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Transfer-Bilanz 2016/17: Die Neuzugänge im Check

Für den 1. FC Köln war die Bundesliga-Spielzeit 2016/17 eine Saison mit einem starken Sommer, einem schwierigen Herbst, einem guten Rückrunden-Start, Problemen im Frühjahr und einem starken Schlussspurt. Welchen Anteil hatten die Sommer- und Winter-Neuzugänge am Erfolg der Geissböcke? Die Transfers im Check.

Köln –  Rund neun Millionen Euro gaben die Kölner im Sommer und Winter aus, um sich die Dienste von Marco Höger, Artjoms Rudnevs, Konstantin Rausch, Sehrou Guirassy, Neven Subotic und Christian Clemens zu sichern. Dazu rückten mit Salih Özcan, Lukas Klünter, Marcel Hartel und Sven Müller vier Nachwuchsspieler fest in den Profi-Kader auf, die in dieser Bewertung allerdings keine Berücksichtigung finden, da sie der eigenen Kaderschmiede entsprungen sind.

Nicht alle FC-Transfers überzeugen

Der erste Spieler im Check ist zugleich das große Sorgenkind: Sehrou Guirassy wurde im Sommer für 3,8 Millionen Euro vom OSC Lille in die Domstadt geholt, um Landsmann Anthony Modeste im Sturm die eine oder andere Verschnaufpause zu geben. Doch der 20-Jährige kam in Köln bislang nicht auf die Füße. Das Knie, die Muskulatur, das Schambein: Eine einzige Seuchensaison liegt hinter dem Franzosen. Das bittere Fazit: Bislang ist der Transfer Guirassys ein Flop, zumal niemand weiß, wie es ab der Vorbereitung um die Belastbarkeit bestellt sein wird. Die sportliche Befähigung darf man ihm nicht absprechen, er konnte sie einfach noch nicht nachweisen. Sein Körper macht ihm bislang einen Strich durch die Rechnung.

Die zweite herbe Enttäuschung auf dem Transfermarkt war die Winter-Verpflichtung von Christian Clemens. Der 25-Jährige wurde aus Mainz geholt, um kurzfristig den Ausfall von Marcel Risse zu kompensieren. Doch die Rückholaktion erwies sich bisher als totales Missverständnis. Der gebürtige Kölner zeigte in keinem seiner elf Einsätze, dass er die Ablösesumme von knapp rund 2,5 Millionen Euro wirklich wert war. Sein Vertrag läuft in Köln bis 2021, und es bleibt in der Bewertung völlig unbenommen, dass sich der Transfer noch auszahlen kann. Doch klar ist: Das kurzfristige Ziel, mit ihm den Risse-Ausfall zu kompensieren, schlug fehl.

Weiterlesen: So schlugen sich Rudnevs, Höger, Rausch & Co.

2 Kommentare
  1. Ziesi says:

    Sehr treffend zusammengefasst. Wobei mir vor allem in den sozialen Netzwerken Kocka Rausch im Auge der Fans etwas zu schwach weg kommt. Logo, er ist kein Außenverteidiger von Weltformat, aber im Gesamtpaket fand ich ihm im Nachhinein nen tollen Transfer: ablösefrei, sicherlich kein Topverdiener, ein umgänglicher Typ für das Mannschaftsklima und ein Rackerer. Also wenn mir jemand gesagt hätte, wie die Saison von ihm verläuft, hätte ich eine solche, wie er sie hingelegt hat, sofort unterschrieben. Dass Hector über links die bessere Alternative ist, steht außer Frage. Dass wir Marcelo von Real nicht kriegen ebenso. Kocka hat es gut gemacht, aber Luft nach oben gibt es immer. Dennoch sollte man ihn oftmals nicht so schlecht bewerten bzw ungerechtfertigt niederschreiben, wie es oftmals getan wird. Etwas anders sehe ich die Situation bei Subotic. Unzweifelhaft ein super Typ mit klasse Statements, aber dass man ihn häufig – vermutlich weil er die besseren Sympathiewerte genießt – etwas zu gut bewertete, war auch Fakt. Mein „Lieblingsneuzugang“ dieses Jahr war allerdings Jojic, den ich eigentlich im Winter schon in nem anderen Trikot erhofft hatte.

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