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"Ich habe zu keinem Zeitpunkt gebeten, gehen zu können"

Anthony Modeste hat sich erstmals seit seinem geplatzten Wechsel vom 1. FC Köln nach China geäußert. Der Franzose sagte, er selbst habe den Wechsel nie forciert, sondern der FC. Gleichsam werde er am Montag zum Training erscheinen – doch „wie es weitergeht, weiß niemand“. 

Köln – Der geplatzte Wechsel zu Tianjin Quanjian, der Berater-Streit und die Frage: Wollte Modeste weg oder wollte der FC ihn loswerden? In der „Bild am Sonntag“ erklärte Modeste nun, die Initiative zu einem Wechsel sei alleine von den Geissböcken ausgegangen. Seine Aussagen stehen im kompletten Gegensatz zu den Verlautbarungen des FC.

Ich wollte eine Zukunft ins Auge fassen, um meine Karriere in Köln zu beenden

Schon vor dem Saisonende habe er das Gefühl gehabt, dass sich der FC im Sommer von ihm trennen wolle, nachdem Modeste nicht in das Foto-Shooting für das neue Trikot einbezogen worden sei. Da „hat mir meine Erfahrung gesagt, dass man mich verkaufen will“. Modeste erklärte auch, dass die ersten Gespräche zwischen Tianjin und Köln ohne sein Wissen vonstatten gegangen seien.

Anthony Modeste (Mi.) mit Patrick und Etienne Mendy sowie Andrés Pérez. (Foto: GBK)

„Ich habe zu keinem Zeitpunkt gebeten, gehen zu können“, betonte der Stürmer, der in der vergangenen Saison 25 Treffer erzielt hatte. Dass er nach der Saison erklärt habe, er wisse nicht, wie es weiterginge, er müsse erst mit Sportchef Jörg Schmadtke reden, erklärte Modeste so: „Ich wollte die FC-Verantwortlichen treffen, um eine Zukunft ins Auge zu fassen, die es mir erlaubt hätte, meine Karriere in Köln zu beenden. Leider kam es aus mir unbekannten Gründen nicht zu diesem Treffen.“

Ich wollte nie weg. Im Gegenteil!

Warum Modeste dieses Gespräch über sein Karriereende suchen wollte, obwohl sein Vertrag noch vier Jahre ohne Ausstiegsklausel bis 2021 läuft, ließ er offen. Klar ist nur: Modestes Aussagen stehen im Gegensatz zu den Äußerungen der Kölner Geschäftsführer Jörg Schmadtke und Alexander Wehrle. Beide hatten betont, Modeste weder verkaufen zu wollen noch zu müssen – der Abbruch der Verhandlungen und der Verzicht auf die Ablöse in Höhe von 35 Millionen Euro bestätigten diesen Eindruck.

Doch Modeste widerspricht. „Köln lehnt 35 Millionen ab. Das ist nicht meine Verantwortung. Ich habe immer gesagt, dass ich gehen würde, wenn sich die Klubs einigen – aber nie, dass ich gehen will“, sagte der Angreifer und betonte: „Ich wollte nie weg. Im Gegenteil: Ich habe mehrere Angebote aus China abgelehnt, bevor ich verstanden habe, dass man mich verkaufen wollte.“

Weiterlesen: Aussage gegen Aussage – aber Modeste kommt zum Training

33 Kommentare
    • Völker R.
      Völker R. says:

      Er will einfach mehr und mehr Kohle. Völlig egal von wem.

      Und völlig egal, ob er es von alleine so will, ob ihm die „Berater“ dazu treiben oder ob er mit den Beratern voreilig irgendeine Sch***-Vereinbarung unterschieben hat, die ihm jetzt zum Treibholz macht: Lange wird das Spielchen nicht gehen. Nicht mit Schmaddi!

  1. Klaus
    Klaus says:

    Tony ist verdammt schlecht beraten. Merkt er nicht, dass er sich immer mehr in Widersprüche verstrickt? Wollte der FC ihn loswerden, ginge das erst 2021. An den Vertrag sind beide Seiten gebunden. Also weshalb bestünde dann Redebedarf? Und dass er schmollend nach China fährt, um sich ein Bild von einem Club zu machen zu dem er gar nicht will und das zu einem Zeitpunkt als die Verhandlungen ins Stocken geraten ? wenn das stimmen würde, was er sagt, hätte ein einziger öffentlich gemachter Post, er wolle mit dem FC in die neue Saison gehen, die Verhältnisse geklärt und die Geschäftsführung wäre in der Pflicht erklären zu müssen, warum man den Top-Torjäger gegen seinen Willen loswerden will. Und nochmal: Das können die nicht, solange sich Tony an seinen Vertrag hält….

  2. Toni
    Toni says:

    Wenn Anthony Modeste nach der Saison klipp und klar gesagt hätte „Fans, ich bleibe in Köln“ dann wäre alles i.O. gewesen. Er hat daraus ein Geheimnis und eine Verschwörung zu gleich gemacht. Das der FC am Ende der Verlierer sein könnte, ist doch am wahrscheinlichsten. Dem Club könnte eine Menge Geld durch die Lappen gehen und dazu nach jetzigem Stand einen wechsel willigen Stürmer unter Vertrag haben der Ärger macht.
    Selbst als die Chinesen sich mit Schmadtke auf Ibiza getroffen haben, hätte er noch sagen können, dass er gar nicht wechseln will. Aber nein, er jettet mal eben nach China und absolviert den Med. Check. Diesen will er angeblich auch nicht gemacht haben. Er ist sicher nur für eine Frühlingsrolle nach China geflogen.

  3. Elke L.
    Elke L. says:

    So so Anthony Modeste ist ein Unschuldsengel!

    Man sollte mal diese ganzen Verschwörungstheorien beiseite schieben. Weder finde ich gut, was Cullmann via Express vom Stapel läßt noch was Tony hier so alles vom Stapel lässt.
    Über Schmadtke lässt sich hier ja in Kölle trefflich schimpfen etc. Bloß da jetzt nicht nur Schmaddi in die Verhandlungen eingebunden war, sondern auch Alex Wehrle…muss der jetzt daran mit dran glauben, unglaublich. – Aber anscheinend braucht der Tony solche Interviews, um wieder zu den Fans zurück kommen zu können. Hatte mich schon gefragt, wie er das Händeln würde. – Auf jeden Fall ist eine Basis für ihn gelegt wieder Vollgas zu geben und die Vermutung einiger, dass er beleidigt nicht mehr seine Leistung zeigen könnte….kann augenscheinlich zu den Akten gelegt werden.

    Ich könnte mir vorstellen, dass Schmadtke, Wehrle und der Rest des FC aufgrund der anstehenden Aufgaben öffentlich nichts dazu sagen….und schon im letzten Sommer so ihre Erfahrungen gemacht haben, die dieses Jahr noch getopt wurden.

    Im Laufe meines langen Berufslebens sind mir solche Menschen wie der Tony begegnet, die müssen immer Drama machen, sind aber nie etwas Schuld.

    Modeste ist Angestellter vom FC und soll weiter hier seinen Job machen…und aufhören zu versuchen einen Keil zwischen Schmöger zu treiben, das könnte ihm evtl nicht gut bekommen. Das ist das, was ichvon ihm fordere.

    • Völker R.
      Völker R. says:

      „Modeste ist Angestellter vom FC und soll weiter hier seinen Job machen…und aufhören zu versuchen einen Keil zwischen Schmöger zu treiben …“

      Ja! So sehe ich es auch. Erstens, weil er damit aufs Beton beißt. Zweitens, hinter Schmögers Entscheidungen steht auch der Rest der Geschäftsführung und das Präsidium. Und drittens, das Wichtigste:

      Sollten all diese Herren zu dem Fazit kommen, dass seine ständigen Tänzchen um den Kohlehaufen eventuell eine Wirkung in die Mannschaftsgefüge haben könnten, dann kommt auf ihm das Nicht-Bekommen noch schneller, als man denkt. Geniale Leistung hin oder her: Ohne der Mannschaft hätte auch er nichts gerissen und … Ein kluger Obstbauer entfernt ein faules Apfel bevor die ganz Kiste hinüber ist.

  4. Rolf
    Rolf says:

    Im letzten Jahr hatte Modest schon eine Anfrage aus China und wollte fort. Der FC hat ihn gehalten und ihm die Ausstiegsklausel abgekauft.
    Modeste hat dann eine Jahr mit 25 Treffern hingelegt für die wir dankbar sind.
    Ein Spieler der trotz seines Alters noch nie Gehör in seiner Nationalmannschaft gefunden hat, der in Hoffenheim auf dem Abstellgleis stand und erst wieder bei seinem neuen Arbeitgeber dem FC aufblühte, will und das ist in Ordnung das Ende seiner Laufbahn richtig vergolden.
    Das ist wirklich sein gutes Recht und verständlich.
    Doch die Posse die Big Mo jetzt veranstaltet passt nicht ins Bild hätten wir letztes Jahr schon.
    Er versucht jetzt die Wogen zu glätten auch das ist okay.
    Ich denke spätestens im Winter ist er fort!
    Das er seine Leistung vergolden möchte sei ihm gegönnt.
    Das beste für alle Seiten wäre wenn er einen neuen Verein finden würde.
    So schade das ist! Leider hat er die falschen Berater.
    Wenn der FC bzw. Die Verantwortlichen den Wechsel formiert hätten sie bestimmt nicht mit Modeste Beratern gesprochen.
    Die alleine haben das Modest kaputt gemacht und wenn Modest ein Gehalt von 10 Millionen netto im Jahr bekommen würde könne er leicht die 6 Millionen selber zahlen. Dann wäre sein Gehalt immer noch 8,5 Millionen im Jahr Netto.
    Allen Parteien viel Glück und eine glückliche Hand beim noch immer nicht beendeten Wechseldrama Modest.

    • HÄNNESCHEN
      HÄNNESCHEN says:

      Rolf, ich dachte beim Lesen zuerst: klar, seine Kommataste klemmt. Aber dann, (Zitat) „8,5 Mio“. Oha.

      Kommata strukturieren Sätze und verändern ihre Bedeutung, indem sie Sprechpausen und Betonungen kennzeichnen, die beim geschriebenen Wort sonst entfallen.
      Stell Dir vor, Schmadtke textet in der Causa Modeste an Wehrle: „Warte nicht verkaufen“. Ohne Komma geht es nicht. Es entscheidet über Wehrles Handeln. „Warte nicht, verkaufen.“ Oder „Warte, nicht verkaufen.“
      Die Nullen vor dem Komma alleine haben das Modeste kaputt gemacht.

    • Völker R.
      Völker R. says:

      Ich weiß nicht, was du damit meinst. An welcher Stelle soll die Geschäftsführung (Schmaddi agiert in solchen Fällen nie alleine, sondern immer im Einklang mit anderen, mindestens mit Wehrle!) in diesem Fall gepokert haben?

  5. Bronco
    Bronco says:

    Der Tony soll bleiben und Ende, hört euch mal reden der junge hat uns nach zisch Jahren voller Mist wieder Hoffnung geschenkt. Der schmadke soll die Füße still halten, wenn der tony gegangen wäre dann mit recht, jeder von euch würde dem Geld nach gehen, ob du heute 4000Mille brutto verdienst und morgen in der anderen Firma für die selbe Arbeit 10000Mille,erzählt nix von würde ich nicht machen. Und wenn den tony morgen einer auspfeifft ich bin auch beim Training…

    • Pfalzbock
      Pfalzbock says:

      Klar würde es jeder tun, aber nicht jeder würde so eine Kacke in der Öffentlichkeit verzapfen… Dann soll er doch zugeben, dass er, wenn die Scheine winken, wechselt. Und nicht so n Heckmeck machen. Dann hätte jeder Fan Verständnis. Na ja, vielleicht nicht jeder, aber die Meisten.

      Aber so ein sinnloses Hin und Her und dann noch den Driss in der Bild…
      Irgendwie isser nich die hellste Straßenlaterne in Köln.

  6. OlliW
    OlliW says:

    Da sind wohl auf beiden Seiten jeweils ausgebuffte Profis am Werk. Denke nicht, dass nur eine Seite komplett richtig und hundert Prozent aufrichtig ist. Weder Mos Lamenti, dass er sich von den FC Verantwortlichen vor vollendete Tatsachen gestellt fand, noch dass Schmadtke mir auf seine Spielchen reagiert hat.

    Stand jetzt bleibt Modeste beim FC. Dass er sich hier wohl fühlt und uns alle lieb hat, glaub ich ihm. Aber er muss jetzt nach vorne gehen, um seine Gesicht zu wahren und nicht morgen am Geissbockheim mit bösen Blicken empfangen zu werden.

    Das wird eine irre schwere Saison. AlleIn die Auftaktwochen sind fett! Wir brauchen Modeste noch. Für das Verlässliche wie bisher plus variable Optionen für die Mehrfachbelastung.

  7. Pfalzbock
    Pfalzbock says:

    Warum will dieser Vollhorst immer nach einer Halbserie Gespräche führen?!
    Wenn es da nicht um mehr Geld geht, dann weiß ich auch nicht!
    Kein Wunder, dass Schmadtke da kein Bock mehr drauf hat…
    Warum sagt er „Ich muss mich mit Schmaddi zusammensetzen und reden“, wenn er sowieso Vertrag bis 21 hat.

    Ganz ehrlich, ich würde ihn auch verscherbeln…
    Das hat rein gar nichts mit Egoismus zu tun!

    Argh, ich will ihn nicht mehr im Geißbocktrikot sehen…

  8. Marc L. Merten
    Marc L. Merten says:

    Ein kurzer Hinweis: Der Post des Kollegen „Insider“ wurde soeben inklusive aller Antwort-Posts gelöscht. Der Ausgangspost enthielt strafrechtlich relevante Aussagen, die in diesem Forum keinen Platz haben.

  9. Klaus
    Klaus says:

    Vielleicht hatte Tony gehofft, die Geschäftsführung würde ihn auch auf Händen tragen wollen und ihm einen neuen Vertrag mit nochmal verbessertem Gehalt anbieten. Das würde erklären, dass er auf Schmadtkes Anruf gewartet hatte. Und mit der Betonung des ausstehenden Gesprächs via Sozialer Medien den Druck erhöhen wollte, da ja irgendwie für alle eine Wechseloption im Raum stand. Und da Schmadtke sich diesen Schuh nicht anziehen wollte und sich nicht sehr wertschätzend gegenüber Tonys Verhalten geäußert hatte, hat er das vielleicht als Ablehnung der Person und nicht seines divenhaften Verhaltens verstanden. Die Zeiten des übertriebenen Personenkultes beim FC sind glücklicherweise vorbei.

  10. Jeff
    Jeff says:

    Seht ihr eigentlich durch?
    Wenn ich einen Vertrag bis 2021 habe und 50.000€ verdiene und einen Arbeitgeber mir einen Angebot über 100.000€ macht, suche ich natürlich das Gespräch mit meinem Chef und sage ihm, dass ich mehr verdienen will. Als Fußballer verdienst du maximal 15 Jahren Kohle, mit einer Tätigkeit die Millionen Menschen begeistert. Es ist doch sein Recht das bestmögliche für sich rausholen zu wollen oder würdet ihr das anders machen?

    • Pfalzbock
      Pfalzbock says:

      Dann soll er keine langfristigen Verträge aushandeln, wenn er meint er verdiene zu wenig.
      Kleines Beispiel Hector…
      Er hat jedes Recht mal die Hand aufzuhalten, da Barca und PSG Angebote abgegeben hatten. Entweder macht er es dezent intern oder gar nicht. Ihm glaube ich es, wenn er sagt das er nicht wechseln will, weil ihm der Verein am Herzen liegt.

      Bei Modeste zweifel ich jetzt nach diesen 2 Querelen, dass ihm was am Verein liegt!
      Ich, für meinen Teil, glaube ihm kein Wort mehr.

  11. Klio
    Klio says:

    Schon mal schön zu hören, dass Modeste „wie immer gut gelaunt“ zum Training erscheinen will. Der Rest der Ausführungen – na ja. Wenn ich dann noch an das Theater mit dem Versuch vom letzten Jahr denke, sich per Ausstiegsklausel nach China zu verabschieden, und was Modeste im Anschluss erzählt hat; jetzt das Theater und wieder Modeste, der das eigentlich alles nicht wollte. Dann sehe ich mir an, wie die FC-Führung sonst Transfers so abwickelt (nämlich im Branchenvergleich oft überraschend geräuschlos) und denke mir meinen Teil.

    „Das Ende der Saison war magisch und wir sollten es nicht beschmutzen, ob ich nun bleibe oder gehe.“ – Das ist sollte das Motto bleiben. Die kapriziöse Diva kann ich einem Spieler, der solche Leistungen für den Verein liefert, gut nachsehen. Auf geht’s in die neue Saison.

  12. Joao
    Joao says:

    Jaja, dieser Modeste ist schon ein schlimmer Kerl. Der hatte doch von Anfang an nur eines im Sinn: weg von Köln – hin zum Geld:

    Was für ein Schauspieler, oder?

    Und dann noch diese Schauspielerei im Interview mit der l’equipe… Da heuchelt der den Franzosen doch wahrhaftig vor, er fühle sich in Köln pudelwohl… (warum eigentlich?):

    Ich frage mich bis heute, warum er den Franzosen in dem Interview eine vor die Mütze gegeben hat? aahh, er wollte eine falsche Fährte legen, damit erst gar kein Franzose auf die Idee kommt, er wolle evtl. nach Frankreich wechseln. Er wollte doch eigentlich schon immer weg aus Köln – und hin zum Geld – ins wunderbare, familiäre China.

    Deshalb hat der ANTHONY auch nach der Saison eine Reise nach China organisiert, finanziert und alle FC-Verantwortlichen und Spieler eingeladen mitzufliegen, so dass vor Ort der Wechsel weiter forciert werden konnte:

    http://www.express.de/sport/fussball/1–fc-koeln/direkt-nach-saisonende–alles-durchgeplant–so-laeuft-die-china-reise-fuer-den-fc-26724860

    Alles der böse Anthony…!!!

    MACHT EURE AUGEN AUF!!!!!!!

    Schmadkte und Wehrle haben bei jedem Tor Modestes in der Rückrunde die Euro-Scheine vor der Mütze gehabt, weil der Wechsel aus ihrer Sicht fest stand! Man dürfte im Winter eine entsprechende Vereinbarung mit dem chinesischen Club getroffen haben. Und das ist ja nicht einmal verwerflich, denn es geht aus Sicht der beiden (zurecht) in erster Linie um den Verein und um viel Geld, dass man sehr gut brauchen kann. „Ob A.M. in seinem Alter eine solche Saison wohl noch häufig wird wiederholen können?“…

    Nicht verwerflich jedoch nur dann, wenn man mit allen Beteiligten offen und ehrlich darüber redet – und das scheint hier nicht der Fall gewesen zu sein.
    Es darüber hinausgehend jetzt auch noch zuzulassen, dass medial der Eindruck entsteht, Modeste hätte den Verein unbedingt wegen des Geldes verlassen wollen, oder seine bösen Freunde seien an allem Schuld, ist ein Skandal. Das zeigt (leider) den wahren Charakter eines Hr. Schmadtke – es tut mir leid, dass ich das hier sagen muss, da er fachlich top ist und ich froh bin, dass wir ihn haben!
    An dieser Stelle ist ein klares Statement seinerseits erforderlich, dass den Spieler aus der Schusslinie nimmt, in die er zu Unrecht geraten ist!

    Ich jedenfalls glaube Modeste wenn er sagt, er habe nie gehen wollen (wie er zurecht äußert: „Wann soll ich das gesagt haben“?). Wenn die Vereine dies jedoch so vereinbaren, dann nehme ich die Kohle mit und gehe. Bei dem Geld – ich denke da sind wir uns einig – hätte sich wohl kaum jemand mit Händen und Füßen gewehrt (außer natürlich den „1948-Träumern“, in deren Welt Fussball und Geld zwei Paar Schuhe sind).

    Was ist das auch für eine Wertschätzung für einen Spieler, der sich 34 Spieltag den A… aufreißt, den Verein nach 25 Jahren praktisch im Alleingang zurück nach Europa schießt, und dann erfährt, dass er nun doch bitte zu gehen habe. Die Freundschaft zu seinen Jungs (s. Videos zu den Saisonrückblicken, Vorbereitung in Kitzbühel usw.), sein Wohlfühlen in Köln, die Aussicht auf Auswärtsspiele in Mailand mit 40.000 :-) FC-Fans – drauf geschissen – WIR WOLLEN KOHLE!!!

    Ein Gedanke noch, den ich jedoch nicht weiter ausführen möchte: Wäre man mit einem „Kölsche Jung“ auch so umgegangen???

    Das alles gehört sich nicht, das ist eben kein „feiner Klub“!!! Hört auf damit!!!

    Unser Tünn is ene Joode!!! :-)

    PS: Danke an den Express und den KSTA für eure tolle, ehrliche und nicht manipulierende Berichterstattung in diesem Zusammenhang, einfach wie immer (Ujah = Staatsfeind Nr. 1…) ;-)
    „Fake-News“? nicht bei uns!!!

  13. Peter O.
    Peter O. says:

    Ich habe eben das Interview mit „Culli“ im Express gelesen.
    Express ist nicht unbedingt mein Blatt, aber das tut hier nichts zur Sache.
    Mehr ist aber in dieser Angelegenheit eigentlich nicht zu sagen bzw. hinein zu interpretieren.
    All jene, die Modeste weiter im FC Trikot sehen wollen, sollten die Aussagen von „Culli“ lesen.
    Dann ist jede weitere Spekulation nur noch Makulatur.
    @Bronco „bemerkt/droht“ „ich bin auch da“- beim 1. Training…
    Was soll das denn heißen? Schlimmer gehts nimmer!!!!!
    Tiefstes Niveau.

  14. Simon
    Simon says:

    Ich verstehe die Aussage von Modeste nicht so ganz: „Ich habe immer gesagt, dass ich gehen würde, wenn sich die Klubs einigen – aber nie, dass ich gehen will“
    Ist in seinem Vertrag eine einseitige Kündigungsklausel verankert? Wenn er nicht wechseln will muss er ja auch nicht wechseln, da er noch bis 2021 an den Verein gebunden ist.
    Weiß da jemand genaueres?
    Unabhängig von dem Wechseltheater denke ich, dass Modeste mit der selben Leichtigkeit und dem selben Spaß beim Training auftauchen wird. Wer schon mal beim Training dabei war, weiß was ich meine, wenn man die Lache von Modeste im ganzen Grüngürtel hört. :)
    Alle Beteiligten sollten sich zusammen setzen und die Unverständlichkeiten allerseits aus dem Weg räumen und dann beim drsten Spiel getreu dem Spruch von Franz Beckenbauer handeln: „Gehts raus und spielts eur’n Fußball!“

  15. HansiPolster
    HansiPolster says:

    Da wollte wohl wieder einer ein bisschen pokern – und das ist vollkommen nach hinten los gegangen…
    Hoffentlich wird da gar nichts mehr zu gesagt, „die“ Wahrheit wird es in diesem Fall wohl auch nicht geben – beide Seiten sind mMn beschädigt aus dieser Nummer raus gegangen.
    Aber vielleicht haben ja daraus auch alle für die Zukunft etwas gelernt!
    Und wenn Tony das Siegtor am 1. Spieltag schießt, ist das eh egal…

  16. FC NEUKÖLLN
    FC NEUKÖLLN says:

    Sehr hochverehrter Kollege Joao,
    an der sportlichen Wertschätzung eines Modeste wird doch hier niemand ernsthaft zweifeln, genauso wenig wie es an Dankbarkeit mangelt für dessen konstant famose Leistung.
    Wer aber die endlosen Leidensjahre aus der Zeit vor Spinner am eigenen Leib erfahren hat und genügend therapiert ist, um ganze Spiele des FC sogar schon wieder live im TV anschauen zu können, dem wird nicht entgangen sein, dass Dinge dieser Art seit 2012 nicht mehr in der BAMS, sondern schön bei Kaffee und Kuchen hinter verschlossenen Türen besprochen werden. Das ist wichtig, denn hier geht es darum Vertrauen zu fördern und jede mögliche „mediale Anspannung“ – oder nennen wir es beim Namen: Eskalation zu vermeiden. Die FC-Verantwortlichen haben sich in dieser Hinsicht erst einmal nichts zuschulden kommen lassen – es wurde ganz im Gegenteil bei der Absage des China-Deals darauf verzichtet, Schuldige direkt zu benennen. Modestes verhalten muss vor diesem Hintergrund scharf kritisiert werden. Auch wenn ich Gefahr laufe, dem ur-katholisch-kölschen Bedürfnis nach DEM MESSIAS à la Daum, Poldi und jetzt Modeste (ach ja und Stafan Kohn – der „Mann für die wichtigen Tore“ :) meinen frommen Glauben zu verweigern. Möge man mich auf einem Scheiterhaufen aus Overath’schen 5-Jahres-Plänen verbrennen…
    Ich möchte in dem Zusammenhang auf den aktuellen kicker-Kommentar von Frank Lußem verweisen, dem ich mich anschliesse.
    „MODESTE“ heisst by the way aus dem französischen übersetzt BESCHEIDEN oder SITTSAM. Chapeau für das Bonmot!

  17. Ziesi
    Ziesi says:

    Für alle: auf kicker.de wurde vorhin ein richtig guter Kommentar zu der Ganzen Causa geschrieben. Bevor nun aus der Emotion heraus entweder die eine oder die andere Seite als Sündenbock benannt wird, der sollte diesen Kommentar von Frank Lußem wirklich mal lesen. Denn was aus meiner Sicht Tony wirklich vorzuwerfen ist, ist die Tatsache, dass er den Rahmen des Anstands, der internen Regelungen, usw. nun einfach verlässt. Er wurde hier 2 Jahre beinahe auf Händen getragen (am Ende ja sogar wirklich), hat Vertrauen genossen, hat Spaß gehabt, usw. Aber nun stellt er sich als wichtiger und größer dar als den Verein. Und das ist niemand. Kein Fan, kein Spieler, kein Verantwortlicher und kein Sponsor ist größer als der 1. FC Köln und dementsprechend sollte man nun auch mal Demut walten lassen und einfach mal die Klappe halten. Die eitlen Zeiten eines Maniches, Novakovics, Finke, Meyer und sonstigen Selbstdarstellern waren vorbei und sollten so schnell auch nicht wieder beginnen.

    • Völker R.
      Völker R. says:

      Danke für den Hinweis. Wirklich ein Volltreffer von Frank Lußem!

      Nur eine Ergänzung zu dem letzten Satz von ihm „Eines ist klar: Vorbei ist das Theater noch nicht“
      Es kann auch sehr, sehr schnell vorbei sein! Wenn man beim Effzeh feststellt, genug Solo-Auftritte gesehen zu haben und eine einzige Schnur durchzuschneiden. Dann fällt der Vorhang rapide herrunter und man kann die Bühne dahinten seelenruhig wieder aufräumen.

  18. joot
    joot says:

    Durchaus vorstellbar, daß sich die Sache so verhält, wie Tony sie darstellt: Schmadtke sah die letzte Chance, mit ihm die dicke Marie zu machen. Die schlechte Laune nach dem Gespräch im GBH kann durchaus daraus resultieren, daß man ihm eine weitere Gehaltserhöhung verweiger-te, angeblich, um die „Kadersymmetrie“ nicht zu kippen. Der Kader ist aber nicht symmetrisch,
    der Rest der Mannschaft, das sind nette Kerle und gute Kicker, aber keine Weltklassespieler wie Tony, der den FC mehr oder weniger alleine nach Europa und an die goldenen Futtertröge
    geschossen hat. Tony ist hier weit unter Wert gelaufen, siehe dieser Widerling in Dortmund, der den Fans schon lange klar gemacht hat, daß er nur auf ein lukratives Angebot wartet, um abzuspringen, oder auch Robert L. aus M., da paßt der „Söldner“- Vorwurf.
    Was „FC-Idol“ Cullmann( daß ich nicht lache, also wenn ich an den FC denke, fällt der mir erst mal lange nicht ein) da abläßt, ist jedenfalls unterste Schublade („hat Köln nie geliebt, ist ein Söldner, Tränen unecht“). Ja, der Neid, „Culli“! Ich würde mich sehr freuen, wenn Tony bleibt.

    • Dude
      Dude says:

      Mal ein paar Fakten zu Culli für die Unwissenden oder einfach nur Spätgeborenen
      Cullmann spielte in seiner aktiven Zeit als Mittelfeldspieler in 341 Spielen von 1970 bis 1984 für den 1. FC Köln in der Fußball-Bundesliga. Dabei erzielte er 29 Treffer in der höchsten bundesdeutschen Spielklasse. Mit Köln wurde er 1978 Deutscher Meister und 1977, 1978 und 1983 DFB-Pokalsieger.

      In der Nationalmannschaft absolvierte er von 1973 bis 1980 40 Länderspiele und schoss 6 Treffer. Cullmann nahm an den Fußballweltmeisterschaften 1974 und 1978 teil und gewann 1974 mit der DFB-Elf den Titel.

      für mich reicht das zum FC-Idol.

    • Klio
      Klio says:

      Das passt für mich nicht richtig: du meinst, es wäre Schmadtkes Initiative gewesen, mit Modeste „die dicke Marie zu machen“, und gehst dann aber davon aus, Modeste wäre derjenige gewesen, der mehr Geld gefordert hätte? Modeste hat einen gültigen Vertrag und wenn er auf Weltstarniveau entlohnt werden will, muss er wechseln. Wenn die Angebote stimmen, legt ihm Schmadtke sicher keine Steine in den Weg. Aber eins stimmt sicher nicht: dass Schmadtke und Wehrle Modeste gegen dessen eigentlichen Willen verkaufen wollten und Modeste nur akzeptierte, weil er dem FC einen Gefallen tun will.

      Deine Abfälligkeiten über den sonstigen Kader („nette Kerle und gute Kicker“) finde ich auch nicht angebracht. Niemand hat „den FC mehr oder weniger alleine nach Europa und an die goldenen Futtertröge“ getragen, auch Modeste nicht. Das Spiel war in der Spitze komplett auf Modeste abgestellt. Er ist wunderbar gefüttert worden von seinen Mitspielern. An keiner seiner anderen Stationen in Frankreich, England und Deutschland hatte dieses Niveau – weil ihm dort nicht diese Möglichkeiten geboten werden. Vielleicht gibt es deshalb für Anthony Modeste auch nicht die Angebote auf dem Markt wie für (sonstige) Weltklassespieler. Die Chinesen wollten für Modeste (wenn es stimmt) 35 Mio. Euro zahlen, aber nur in Raten, für Aubameyang sind 80 Mio. Euro im Gespräch. Lewandowski würde auch ein Vielfaches von 35 Mio. kosten, von Alexis Sanchez ganz zu schweigen. Bislang kam noch von keinem wirklich großen Club eine Anfrage für Modeste. Vielleicht sollte man das alles mal in die richtigen Relationen setzen.

      • OlliW
        OlliW says:

        Danke KLIO, da sehe ich auch so.
        Klar, die 25 Buden sind am Ende das ausschleggebende gewesen. Doch die sind nicht nur durch die Einzelleistung des einzigen Spielers auf Weltniveau entstanden! Die vielen One-Contact-Torschüsse kamen durch Osako, Risse und Co zustande und das ist gewachsen. Ich bezweifle daher ernsthaft, dass Modeste irgendwo sonst diese Qualitäten entfalten kann oder einfach so weiter spielen kann wie er es in Köln unter Stöger tut, in diesem „well running system“. Er ist 29 und blüht erst seit knapp zwei Jahren auf. Vorher, auch in Frankreich etwa, wurde er gar als „Chancentod“ betitelt. Schätze auch, dass der Erfolg als Knipser zu spät für ihn kam, um doch noch Nationalspieler zu werden. Er braucht das Umfeld, das er hier vorfindet. Ob das, was Tony liefert wirklich Weltklasse ist, weiß ich auch nicht so recht. Und der FC brauch ihn auch noch, so gesehen.

        Ich wäre froh, wenn er bliebe und das Theater heute Nachmittag beendet ist! Ein 30 neues 30+ Mio Angebot aus Europa wird nicht kommen. Für weniger wird der FC ihn nicht gehen lassen wollen. Tony will und wollte angeblich bleiben. Also: Ruhe rein bringen, Klarheiten schaffen, sich wenn nötig entschuldigen und dann ggf. eine gemeinsame Abstimmung veröffentlichen.

        Sollte Mo dann weiterhin so klasse aufspielen, dann wird es im Winter oder nächsten Sommer wieder Angebote geben. Es sollte dann klar sein, wie verfahren wird. Nach innen und außen transparent. Denn – da hat mein Vorredner Recht – das medial ausgetretene und dort inszenierte Hickhack wünschen sich geplagte FC Fans ins weite Reich der Vergangenheit zurück!

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