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Derbysieg im Visier: Effzeh nimmt jetzt mehr Risiko

In 24 Stunden wird klar sein, aus welcher Position heraus der 1. FC Köln in den 34. Spieltag gehen wird. Als Derbysieger und vielleicht sogar als erster Anwärter auf die Europa-League-Plätze? Oder vielleicht aus einer Position heraus, aus der man es nicht mehr aus eigener Kraft schaffen kann?

Köln – Beim 1. FC Köln ist klar: Das Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen bringt alles mit. Viele Emotionen, viele Hoffnungen, eine etwas verkehrte Rollenverteilung und dazu der Kampf zwischen Abstieg und Europa – aber eben unter Vorzeichen, die man so seit über 20 Jahren nicht kannte. Der Effzeh liegt in aussichtsreicher Position auf Rang sieben, weshalb auch weit über die 3100 offiziell verkaufen Gäste-Karten Kölner Anhänger in die BayArena strömen werden.

Wir haben mehr Risiko genommen

Peter Stöger bereitet derweil sein Team vor wie auf jedes andere Spiel. „Ich kann nicht anders“, sagt der FC-Coach, der zwar den Unterschied zwischen hemmendem Abstiegskampf und euphorischem Träumen in Richtung Europa spürt. Doch die „gelöste Stimmung“, die er bei seinen Spielern spürt, hat nichts mit Sorglosigkeit zu tun. Im Gegenteil. Die Konzentration auf das Wesentliche fällt plötzlich leichter.

Auch, weil das Risiko der letzten Spiele belohnt worden ist. Gegen Hoffenheim und Bremen in den Heimspielen präsentierten sich die Geissböcke so aggressiv wie lange nicht mehr, belohnten sich mit vier Zählen, aus denen beinahe sechs geworden wären. „Wir haben mehr Risiko genommen“, gesteht Stöger eine forschere Taktik. „Das muss nicht heißen, dass es gut geht, aber wenn man Spiele gewinnen will, muss man etwas mehr Risiko gehen.“

Psychischer Druck liegt bei Bayer

Gewinnen wollen die Kölner nun auch in Leverkusen. Im letzten Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund ließ ein starker Gegner kein gesteigertes Risiko zu. Bei den geschwächten Leverkusenern könnte dies am Samstag nun anders aussehen. Der Effzeh wird also wieder auf Sieg spielen. Nach dem 2:1-Derbysieg aus der Vorsaison bei der Werkself fahren die Geissböcke mit dem Gefühl nach Leverkusen, dass ein erneuter Dreier realistisch ist. Der psychische Druck liegt aufgrund der angespannten Situation unteren Tabellendrittel ohnehin eher bei den Gastgebern. Ein Vorteil für Köln? In 24 Stunden wissen alle mehr.


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