FC-Schreck Bobadilla: Kann Köln ihn erstmals besiegen?

Kurz vor dem Saisonstart hat Borussia Mönchengladbach noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und einen alten Bekannten verpflichtet. Drei Tage vor dem Derby zwischen dem 1. FC Köln und der Borussia wechselt Raúl Bobadilla vom FC Augsburg an den Niederrhein. Eine Tatsache, die den Effzeh mit Blick auf den Saisonstart wenig erfreut. 

Mönchengladbach/Köln – Beim Namen Raúl Bobadilla läuft es den meisten Effzeh-Fans kalt den Rücken herunter. Zu viele schlechte Erinnerungen weckt der bullige Mittelstürmer. Schließlich konnten die Kölner, wenn der alte und neue Gladbacher gegen den Effzeh auf dem Platz stand, noch keine einzige Partie gewinnen. Vier Mal trennte sich Bobadilla mit seiner Mannschaft mit einem Remis von den Geißböcken, vier Mal ging er als Sieger vom Platz.

Bobadilla sorgt für Gefahr im Kölner Strafraum 

Der gebürtige Argentinier wechselte 2009 von Grasshoppers Zürich zur Borussia. Zum Effzeh-Schreck mutierte er allerdings erst eine Saison später, als er bei Kölns 0:4-Niederlage im RheinEnergieStadion mit zwei Toren und einer Vorlage zum Matchwinner avancierte. Insgesamt erzielte der heutige Nationalspieler Paraguays in der Bundesliga 29 Treffer. Seine erfolgreichste Saison hatte der Stürmer allerdings mit zehn Toren im Trikot des FC Augsburg in der Spielzeit 2014/15.  Nach kurzen Zwischenspielen in Bern und Basel wechselte der Stürmer 2013 zu den Fuggerstädtern, wo er dem Effzeh 2015 mit einem direkt verwandelten Freistoß die nächste Niederlage zufügte (Endstand 0:1).

Fünf Jahre nach seinem Weggang ist Raúl Bobadilla nun also für rund 2,5 Millionen Euro zurück bei der Borussia. Und das ausgerechnet vor dem Derby gegen einen seiner Lieblingsgegner. Was dieses Duell für die jeweiligen Fanlager bedeutet, ist ihm aus der Vergangenheit mehr als bewusst. Für Mönchengladbach könnte sich der kampfstarke Bobadilla als echter Gewinn herausstellen, fehlte dem Angriff bislang doch ein bulliger Stoßstürmer, der den direkten Weg zum Tor sucht. Bobadilla könnte gegen den Effzeh bereits zu einer Alternative werden. Gladbachs Trainer Dieter Hecking hatte kürzlich verlauten lassen: „Bei Raúl Bobadilla sah es heute im Training so aus, dass er voll im Saft ist. Er ist startklar und könnte beginnen.“ Allerdings wird sich der Stürmer wohl zunächst hinter Lars Stindl, Raffael und Thorgan Hazard anstellen müssen.

Stöger schätzt Bobadillas Qualitäten 

Auch für Peter Stöger gewinnt Borussia Mönchengladbach durch den Transfer noch einmal an Qualität dazu. „Er ist ein Spieler, der Gladbach noch einmal andere Möglichkeiten gibt. Er ist ein robuster Spieler. Das war ein guter Transfer für die Borussia.“ Auch für das anstehende Derby am Sonntag hat der Österreicher den Stürmer im Blick: „Ich weiß natürlich nicht, ob er gleich von Beginn an zum Einsatz kommt. Aber in unserer Überlegung müssen wir ihn natürlich trotzdem haben.“

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