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Der Effzeh muss sich strecken: Spieler in der Verantwortung


Das Auswärtsspiel beim FC Augsburg wird ein körperlicher und mentaler Härtetest für den 1. FC Köln. Die Mannschaft von Peter Stöger will sich nach der Derby-Pleite aus der Vorwoche rehabilitieren und zurück in die Spur finden. Dafür ist eine Steigerung in allen Bereichen nötig.

Köln/Augsburg – Als die Spieler am Freitagnachmittag langsam aber sicher am Mannschaftsbus eintrafen, war einer schon weg: Pawel Olkowski verließ als erster Kölner die Kabine, setzte sich in seinen Ford Edge und düste nach Hause. Peter Stöger hatte den Rechtsverteidiger aus dem Kader gestrichen. Ein deutliches Zeichen des Trainers an den Polen und die gesamte Mannschaft.

Erfahrene Spieler stehen in der Verantwortung

Das Signal ist klar: Die Leistungen der letzten Wochen haben Stöger und den FC-Bossen zu selten gefallen, gerade die Defensive ließ Konzentration, Klarheit und den letzten Willen vermissen. Olkowski verlor bereits vor zwei Spielen seinen Stammplatz an Lukas Klünter. Aber auch weitere Defensivspieler konnten zuletzt nicht mehr überzeugen. Gegen Mönchengladbach waren alle drei Gegentore mehr den Nachlässigkeiten in der Effzeh-Defensive geschuldet als der spielerischen Überlegenheit der Borussia.

Zurück in der Startelf? Yuya Osako. (Foto: GBK)

Dass es nun neben Olkowski auch Salih Özcan erwischte, ist weniger eine Überraschung. Der Youngster kommt seit dem Pokal-Aus beim Hamburger SV nur noch sporadisch zum Zuge. Die Verantwortlichen wollen den 19-Jährigen schützen und in dieser entscheidenden Phase der Saison nicht noch einmal ins kalte Wasser werfen. Der Mittelfeldspieler wird in der nächsten Saison wieder seine Chance bekommen. In dieser Spielzeit hat er bereits einen großen Schritt in seiner Entwicklung gemacht. Im Kampf um Europa sollen und müssen es aber andere, erfahrenere Profis richten.

Nachwuchsspieler müssen sich gedulden

Deswegen müssen sich auch Spieler wie Hikmet Ciftci, der im Training einen guten, aggressiven und unbekümmerten Eindruck macht, noch etwas gedulden. Ihre Zeit wird kommen, deshalb trainieren sie bereits bei den Profis mit. Doch ihnen jetzt die Bürde aufzulasten, in den letzten sechs Saisonspielen dafür zu sorgen, dass der Traum von Europa wahr wird, wäre zu viel verlangt. Dafür stehen andere Spieler in der Pflicht.

Weiterlesen: Mehr Torgefahr, aber vor allem mehr Stabilität nötig

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