,

Gefangen im Grifo-Griff: "Es waren zu viele Standards"

Der SC Freiburg besiegt den 1. FC Köln mit 2:1 (1:1) und profitiert in der zweiten Hälfte von der allzu freundlichen Unterstützung der Geissböcke. Immer wieder laden die Kölner die Gastgeber zu ruhenden Bällen ein, ein Freistoß von Kunstschütze Vincenzo Grifo führt schließlich zum K.o.-Treffer.

Freiburg – Peter Stöger hatte gewarnt, doch seine Spieler liefen dennoch in die Freiburg-Falle: Kaum ein Spieler in der Bundesliga verfügt über derart gefährliche Standards wie Vincenzo Grifo. Und obwohl der FC mit seinen vier Innenverteidigern auf dem Platz das meiste gut verteidigen konnte, reichte es am Ende doch nicht. Die Stimmen zum Spiel.

Dominique Heintz: „Es ist bitter, dass wir durch ein Standard-Tor verloren haben. Wir haben gut gestanden, aber es war dann ein bisschen zu einfach, wie sie die Freistöße und Ecken rausgeholt haben. Es gab eine Phase, in der gab es fünf, sechs Ecken und zwei, drei Freistöße hintereinander. Es wurde zwar nicht immer brenzlig. Aber der Freistoß war dann gut getreten.“

Ich weiß nicht, wie viele Ecken und Freistöße die bekommen haben

Marco Höger: „Hier haben schon viele Mannschaften Punkte gelassen. Leider gehören wir jetzt dazu. Es war für mich eigentlich ein Unentschieden-Spiel, aber aufgrund der zweiten Halbzeit vielleicht für Freiburg etwas verdienter. Natürlich haben wir zu viele Standards zugelassen. Ich weiß nicht, wie viele Ecken und Freistöße die bekommen haben. Das war bitter, aber das kann passieren.“

Peter Stöger: „Es waren zu viele Standards. In der Phase, in der Freiburg Druck gemacht hat, hätten wir uns mehr lösen müssen. Aus dem Spiel heraus waren wir gut organisiert. Die ruhenden Bälle waren dann schwierig. Unsere Mannschaftsleistung war nicht überragend, aber auch nicht schlecht. Freiburg war den Tick besser und hat verdient gewonnen. Sie haben jetzt das siebte Spiel zuhause gewonnen. Da sind wir nicht die ersten, die hier haben Punkte liegen gelassen haben.“

Ich habe meine alte Qualität zurück

Neven Subotic: „Es ging für mich darum Fuß zu fassen, und ich glaube, das ist mir gelungen. Ich habe mich in die Zweikämpfe reingeworfen, mir hat man nicht angemerkt, dass ich ein anderer Spieler geworden wäre. Ich habe meine alte Qualität zurück. Das tut schon sehr gut. Und es war kein einfaches Spiel, sondern ein richtiges Drecksspiel mit sehr vielen Zweikämpfen und sehr viel Umschalten. Das war eine echte Herausforderung. Ich freue mich, dass das 90 Minuten gut geklappt hat. Auch, wenn natürlich die Frage überwiegt, warum es nicht zum Sieg oder zu einem Punkt gereicht hat.“

4 Kommentare
    • Rolf Mörsch
      Rolf Mörsch says:

      Wenn man in eine andere Richtung schaut, muss man ja nicht direkt in Richtung Abstieg schauen. Der Blick kann ja auch in ein gesichertes Mittelfeld gehen.
      Zum Beginn der Saison wurde die Bestätigung von Platz neun ausgegeben. Das ist realistisch und sollte Ziel bleiben. Ein 1 : 2 in Freiburg sehe ich lieber als ein 1 : 6 in Mailand oder Porto.
      Vielleicht kann Jörg Schmadke die Abteilung Atacke vor der kommenden Saison verstärken und die Mannschaft mit Blick auf Europa konkurenzfähig machen.

  1. OlliW
    OlliW says:

    Genau. Immer diese Untergangsszenarien. Unfasssbar. Wo bleibt die Zuversicht und das Vertrauen. Beides ist vollkommen gerechtfertigt, angeseichts dessen was schon gezeigt wurde!
    Stöger sagte in die Euphorie des Spätsommers schon: Wir werden auch Spiele verlieren, darunter welche verdient und welche unglücklich. Und jetzt ist es eben mal so gekommen. Viel später und knapper als erwartet (von mir zumindest).

    Das Spiel des Effzeh war auch nicht „genau so schlecht“ wie im Pokal gegen HSV. Es war deutlich besser, deutlich organisierter. Aber eben auch nicht wirklich gut, weil nicht effizient und konsequent genug. Die Pässe oft zu ungenau und die Schnelligkeit am Ende nicht ausreichend. In all dem war Freiburg eben ein Quäntchen besser. Punkt wäre absolut verdient gewesen und keiner hätte gemeckert.

    OK. Jetzt Schalke, Leipzig und Bayern. Das klingt krass. Aber ich würde die alle drei nicht von vornherein verloren geben! Schalke wurde schon öfter geschlagen, Leipzig wurde vom HSV (!) daheim besiegt und gegen Bayern haben wir ja auch schon gepunktet. Also….weiter geht’s!

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar