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Was sich der Effzeh bei RB Leipzig abgeschaut hat

Seit über zwei Jahren tüfteln die Macher beim 1. FC Köln am Masterplan. Das neue Herzstück des Klubs soll entstehen, am Geißbockheim natürlich: das neue Leistungszentrum. Dafür haben sich die Bauherren umgesehen – auch und vor allem bei RB Leipzig.

Köln – Dass die Stadt Köln seit Monaten nicht weiß, wie sie mit dem 1. FC Köln und seinen Ausbau-Plänen am Geißbockheim umgehen soll, ist bekannt. Welches Licht dies auf die angebliche Sportstadt Köln wirft, kann an anderer Stelle (hier) diskutiert werden.

Das Geißbockheim als Standort-Nachteil

Unabhängig von der politischen Entscheidungsfindung ist aber klar: Der Effzeh braucht ein neues Leistungszentrum. Vor etwas mehr als einem Jahr veröffentlichte der Klub ein Video mit Aufnahmen aus den Kabinen der Profis und des Nachwuchses. Die Bilder machen deutlich: Die Einrichtungen, in denen Timo Horn, Anthony Modeste, aber auch die Talente der nächsten Generation trainieren, sich umziehen, sich regenerieren und sich wohl fühlen sollen, sind für einen Profi-Klub wie den Effzeh längst nicht mehr zeitgemäß.

Jörg Schmadtke witzelte mit gequältem Gesicht vor zwei Jahren schon, in den Umkleiden stünde noch immer das Shampoo von Hennes Weisweiler. Was wie ein Witz klingt, ist längst zu einem Standort-Nachteil geworden. Mit dem Innenleben des Geißbockheims ist längst kein Transfer mehr zu machen, kein Spieler vom Effzeh zu begeistern. Deswegen sind Schmadtke und sein Mit-Geschäftsführer Alexander Wehrle hinter dem Bau eines neuen Leistungszentrums her.

Wir haben uns in Leipzig genauer umgeschaut

Wie es andere Klubs machen, haben sich die FC-Bosse längst angeschaut. Vor allem einen Klub haben sie dabei genau unter die Lupe genommen, wie nun Schmadtke in einem Interview mit dem „kicker“ verriet: RB Leipzig. „Wir haben uns im Hinblick auf unseren Masterplan dort mal etwas genauer umgeschaut und uns das neue Trainingszentrum in Leipzig angesehen. Sie machen es richtig gut, in jeder Beziehung.“

Weiterlesen: „Dann wird es albern“ – Schmadtke kritisiert Leipzig

2 Kommentare
  1. WinWin
    WinWin says:

    Naja der Vergleich mit Darmstadt ist albern… Aber ansonsten ist man sicher gut beraten, Demut vor der BL zu zeigen, finde ich… Alle warten von Anfang an auf die erste Niederlage von RB um mit Fingern auf uns zeigen zu können, also warum sollen wir da „den dicken Max raushängen lassen, dass überlassen wir den Bayern ?

    • Pitter
      Pitter says:

      Völlig unabhängig davon, was euer Marketingprojekt für Saisonziele ausgegeben hat, wäre es bei einem Transferminus von 50 Millionen (!) ohenhin das Gespött der Liga, wenn es nicht mindestens im Tabellenmittelfeld landet. Auch Hamburg hatte diese Saison verhältnismäßig eher bescheidene Ziele ausgegeben. Zur Zielscheibe der Leute ist der HSV insbesondere deshalb geworden, weil er trotz Kühne-Millionen und einem höherem Transferminus als dem der Bayern so miserabel abschneidet. Und dabei beträgt das Hamurger Transferminus mit 30 Millionen gerade einmal 60% von eurem…

      Weiterhin ist es eine Sache, „Demut vor der Bundeliga“ zu haben, und eine völlig andere, bei jeder Gelegenheit zu betonen, dass man ja nur der kleine Aufsteiger sei und deshalb jeden Sieg als etwas ganz Außergewöhnliches darzustellen. Letzteres ist jedenfalls lächerlich und macht euer Marketingprojekt nicht gerade sympathischer. Aber bei sehr vielen Äußerungen von euren Projektverantwortlichen gewinnt man ohnehin den Eindruck, dass deren primäres Ziel es ist, so viele Leute wie möglich gegen sich aufzubringen. Naja, muss sich wohl marketingtechnisch auszahlen, sonst hätte Matteschiz sicherlich eine andere Strategie ausgerufen.

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