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Kölns Eu(ropa)phorie macht Derby-Motivation überflüssig


Ein Derby, in dem es um alles geht: Für den 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen bedeutet das direkte Aufeinandertreffen am 33. Spieltag im Kampf um die Saisonziele eine Menge. Doch am Geißbockheim ist von Derby-Fieber nichts zu spüren. Es gibt Wichtigeres zu tun.

Köln – Es hat schon Derbys zwischen der Werkself und dem Effzeh gegeben, da ging es um weniger. Nun geht es für die Gastgeber darum, den Abstieg oder zumindest die Relegation zu vermeiden. Für Köln dagegen geht es um nicht weniger als den großen Traum von Europa. Wer spuckt wem in die Suppe? Und löst die Rivalität noch einmal zusätzliche Kraftreserven?

Wir brauchen keine Zusatzmotivation mehr

Beim 1. FC Köln hält sich die Aufgeregtheit in Grenzen. Ein Derby steht an? Oh ja, richtig, da war ja was. Es fehlte nur das Achselzucken, als Trainer Peter Stöger zum Wochenbeginn über die Vorbereitung auf den nächsten Gegner sprach. „Für unsere Herangehensweise ist es jetzt egal, ob der nächste Gegner Leverkusen heißt oder ein anderer Gegner. Wir brauchen keine Zusatzmotivation mehr.“

Die Spieler des 1. FC Köln sind bereits maximal motiviert. Das hat das spektakuläre 4:3 gegen Bremen gezeigt, als die Geissböcke den SV Werder in den ersten 30 Minuten überrollten und danach nur deshalb in Schwierigkeiten kamen, weil sie in ihrer Eu(ropa)phorie kaum mehr zu bändigen waren und so defensiv unaufmerksam wurden. Dass der nächste Gegner nun Bayer 04 heißt, ist mit Blick auf die Chance, die ein Sieg bringen würde, fast schon nebensächlich geworden.

Nichts soll den Effzeh noch vom Kurs abbringen

Despektierlich soll das Ignorieren des Derby-Charakters nicht sein. Eher sinnbildlich für die Ernsthaftigkeit, mit der die Kölner den großen Erfolg erreichen wollen. Nichts soll den Effzeh jetzt noch vom Kurs abbringen, der Fokus liegt ganz alleine auf dem eigenen Können, den eigenen Zielen, dem eigenen Matchplan.

Weiterlesen: Wie geht Köln mit den Zwischenständen um?

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