Jochen Ott (SPD) im vergangenen Jahr während des Wahlkampfes noch beide ihre volle Unterstützung zugesagt hatten. Hohle Phrasen, wie sich nun herausstellt.

Wir müssen aufpassen, dass es nicht so weitergeht

Dem Effzeh reicht es. „Wir haben hier ohnehin schon zu lange gewartet, um die Strukturen an moderne Anforderungen anzupassen“, machte Schmadtke deutlich. „Darunter leiden wir ein Stück weit. Jetzt müssen wir aufpassen, dass es nicht so weitergeht.“ Doch genau das fürchten die FC-Bosse. Am 15. Dezember will der Stadtentwicklungs-Ausschuss nachholen, was die Grünen in der vergangenen Woche blockierten. Man darf gespannt sein, ob CDU, SPD und FDP dann klare Kante zeigen oder die Spielchen weitergehen.

 


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7 Kommentare
  1. R.S. says:

    Vielleicht sollten die Grünen ihre Kapazitäten bündeln und sich um diese Bereiche kümmern, wo es in Kölle wirklich und buchstäblich brennt! In Godorf und Wesseling zum Beispiel. Dort gäbe es jede Menge Möglichkeiten eine „grüne Kante“ zu zeigen und sich ganz, ganz ordentlich zu profilieren. Aber so was von! Klappt nicht?

    Na, dass ist aber schade!
    (für Godorf)

    • Alex says:

      Helmut, das sind leider schon lange keine Putzlappenstricker mehr. Das waren wenigstens noch welche, die wirklich ueberzeugte Alternative waren. Die heutigen Gruenen tragen aber Krawatte und fahren SUV und stellen sich dann vors Rathaus um gegen den boehsen, boehsen FC zu protestieren. Gegen Shell, das war mal, da traut man sich nicht. Liebe gruene, lasst dem hennes seine Gruenguertelweide!!! :P ;)

  2. Nick says:

    Arbeiten…es ist nicht jeder Hausfrau oder Ex-Dombaumeisterin. Außerdem vertraut der Kölner Bürger normalerweise seinen gewählten Vertretern und kündigt nicht vorher an „Egal was ihr entcheidet, wir ziehen gegen alles vors Verwaltungsgericht…“

  3. Pitter says:

    Hierbei sieht man wieder sehr eindrucksvoll das äußerst befremdliche Demokratieverständnis vieler Grünen. Man stellt sich selbst gerne als den höchsten Verfechter der Demokratie da. Aber wenn die Mehrheit des Rates den Ausbau unterstützt, interessiert das nicht mehr und man versucht den Willen der Mehrheit durch bürokratische Spielchen zu verunmöglichen.
    Da man selbst ja schließlich immer Recht hat, muss der Wille der Mehrheit an dieser Stelle zwangsläufig falsch sein. Zum Wohle aller muss dann also die Demokratie ausgehebelt werden…

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