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Kassierte Köln als letzter Klub in China richtig ab?

Anthony Modeste hat am Freitag in China das Trikot seines neuen Arbeitgebers präsentiert. Der teuerste Transfer in der Geschichte des 1. FC Köln ließ sich mit dem weißen Dress von Tianjin Quanjian ablichten. War der 35-Millionen-Deal der letzte große Transfer im Millionen-Wahnsinn in China?

Tianjin/Köln – Der 1. FC Köln könnte der letzte Klub in Europa gewesen sein, der von dem Millionen-Boom in China noch einmal ein richtig großes Stück Kuchen abbekommen hat. Am Freitag schloss der Transfermarkt im Reich der Mitte für diesen Sommer seine Tore, ein ähnlicher Transfer wie der von Modeste aus Köln nach Tianjin kam nicht mehr zustande.

Die meisten Kader-Plätze sind inzwischen belegt

Pierre-Emerick Aubameyang blieb in Dortmund, Kevin Kampl in Leverkusen. Beide Transfers scheiterten an den hohen Hürden in China, die auch den Modeste-Deal beinahe gekippt hätten: die Verbandsspende als Transferstrafe, die Ausländerbeschränkung der Super League, das chinesische Steuer- und Arbeitsrecht, die FIFA-Regularien. Während in Europa Transfers auch mal in wenigen Tagen, mitunter an einem einzigen Tag über die Bühne gebracht werden können, ist dies in China kaum möglich. Beim Effzeh waren neben Jörg Schmadtke und Alexander Wehrle auch diverse Juristen am Transfer beteiligt.

Hinzu kommt, dass inzwischen die meisten Ausländer-Plätze in den Kadern der chinesischen Erstligisten belegt sind. Durch die Beschränkungen des Verbandes müssten also erst wieder ausländische Spieler die Klubs verlassen, ehe neue hinzukommen könnten. Und weil diese Kicker künftig aufgrund der praktischen Verdopplung der Ablösesumme durch die verpflichtende Verbandsspende noch viel teurer würden, scheint der Ablösewahnsinn aus China zumindest vorerst gestoppt. Der Effzeh kann also froh sein, die Modeste-Millionen eingestrichen zu haben. So einen Reibach mit einem Klub aus der Chinese Super League zu machen, dürfte künftig noch schwerer werden.


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14 Kommentare
  1. Quadtmän
    Quadtmän says:

    Das ist ein weiterer Beweis, dass wir den besten Manager der Liga haben. Den Schmadke hat uns der Himmel geschickt und es kann gut sein, dass wir durch sein Geschick mittelfristig CL Niveau erreichen.
    Hut ab !!!
    Ich kann nicht verstehen, dass manche Schlauberger hier immer wieder versuchen ihn schlecht zu reden.
    Schmadke rules !!!

    • Hardy
      Hardy says:

      Küsse ihm die Füße, roll ihm den roten Teppich aus und mähe seinen Rasen @ QUADTMÄHN. Für was wird er den bezahlt? Würde er keine gute Arbeit leisten dann hätten wir einen anderen. Ohne Wehrle ist der doch nur die Hälfte wert.

      • Pitter
        Pitter says:

        Dass der Job offensichtlich nicht ganz so leicht ist, wie du hier impflizierst, zeigt insbesondere das Chaos, das unter den meisten seiner Vorgänger geherrscht hat.
        Es gab durchaus noch Zeiten, in denen ein Transfer an einem simplen Fax gescheitert ist, als der Tainer plötzlich einen neuen Spieler beim Training hatte, von dem noch nie vorher gehört hatte, usw.

        Wo ich dir aber Recht geben muss, ist dass man die aktuell gut Arbeit nicht nur an einer Person festmachen kann. Schmadtke macht sicherlich einen sehr guten Job, aber Wehrle und Stöger ebenfalls. Gerade beim Modeste-Transfer werden die Details überwiegend Wehrle ausgearbeitet worden sein.

        Insgesamt kann man aber festhalten, dass wir mit Schmadtke, Wehrle und Stöger extrem gut aufgestellt sind. Jeder macht einen hervorragenden Job und insbesondere auch die Zusammenarbeit scheint extrem gut zu laufen. So lange die drei beim FC sind, braucht man sich so schnell jedenfalls keine Sorgen mehr machen zu müssen.

    • LOCUTUS
      LOCUTUS says:

      Schmadke ist VIEL MEHR als guter Manager, er hat diesen Mimosen-Klüngel-Club befriedet und endlich wieder in der Bundesliga etabliert. Wie schwierig dieses Unterfangen war, und was das wert ist, scheinen einige hier tatsächlich nicht zu verstehen. Der liebe Gott hat es SEHR gut mit uns gemeint, als er Schmadke einflüsterte, Kölner zu werden.

  2. BÄRBELCHEN
    BÄRBELCHEN says:

    Wer JS als besten Manager der Liga preist, seine Füße küssen oder ihm den roten Teppich ausrollen will, sollte vielleicht zunächst mal seinen Namen richtig buchstabieren. Gilt übrigens auch für die, die ihn kritisieren. Für alle. Ist ja nicht schwer. Man muss nur Buchstabe für Buchstabe von oben hierher übertragen.

    • BÄRBELCHEN
      BÄRBELCHEN says:

      Das hat mit Intellektualität wenig zu tun. Es gibt Foren, wo es völlig Wumpe ist, was man schreibt und wie man es tut. Der Geissblog hebt sich wohltuend ab, eher klein, aber dafür vielleicht auch anspruchsvoller. Und Anspruch kann man doch auch an sich selbst haben!? Dafür ist Schmadtke seit drei Jahren unbestritten zu wichtig. Das erkennen mit wenigen Ausnahmen auch alle an. Was mich massiv irritiert, ist die Tatsache, dass viele Informationen über Absichten, Summen und Vertragsinhalte in der Öffentlichkeit herumschwirren. Transfers, die wie bei LB und JH still abgewickelt wurden, sind mir lieber.

  3. Nick
    Nick says:

    Man mag von den Chinesen halten was man will, aber diese Transfer-„Strafe“ sollte man ähnlich für den Rest der Welt übernehmen…Millionen-Ablöse und der selbe Betrag nochmal an wohltätige Zwecke spenden…das würde dem Ablöse-Wahnsinn auch bei uns etwas entgegen setzen…

  4. Klio
    Klio says:

    Die Auszeichnung zum Manager des Jahres für Jörg Schmadtke ist hochverdient. Dass die positive Entwicklung des FC nur durch die gute Zusammenarbeit aller Verantwortlichen möglich war, ist doch klar. Wehrle sorgt für vernünftige finanzielle Verhältnisse, sodass Schmadtke den nötigen Spielraum für Transfers hat (also auch niemanden verkaufen „muss“). Stöger und sein Team sorgen dafür, dass die Spieler die besten Entwicklungsmöglichkeiten bekommen. Aber die Fähigkeit, gut mit anderen Fachleuten zusammenarbeiten zu können, ist eine nicht zu vernachlässigende Qualität.

    Was bleibt, ist die fabelhafte Entwicklung des FC in den letzten Jahren. Man kann es daran sehen, wie sich der FC spielerisch entwickelt hat und auch an den Ergebnissen der letzten Spielzeiten. Wer will, kann es meinetwegen auch am „Marktwert“ der Mannschaft sehen: ein Marktwert, der sich vervielfacht hat, ohne dass Geld von außen in die Mannschaft geflossen ist.

    Manchmal lohnt ein Blick zurück, um Transfers richtig wertschätzen zu können: Ich habe mir mal einige damalige Diskussionen in Foren wieder angesehen, in denen heftig diskutiert wurde, ob Modeste Ujah gleichwertig ersetzen kann. Den Blick, um zu erkennen, dass das Potential eines Hoffenheimer Ergänzungsspielers so gut zur Mannschaft des FC passt, muss man erst mal haben …

  5. Mike
    Mike says:

    Genau …und nicht zu verwechseln mit dem ehemaligen Pressesprecher Alexander Jacob. Bei dem ich ehrlich gesagt gottfroh bin, dass er weg ist. Sein ständiges Kopfgedrehe und „Ihnen und Euch“ bei den Pressekonferenzen, ging mir von Anfang an auf den Sack.
    Er war vermutlich die einzige Neuverpflichtung von Jörg Schmadtke (er kannte Ihn aus Hannover), die wirklich unnötig war. Aber das wurde nun auch korrigiert.
    Ich weiß, dieser Beitrag ist völlig unsachlich und gehört eigentlich nicht hier hin. Aber das wollte ich einfach noch loswerden …

  6. Quadtmän
    Quadtmän says:

    Meine Lobhudelei auf Jörg Schmadtke (Danke Bärbelchen und halt ansonsten den Ball flach) sollte die Leistung der anderen Beteiligten in keinster Weise schmälern. Aber ich mache an seiner Person sehr viel fest.
    Das war auch schon bei H 96 so, wo er Bombentransfers für kleines Geld gelandet hat. Da waren Stöger und nicht mit im Boot.
    Entspannt Euch :-)

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