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Köln verhängt Stadionverbote – fünf Vorfälle im Fokus


Der 1. FC Köln hat in den vergangenen Wochen die abgelaufene Saison 2016/17 aufgearbeitet und auch die Geschehnisse in der Fan-Szene analysiert. Als direkte Folge sprach der Klub nun 64 Stadionverbote gegen Kölner Anhänger aus. Weitere könnten folgen.

Köln – Fünf Vorfälle standen in den letzten Monaten besonders im Fokus. Vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt hatte die Polizei circa 60 Personen mit FC-Bezug in Gewahrsam genommen. Nach dem Spiel der U21 gegen Rot-Weiß Essen hatte es insgesamt 173 Personal-Feststellungen gegeben. Zudem hatte es beim Heimspiel gegen Hoffenheim die bekannten Beleidigungen in Richtung Dietmar Hopp gegeben.

Polizei schlug über 300 Personen für Stadionverbote vor

Drei Vorfälle, die nun in einem längeren Verfahren zu 64 Stadionverboten führten. Das gab der Effzeh bekannt. Insgesamt, so erklärte Thomas Schönig, Leiter der AG Fankultur, hätte die Polizei sogar über 300 Vorschläge für Stadionverbote gemacht. Entsprechend habe der Klub über 200 Anhänger von der Stadionverbots-Kommission vorladen lassen und in persönlichen Gesprächen angehört. Jeder Betroffene habe die Möglichkeit gehabt, seine Lage zu erklären. Entsprechend konnten viele Fans darlegen, an den Vorgängen nicht beteiligt gewesen zu sein. Dennoch resultierten aus den Anhörungen ingesamt 64 Stadionverbote – der größte Ausschluss von Fans in den letzten Jahren.

Die Stadionverbote gelten in der Regel für ein Jahr, teilweise können sie bis zu drei Jahren betragen, nur die wenigsten wurden auf Bewährung ausgesetzt. Es könnten aber noch weitere hinzukommen. Zwei Vorfälle werden noch vom DFB und der Polizei untersucht, die abseits der Fußballspiele stattfanden. In Stommeln und Weeze hatte es Ausschreitungen gegeben, in die insgesamt 123 Personen verwickelt gewesen waren, die potentiell der Szene des 1. FC Köln zugewiesen werden konnten. Aus diesen Vorfällen könnten sich weitere Stadionverbote ergeben, wie der FC erklärte. Allerdings würde sich dann um bundesweite Stadionverbote handeln, die vom DFB ausgesprochen werden würden.

Ingesamt 89.000 Euro Strafe für den Effzeh

Der 1. FC Köln war in der vergangenen Woche zu 35.000 Euro Geldstrafe plus 10.000 Euro Geldauflage für die Vorfälle gegen Hoffenheim, in Leverkusen und gegen Mainz bestraft worden. Zuvor hatte der Effzeh bereits in einem anderen Urteil 34.000 Euro für Vorfälle in vier weiteren Spielen blechen müssen. Ermittlungen hatte es zudem in vier anderen Vorfällen gegeben, die dann aber ohne Folgen blieben beziehungsweise eingestellt wurden, weil der FC das Urteil über 34.000 Euro akzeptiert hatte.

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