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Erste Heimpleite seit April – Bayern zu stark für den Effzeh


Der 1. FC Köln hat die Überraschung verpasst und erstmals seit April 2016 wieder ein Heimspiel verloren. Gegen den FC Bayern München unterlagen die Geissböcke trotz einer phasenweise mutigen Vorstellung mit 0:3 (0:1).

Köln – Ohne den gesperrten Jonas Hector, ohne den kurzfristig erkrankten Salih Özcan, ohne die Langzeitverletzten, noch ohne den wiedergenesenen Kapitän Matthias Lehmann, dafür mit U19-Youngster Hikmet Ciftci auf der Bank und einer mutigen Aufstellung stellten sich die Geissböcke am Samstag dem FC Bayern. Christian Clemens und Simon Zoller sollten neben Marco Höger im Mittelfeld für Gefahr bei Kontern sorgen. Dahinter verteidigte eine Fünferkette. Zumindest dachten das alle. Doch dann spielte Dominique Heintz überraschend neben Marco Höger auf der Sechs.

Moment des Spiels

Wie wäre das Spiel wohl verlaufen, wenn Manuel Neuer kein Weltklasse-Keeper wäre? Dann wäre Yuya Osakos Kopfball in der 18. Minute wohl zur Führung im Bayern-Tor eingeschlagen. Doch Neuer machte sich ganz lang und kratzte den Ball nach einer starken Aktion des Japaners aus dem Eck. Eine Chance, für die Köln eine Belohnung verdient gehabt hätte. Doch zwischen den Pfosten der Münchner steht eben nicht irgendein Torhüter.

Das Spiel in zwei Akten

Die Chance in der 18. Minute war sinnbildlich für den Spielverlauf der ersten Hälfte. Der 1. FC Köln agierte keinesfalls nur defensiv gegen die dominanten Bayern, die schnell auf knapp 70 Prozent Ballbesitz kamen. Der Effzeh blieb in seiner 4-4-2-Formation, konnte sich nicht aller Angriffe der Bayern erwähren, doch bis zu 25. Minute erlebte Thomas Kessler bis auf einen Kopfball von Robert Lewandowski und einen Fernschuss von Douglas Costa eine weitgehend stressfreie Anfangsphase. Dann flankte Arturo Vidal von rechts in die Mitte, Javi Martinez stand frei und erzielte die Führung für den Rekordmeister. Danach ließen die Bayern den Effzeh kommen und verlegten sich auf schnelle Angriffe wie jenen, als Kingsley Coman Kessler beinahe aus spitzem Winkel überwand. Doch es ging mit dem knappen Rückstand aus Sicht der Geissböcke in die Kabine.

Die zweite Hälfte hätte aus Kölner Sicht nicht bitterer beginnen können. Erst traf Juan Bernat mit einem von Pawel Olkowski abgefälschten Schuss zum frühen 0:2 (48.). Dann bekam Yuya Osako einen Strafstoß nach klarem Foulspiel nicht. Und schließlich musste Frederik Sörensen verletzt vom Feld, für ihn kam Geburtstagskind Dominic Maroh. Doch feiern konnten die Geissböcke anschließend nicht mehr, weil ausgerechnet ein toller Kopfball des nun 30-Jährigen von Philipp Lahm vor der Linie geklärt wurde (80.). Dass Franck Ribery in der Schlussminute das 0:3 machte, war nur noch Ergebniskosmetik – in die falsche Richtung.

Fazit

Die erste Heimniederlage seit April 2016 ist wahrlich keine Schande. Die Geissböcke zeigten gegen nicht in Bestform agierende Bayern eine respektable Leistung und hatten – wie kurz nach dem Seitenwechsel – in den entscheidenden Situationen einfach nicht das Glück auf ihrer Seite. So bleibt es dabei: In dieser Saison können die Geissböcke gegen die Teams nicht gewinnen, die in der Tabelle vor dem Effzeh liegen (drei Remis, fünf Niederlage).

So spielte der Effzeh

Kessler – Olkowski, Sörensen (56. Maroh), Subotic, Heintz, Rausch – Clemens (63. Rudnevs), Höger (73. Jojic), Zoller – Osako, Modeste

Tore

0:1 Martinez (25.)
0:2 Bernat (48.)
0:3 Ribery (90.)


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