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Darum könnte das Pokal-Aus dem Effzeh sogar helfen


Der 1. FC Köln ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Das Viertelfinale in Sichtweit, vergab der Effzeh in Hamburg die große Chance, neben der Bundesliga auch endlich mal wieder im DFB-Pokal für Furore zu sorgen. Dennoch könnte die Niederlage den Geissböcken am Ende noch helfen.

Hamburg – Zunächst einmal sei vorweggeschickt: Der 1. FC Köln hätte dieses Spiel bei allen Widrigkeiten gewinnen können. Trotz des irregulären 0:1 nach einem Foul von Wood an Hector. Trotz eines 0:1, das problemlos zu verteidigen gewesen wäre, dem aber eine fast schon groteske Fehlerkette vorausging. Trotz der nach einer Stunde nicht gegebenen Gelb-Roten Karte für Wallace.

Zu viel HSV-Style, zu wenig FC-Köln-Style

Denn Chancen, große bis riesengroße Tormöglichkeiten, hatte Köln zum Ausgleich. Zoller gleich dreifach, Rudnevs ebenso, zur Krönung auch noch Modeste – der Effzeh hätte ausgleichen können, ja müssen. Doch die Kugel ging an diesem Abend im Volksparkstadion einfach nicht über die Linie des von Rene Adler beeindruckend stark gehüteten Tores. Das muss man anerkennen. Der HSV zeigte zwar eine disziplinierte Leistung, doch Markus Gisdol sprach nicht umsonst davon, „dass das in der zweiten Hälfte noch mal hätte nach hinten losgehen können“.

Und doch sahen die vielen tausend mitgereisten FC-Fans am Dienstagabend nicht den 1. FC Köln, den sie aus den letzten Wochen und Monaten kannten. „Zu viel HSV-Style, zu wenig FC-Köln-Style“ nannte Jörg Schmadtke die Kölner Spielart. „Fakt ist, dass wir insgesamt relativ viele lange Bälle gespielt haben. Das machen wir normalerweise nicht“, sagte der FC-Sportchef. „Unser Spiel zeichnet schon aus, flach durchs Mittelfeld zu kombinieren und dann über die Außen oder die Halbpositionen zu kommen. Das haben wir nicht gemacht.“

Kein stabiles Zentrum, kein Flügelspiel

Schmadtke erklärte, er glaube nicht, dass die veränderte Spielweise an der Aufstellung lag. Doch am Dienstagabend trat zumindest in den Vordergrund, was Köln an guten Tagen ausmacht und an schlechten eben nicht: ein stabiles Zentrum, das defensiv wenig zulässt, Bälle gewinnt und diese über die Flügel und Halbposition schnell nach vorne trägt. Diese Qualität ging dem FC am Dienstagabend lange Zeit fast vollkommen ab.

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