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Kraftakt Europa: Auf dem Zahnfleisch zur Sensation?


Zwei Spiele vor dem Saisonende hat der 1. FC Köln alle Trümpfe in der eigenen Hand. Europa ist ganz nah. Doch die 32 zurückliegenden Spiele haben viel Kraft gekostet. Durch die großen Verletzungssorgen stoßen einige Spieler an ihre Grenzen. Trainer Peter Stöger kündigte deshalb bereits an, die Trainingsintensität ab jetzt gering zu halten. 

Köln – Völlig erschöpft sank Anthony Modeste nach dem Schlusspfiff zu Boden. 90 Minuten lang hatte der Stürmer gegen Bremen (4:3) für die Mannschaft und ihren großen Traum gekämpft und geackert. Sinnbildlich war seine vergebene Chance kurz vor dem Spielende, als er freistehend nur Bremens Torhüter Felix Wiedwald traf. „Ich war ein bisschen tot. Aber das ist normal, wir hatten viele Verletzungen diese Saison und fast immer mussten die gleichen Spieler spielen“, sagte der völlig erschöpfte Franzose nach dem Spiel.

Hoffenheim im Hinterkopf 

Nicht nur körperlich war die Partie gegen den SV Werder ein Kraftakt, auch mental forderte das Spiel einige Nerven. Zweimal führten die Kölner mit einem Zwei-Tore-Vorsprung, beinahe hätten sie ihn zweimal verspielt. Am Ende reichte es zum knappen 4:3-Sieg, ein Last-Minute-Ausgleich wie gegen Hoffenheim zwei Wochen zuvor blieb dem Effzeh erspart. „Natürlich hat man das Spiel gegen Hoffenheim im Hinterkopf. Wir haben uns nur noch wenig befreien können, deswegen war ich froh, dass wir es über die Zeit gebracht haben“, erklärte Peter Stöger hinterher. 

Dass die Kölner im Saisonendspurt auf dem Zahnfleisch gehen, liegt vor allem am großen Verletzungspech, dass den Effzeh die gesamte Spielzeit über verfolgte. „Man merkt, dass wir einige Spieler haben, die sehr viel gespielt haben und einige Jungs, die aus einer Verletzung gekommen sind und nicht über 90 Minuten gehen können“, merkte Stöger an. Spieler wie Leonardo Bittencourt, Yuya Osako, Artjoms Rudnevs und Simon Zoller wurden auch zuletzt wieder durch Verletzungen zurückgeworfen. Ihnen fehlt die Kraft, über die volle Distanz konstant abzuliefern.

Lehmann nach langer Verletzung unersetzlich

Andere Spieler wie Marco Höger mussten in den letzten Wochen geschont werden, um eine neuerliche Verletzung nicht zu riskieren. Dagegen verpasste Matthias Lehmann seit seiner Verletzung keine einzige Minute mehr. „Für mich ist das nicht selbstverständlich. Da fehlt uns ein bisschen was und das ist dann schwierig in der Endphase eines Spiels“, weiß Stöger.

Weiterlesen: „Teilweise überlastet!“ – Stöger senkt Intensität 

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