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Nach Mallis Abgang: Mainz sucht neue Offensive

Der 1. FC Köln reist am Sonntag zum 1. FSV Mainz 05. Die Rheinhessen haben im Winter ihren in den letzten Jahren überragenden Yunus Malli für 12,5 Millionen Euro an den VfL Wolfsburg verkauft. Gegen den Effzeh fällt zudem Mittelstürmer Jhon Cordoba aus.

Köln/Mainz – Es ist einer der bemerkenswertesten Transfers des bisherigen Winters. Malli nach Wolfsburg – der Mainzer Zauberfuß, der sechs Tore und sechs Vorlagen in 16 Spielen verzeichnen konnte, in der Vorsaison elf Treffer erzielte und vier auflegte. Für den FSV brachte er viel Geld ein, riss jedoch eine große Lücke.

Muss Mainz vom bewährten 4-2-3-1 abrücken?

„Mit Malli haben die Mainzer wohl ihren besten Spieler verloren“, findet Dominic Maroh und sprach am Dienstag aus, was in der Bundesliga einhellige Meinung ist. Die Frage lautet nun: Wie kann das Team von Trainer Martin Schmidt den Abgang kompensieren? Beim Effzeh wollen sie sich vor dem Spiel am Sonntag in der Opel Arena nicht blenden lassen. „Allerdings ist Malli in guter Form schon ein richtig guter Bundesliga-Kicker“, glaubt auch FC-Trainer Peter Stöger.

Mallis Qualitäten sind unbestritten, der offensive Mittelfeldspieler war als Zehner im 4-2-3-1 der Schlüsselspieler im Offensivspiel der Mainzer. „Muss man sehen, wie sie ihn ersetzen werden“, sagt Stöger und glaubt, dass sein Kollege Schmidt sich von der Spielfigur Malli und dessen Rolle im System entfernen wird. „Vom Typ her ist es sehr schwierig, ihn eins zu eins ersetzen.“ Sollte kein externer Malli-Ersatz bis zum Köln-Spiel gefunden sein, dürfte Schmidt umstellen. Vier Kandidaten bieten sich an. Fabian Frei, José Rodriguez und Suat Serdar könnten in einem 4-3-3 von der Acht kommen. In einem 4-4-2 mit reiner Doppel-Sechs wäre Yoshinori Muto als Sturmpartner zu Jhon Cordoba denkbar.

Cordoba gesperrt – Muto noch nicht bei 100 Prozent

Doch genau da muss Schmidt erneut umdenken. Denn Cordoba, Mittelstürmer Nummer eins in Mainz, fällt nach seinem Platzverweis in der letzten Partie des Jahres 2016 in Frankfurt gegen den Effzeh aus. Muto wird also in der Sturmspitze gebraucht, obwohl er selbst noch nicht fit ist. Der Japaner absolvierte verletzungsbedingt seinen letzten Einsatz am 4. Spieltag, ist körperlich noch längst nicht wieder bei 100 Prozent. Gegen die Geissböcke wird er aber wohl dennoch an vorderster Front auflaufen. Bleibt abzuwarten, wer ihn mit Pässen füttern soll. Passgeber Malli wird es nicht mehr sein.

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