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Steht der streitbare Bobby Wood beim Effzeh auf der Liste?

Gehört Bobby Wood zum erweiterten Kandidatenkreis beim 1. FC Köln auf die Nachfolge von Anthony Modeste? Das berichtet der „Express“. Der Stürmer des Hamburger SV kann dank einer Ausstiegsklausel wechseln – oder pokert er nur? Es würde zu seinem bisherigen Werdegang passen.

Köln – Bobby Wood hat eine bewegte Vergangenheit – und eine kontroverse. Beim TSV 1860 München spielte der Mann aus Hawaii in der Jugend und galt als Angreifer der Zukunft für die Löwen. Doch den Durchbruch schaffte er nicht – im Gegenteil. Nach einem Skandal in der Hinrunde 2014/15 musste Wood den Klub verlassen. Was war passiert?

Skandal um Wood und Boykott in München

Wood hatte sich beim Trainerteam Markus von Ahlen und Filip Tapalovic über seine Reservistenrolle beklagt. Der damals 21-Jährige beließ es aber nicht bei einer Beschwerde, die Situation eskalierte. Wood beleidigte seine Trainer und wurde folgerichtig vom Profi-Training suspendiert. Anschließend weigerte sich der US-Amerikaner für die Regionalliga-U21 der Löwen unter Daniel Bierofka aufzulaufen und ließ sich schließlich im Winter nach Aue verleihen.

Marco Höger und Jonas Hector nehmen Bobby Wood in die Zange. (Foto: Selim Sudheimer)

Dort konnte der 1,80 Meter große Stürmer überzeugen und nutzte seine guten Leistungen, um ein halbes Jahr später in die Hauptstadt weiterzuziehen. Bei Union Berlin machte er mit 17 Toren in 32 Spielen auf sich aufmerksam und zog erneut nach nur einem Jahr weiter. Der Hamburger SV verpflichtete Wood im vergangenen Sommer für drei Millionen Euro und stattete ihn mit einem Vertrag bis 2020 aus. Fünf Liga-Tore und vier Pokal-Treffer später könnte der US-Boy aber erneut nach nur einem Jahr weiterziehen.

Fünf Jahre, fünf Spielerberater, fünf Vereine?

Nach Köln? Dank einer festgeschriebenen Ablösesumme von angeblich zwölf Millionen Euro könnte sich der Effzeh zumindest die Verhandlungen mit dem HSV sparen. Der 24-Jährige will international spielen, beim Effzeh könnte er das. Doch passt der aufbrausende US-Boy charakterlich zu den Geissböcken, bei denen Sportchef Jörg Schmadtke und Trainer Peter Stöger doch eigentlich auf die Homogenität der eigenen Gruppierung großen Wert legen?

Der GEISSBLOG.KOELN hörte sich um und bekam eine klare Antwort: Der Effzeh gilt tatsächlich als Kandidat, wahrscheinlicher ist aber, dass sich Wood nur zu einem besser dotierten Vertrag beim HSV pokern will. Die Hamburger wollen mit dem Stürmer verlängern, der 24-Jährige macht sich dagegen rar und pokert. Sollte Wood die Hanseaten nach nur einem Jahr tatsächlich wieder verlassen, würde dies allerdings ins Bild passen. Der dann aufnehmende Verein – ob Köln oder ein anderer – wäre der fünfte Klub für den Stürmer im fünften Jahr. Passend dazu wechselte Wood übrigens in der gleichen Zeit fünf Mal seinen Spielerberater.


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18 Kommentare
  1. OlliW
    OlliW says:

    Ich denke nicht, dass Woody ins Mannschaftsgefüge passt und dass er ein echter Teamplayer ist, wie der FC sie braucht und hat. Besser nicht. ..
    Ich will es nicht überbewerten, aber er hat den frisch genesenen Maroh mit voller Absicht und Risiko angegangen und dabei ihm das Schlüsselbein gebrochen. ister hin und hat sich erkundigt und entschuldig? Nope.
    Er reagiert oft hitzköpfig, wie etwa als er Heintz in den Magen boxte, ohne Not.
    Weiß nicht, ob das so ein netter Kerl ist.

  2. Klio
    Klio says:

    Vielleicht pokert ja nicht nur Wood, sondern auch der FC. Bei den Verhandlungen mit anderen Vereinen kann es nicht schaden, wenn man durchscheinen lässt, dass es noch Alternativen gibt. Das kann die Transfersumme kleiner halten.

    Wood kann ich mir nicht ernsthaft beim FC vorstellen. Das passt so gar nicht zu dem, wie die Mannschaft bislang aufgebaut wurde. Ein Spieler, der einerseits im Mannschaftsgefüge Probleme machen kann, der den FC in der Außendarstellung schädigen kann und der durch seine Unbeherrschtheit auch den Erfolg auf dem Platz gefährdet (Rot wegen Tätlichkeit im Spiel gegen den FC). Andererseits waren seine Leistungen auch nicht so sonderlich überzeugend (5 BL-Tore bei 28 Einsätzen), dass man dafür all die drohenden Probleme in Kauf nehmen sollte.

    Und als FC-Fan habe ich auch sein übles Foul gegen Dominic Maroh nicht vergessen. Ich fände es keinen Deut besser, wenn er so was im FC-Trikot machen würde – eher im Gegenteil.

    • Pitter
      Pitter says:

      Sehe ich genauso.

      Bzgl. deines ersten Absatzes ist insbesondere auffällig, dass der FC derzeit ungewöhnlich viele Informationen bei der Stürmersuche durchsickern lässt oder gar Interesse bestätigt. In der Vergangenheit hat sich Schmadtke insbesondere dadurch ausgezeichnet, 1-2 Störfeuer für die Medien zu legen und ansonsten keinerlei Spekulationen zu kommentieren bis er irgendwen aus dem Hut gezaubert hat, den niemand auf dem Schirm hatte. Jetzt bestätigt er plötzlich das Interesse an mehreren Spielern – oder genauer gesagt: an mehreren Stürmern.

      Dabei dürfte es vollkommen in Schmadtkes Interesse sein, dass plötzlich jeder BuLi-Stürmer als Modeste-Nachfolge beim FC gehandelt wird. Auf diese Weise wird jeder potentielle abgebende Verein daran erinnert, dass es auch viele andere brauchbare Stürmer auf dem Markt gibt und ein Pokern um einen Anteil am „Modeste-Kuchen“ somit sehr riskant ist, da Schmadtke trotz China-Millionen weiterhin keine Mondpreise zahlen wird.

      Die derzeit gehandelten Modeste-Nachfolger braucht man also wohl nicht wirklich ernst nehmen. Die Medien lechzen nach interessanten Stories, während Schmadtke für jedes weitere Störfeuer dankbar sein dürfte. Kann zwar sein, dass es tatsächlich Wood wird, halte ich aber für eher unwahrscheinlich. Für viel wahrscheinlicher halte ich, dass Schmadtke auch hier plötzlich Vollzug bei einem Stürmer meldet, mit dem vorher niemand gerechnet hat.

  3. Ottla
    Ottla says:

    schwierig… andererseits: der fisch stinkt immer vom kopf – ein evtl. charakterlich etwas instabiler spieler bricht mit dieser eigenschaft bei chaos-vereinen wie 1860 oder dem HSV natürlich stärker aus… der FC hat ne super truppe, bei der wood sich vl. total wohl fühlt und dann auch besser klar kommt… ich glaube, in einer homogenen mannschaft (jetzt spielerisch gemeint) würde wood höllenmäßig knipsen!

    • Werner 33
      Werner 33 says:

      Die Blutsbrüder geben ihren Senf dazu. Aber die denken ja der eine Werner ist auch der einzige Werner. Jeder Spieler der einem FC Spieler mal was angetan hat ist auch ein schlechter Spieler. Hohlköpfe ihr zwei. Dieser Jung ist ein Hitzkopf aber das kann man in den Griff bekommen. Wenn der FC den bekommt dann gibt es Aktion auf dem Platz. Der Jung kann was im Gegensatz zu Zoller.

  4. rain man
    rain man says:

    Kaum vom Ball zu trennen, giftig in den Zweikämpfen, tolle Schusstechnik. Falls die 7 Mios für den Wolfsburger Nachwuchsspieler Horn stimmen, wäre US-Nationalspieler Wood mit 12 Mio. ein Schnäppchen. Probleme hat er meist nur den Gegnern verursacht, beim HSV intern hat Wood einen guten Stand. Interessanter Mann!

  5. HansiPolster
    HansiPolster says:

    Unsympathisch und unbeherrscht – möchte ich auch nicht im Effzeh-Trikot sehen.
    Glaube schon, dass man Uth holen möchte und auch wird, wenn der meist genannte Preis sich wirklich bei 6-7 Millionen befinden sollte.
    Auch von Cordoba halte ich nicht wirklich viel zu genannten Mondpreisen- für 8 Millionen ok, aber nicht mehr. Vom Typ würde es ja eigentlich schon passen.
    Ansonsten müssen wir wohl noch ein wenig ruhig bleiben ;-)

  6. Max Ropers
    Max Ropers says:

    Nicht ganz richtig, dass er gerade den HSV zappeln lässt. Es ist eher andersrum. Vorstand und Spieler sind sich beim neuen Vertrag (3 Mio Jahresgehalt, bis 2021, AK: 20 Mio) einig. Der Aufsichtsrat hat den Vertrag wegen des Sparzwangs aber noch nicht abgesegnet.

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