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Stimmen: "Vielleicht waren wir auch etwas überrascht"

Der 1. FC Köln hat das Auftaktspiel in die neue Saison verloren. Im Rhein-Derby gegen Borussia Mönchengladbach setzte es eine verdiente o:1-Niederlage. Die Kölner wehrten sich zwar nach Kräften, doch zwingende Aktionen konnte sich der Effzeh nur selten erspielen. Die Gladbacher hingegen stellten die Mannschaft von Trainer Peter Stöger vor allem durch ihr Flügelspiel vor Probleme. Die Stimmen zum Spiel.

Dominique Heintz: „Es ist natürlich bitter hier 0:1 zu verlieren. Eine Derby-Niederlage ist schmerzhaft. Ich verliere nicht gerne, aber wer tut das schon? Ich glaube, in der ersten Halbzeit hatte Gladbach sehr gute Torchancen, aber trotzdem haben wir es gut gemacht. Mit ein bisschen Glück in der zweiten Halbzeit hätten wir auch noch ein Tor gemacht und einen Punkt geholt. Wir haben ein ordentliches Spiel gezeigt. Dass nicht alles perfekt war, wissen wir auch. Am Freitag versuchen wir dann zu Hause zu gewinnen. Mit unseren Fans und im eigenen Stadion ist das natürlich eine ganz andere Aufgabe für uns.“

„Gegen Lukas Klünter und Marcel Risse auf der Seite hat Gladbach es sehr gut gemacht. Links mit Kocka Rausch und Leo Bittencourt standen wir etwas stabiler und hatten die Seite im Griff. Aber es ist klar, das Marcel in seinem ersten Bundesliga-Spiel nach der Verletzung noch nicht bei 100 Prozent ist. Ich finde trotzdem, dass er es ordentlich gemacht hat. Es war wichtig für ihn, dass er gespielt hat. Gladbach hat vorne enorme Qualität, das wissen wir alle. Und dass man im Fußball nicht alle Flanken verhindern kann, ist auch klar. Der Ball von Traore zwischen uns und Timo Horn war perfekt gespielt. Den kannst du nicht verteidigen, da kannst du noch so gut stehen.“

In der ersten Halbzeit hatten wir schon eine Menge Glück

Timo Horn: „Es gibt nichts Schlechteres als mit einer Derby-Niederlage in die Saison zu starten. Andererseits ist es auch nur ein Spiel um drei Punkte. In den nächsten Wochen haben wir noch einiges zu tun. In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Torchancen zugelassen. Vielleicht waren wir etwas überrascht, obwohl wir es vor dem Spiel angesprochen haben, dass Gladbach über außen sehr stark ist. Das haben sie gezeigt. In der ersten Halbzeit hatten wir eine Menge Glück. Ab der 60. Minute haben wir dann die Initiative ergriffen, Gladbach wurde auch etwas müde. Aber im Endeffekt war es nicht zwingend genug nach vorne. Daran müssen wir in den nächsten Wochen arbeiten. Dann kommen auch die Siege zurück. Es wird nicht leichter, gerade, wenn man sich in der Liga einen gewissen Status als Europa-League-Teilnehmer erarbeitet hat. Die Mannschaften gehen mit mehr Respekt, konzentrierter und teilweise auch deutlich defensiver zu Werke. Aber auch, wenn wir hier verloren haben, sind wir nicht untergegangen. Daher wird uns jetzt nicht angst und bange. Auswärts in Gladbach muss alles passen, das war heute nicht der Fall.“

„Für einen Torwart ist es immer schöner, wenn man sich nicht auszeichnen muss. In der ersten Halbzeit war ich natürlich hier und da gefordert, aber ich denke, das waren alles Bälle, die von meinem Anspruch auch haltbar waren. Man kann aber nicht alles verteidigen, und wenn man auswärts kein Tor schießt, ist es immer schwer, was mitzunehmen.“

„Anthony Modeste ist Vergangenheit, er ist jetzt in China. Wir beschäftigen uns mit unserer Mannschaft. Jhon Cordoba hat ein sehr gutes Spiel gemacht, er hat sich in alles reingeworfen und sich Chancen erarbeitet. Im Abschluss war er dann leider etwas unglücklich. Aber mit ihm haben wir einen sehr guten Stürmer dazubekommen.“

Weiterlesen: Das sagten Jannis Horn und Peter Stöger zur Derby-Niederlage

22 Kommentare
  1. Hakan
    Hakan says:

    War nicht schön anzusehen gestern Abend. Eher besorgniserregend das Ganze. Stöger hat sich sowohl in der Taktik als auch in der Aufstellung vergriffen. Insgesamt eine klare Fehlentscheidung des Trainers. Geht auf seine Kappe.

    Man hat direkt gesehen wo der Schuh drückt: nämlich im Mittelfeld – fehlende Kreativität, unsichere Ballbehandlung und zu wenig Genauigkeit. Daraus resultierend zu viele Ballverluste, Hin- und Hergeschiebe und Ideenlosigkeit. Wenn das so weitergehen sollte, dann spielen wir in dieser Saison gegen den Abstieg. Kein Wunder das die Stürmer im Großen und Ganzen kein vernünftiger Ball vorne erreicht.

    Kocka Rausch fand ich mehr als theatralisch – eher ein Zeichen von Resignation. Das komplette Mittelfeld muß überdacht werden. Özcan und Nartey müssten eingebaut werden. Hector entweder wieder als Verteidiger oder als defensive Zentrale (wie ein Libero) im hinteren Mittelfeld. Lehmann und Hector ist zu viel des Guten.

    Man sollte eine Doppelspitze vorne aufstellen – hier eine Idee (offensive Variante):

    Horn – Olkowski – Mere – Sörensen – Hector – Nartey – Höger – Özcan – Jojic – Guirassy – Cordoba

    Spielte man mit einer Vierkette hinten, so denke man sich den guten Jannes Horn dazu und einen aus dem Mittelfeld weg.

    • Daniel
      Daniel says:

      Stimme Dir vollkommen zu, dass Hector und Lehmann in der Mittelfeldzentrale auch nicht meine Wunschpaarung ist, allerdings ist Dein Aufstellungsvorschlag hoffentlich ein Witz, man kann nicht mit vier zentralen Mittelfeldspielern und 2 bulligen Mittelstürmern spielen, dabei wird nämlich garantiert auch nichts rum kommen.

  2. nico
    nico says:

    Naja die rechte seite war gerade in der ersten Halbzeit ziemlich offen, da fehlte die Unterstützung für Klünter von Risse und Lehmann. Insgesamt haben mir Hector und Lehmann überhaupt nicht gefallen. Den Horn fand ich eigentlich noch ganz gut, wäre die flanke nicht abgefälscht hätte der den auch gehabt.. Zudem haben wir vorne einfach auch die Tore nicht gemacht und das wird uns wahrscheinlich auch noch die ganze Saison begleiten. Den Schuh kann sich dann der Schmadke anziehen …

    • Ottla
      Ottla says:

      naja, also „einfach die tore nicht gemacht“ ist doch unsinn! die beiden male, bei denen sich cordoba über die außen (ein mal links, ein mal rechts) durchtankt, macht er das über einen langen weg trotz verteidiger am körper super stark und bringt dann noch den ball gefährlich auf den kasten – es wäre was anderes, wenn er gemütlich am 5er gestanden und einen querpass nicht im netz untergebracht hätte… bei seiner dritten starken szene wäre der ball wahrscheinlich drin gewesen, wenn der elvedi nicht aus dem nichts noch reingegrätscht wäre. also bitte hier mal nen punkt machen! es war nicht so, dass der FC bzw. cordoba eine 100%ige chance leichtfertig vergeigt hätte – das waren immer gut erarbeitete situationen, bei denen das nötige quäntchen glück gefehlt hat. also gerade cordoba hat mir ausgesprochen gut gefallen. wenn es ein manko gibt, dann sind es die außenpositionen – hier müsste m.M nach von dem geld, das ja auch noch reichlich da ist, eine alternative geholt werden. zoller und bittencourt links sowie risse und clemens rechts reichen nicht! – besonders wenn man bedenkt, dass die schnellen jungen def. außen klünter und horn def. unterstützung brauchen, – das sehe ich besonders beim bittencourt nicht. da muss noch ein ganz starker transfer kommen – idealerweise jemand, der beidfüssig ist, und auf beiden flügeln einsetzbar wäre!

  3. Achmec
    Achmec says:

    Herr Stöger sie erkennen selbst das die Gladbacher über außen sehr stark ins Spiel kamen. Warum haben sie dann nicht schon nach 10 Minuten versucht dieses zu ändern? Warum laufen unsere Aussenverteidiger beim Angriff des Gegners durch die Mitte auch immer zur Mitte anstatt bei den Außen zu bleiben? Wenn ein Spieler ( Risse ) noch nicht bei 90-100% ist warum steht er in der Startef ? Man hätte ihn ja später bringen können. Haben sie gedacht er macht noch einmal so ein Tor wie im Hinspiel? Das Mittelfeld hat null Ideen weil auch ein Hector planlos von einer Seite auf die andere wechselt. Sein Spiel hat kein Hand und kein Fuß. Man(n) kann aus einem Pferd auch keinen Elefanten machen. Unsere Außenspieler bekommen keine Bälle aus dem Mittelfeld in die Schnittstelle gespielt. Hier müssen junge Spieler mit Ideen mal ran und nicht mutlose Alibi Fußballer wie Hector.

  4. Hakan
    Hakan says:

    Hier noch ein Appell an Herrn Stöger – frei nach Willy Brandt: Mehr Demokratie wagen!!

    Geben Sie den jungen Spielern die Möglichkeiten, sich in der Buli zu beweisen anstatt diese in die U21 zu verbannen, so wie Sie es bisher immer getan haben. Den Klünter haben Sie auch zum Ende der vergangenen Rückrunde erst um fünf vor zwölf lediglich notgedrungen in die erste Garnitur beordert, als Sie sich zum Handeln gezwungen sahen. Und das auch wohlgemerkt auf maßgeblichen Druck der Öffentlichkeit!

    Lassen Sie Özcan und Nartey fest im Mittelfeld ran! Als kreative und offensive Alternativen. Ein Hector und Lehmann zusammen funktionieren nicht im Mittelfeld. Jeweils nur einer von beiden, oder aber Hector als erfahrener Linksverteidiger mit Blick hinten.

    Sollten Sie jedoch die gleichen Fehler wie zu Beginn der letzten Rückrunde machen und an Ihrer Unsicherheit und Verbohrtheit festhalten, dann verlieren wir das erste Heimspiel womöglich noch und scheiden zudem noch gegen Hertha aus dem Pokal! Das sehe ich irgendwie kommen….

    • Michael Grober
      Michael Grober says:

      Hakan und Achmec …man könnte meinen die Kommentare stammen aus ein und dergleichen Feder …aber ist nur so ein Eindruck ;-)
      Zum Thema junge Spieler einbauen: Du selbst sagst, ein Klünter hätte letzte Saison schon viel früher eingesetzt werden sollen – und nun lässt Du diesen bei Deiner Aufstellung weg und ersetzt Ihn durch Olkowski. Viel Widersprüchlicher gehts ja kaum!
      Außerdem hat Stöger diesen damals doch nicht aufgrund Druck der Öffentlichkeit gebracht – das war ne absolute Überraschung und ein sehr gelungener Schachzug von Herrn Stöger.
      Im Mittelfeld würde ich den jungen Nartey auch gerne sehen – aber ich bezweifle, dass es mit Özcan und Nartey gemeinsam funktioniert – da fehlt dann schon etwas Routine.
      Und Bittencourt ist ne absolute Granate wenn er fit ist – er ist enorm giftig in den Zweikämpfen, unterstützt von dem her auch sehr gut in der Defensive …und nach vorne ist er eigentlich der quirligste und sehr stark beim 1 gegen 1. Auch Risse wird wieder ne feste Institution – wenn er durch die Spielpraxis wieder zu seiner Normalform findet. Seine Schnelligkeit, Flanken und Abschlussstärke werden wir unbedingt brauchen.

      • Ulrike
        Ulrike says:

        Danke Michael!

        Meine Fresse … Wenn die Jungs auf dem Spielfeld nur halb so labil wären, wie die zwei Hasen hier, dann hätten sie sich bis heute in der 2. BL einmal pro Woche in die Hose gemacht.

        Bleibt doch mal ruhig, ja? Es ist, außer einem verlorenen 3-Punkte-Spiel nix passiert.
        Auf den Knopfdruck funktionieren nur Teams bei Computerspielen und junge Spieler einbauen dazu direkt in einem Derby kann man auch nur via App. Danke!

          • Thomas K.
            Thomas K. says:

            Och Hakan, reichlich dünnhäutig? Sich nur noch mit Beleidigung helfen zu können, das ist reichlich unsouverän. Und deine Bemerkung mit dem „vom Tuuten“ und „was anderem“: Behalt deine privaten Phantasien doch einfach für dich.

  5. Hannes I
    Hannes I says:

    schade das der Bundesligabeginn 2017/2018 mit einer Niederlage begann.
    Das war erst der Anfang, abwarten wenn die Belastungen Pokal..Bundesliga..
    Europaliga beginnen. Die Mannschaft wird es in diesem Jahr sehr schwer haben. Ein Tabellenplatz wie 2016/2017 wird nicht mehr zu wiederholen sein, mir fehlt immer noch ein Aufbäumen. Wie in Gladbach sich so vorführen zu lassen ohne dagegen zu halten kann man kein Spiel gewinnen.

  6. Ruhigbleiber
    Ruhigbleiber says:

    Unfassbar was hier für Kommentare von sich gegeben werden… Ein bisschen mehr Realismus stünde manchem hier gut zu Gesicht.

    Gestern konnte man sehen, dass die Gladbacher seit einem längeren Zeitraum (hintereinander) in der Bundesliga spielen als wir (gepaart mit sehr viel Erfolg – auch international). Ein gutes Beispiel dafür wohin langfristige Planung hinführen kann. Sprichwort (Kontinuität). Langfristig ausgelegte Konzepte kalkulieren Rückschläge mit ein.
    Niemand hat behauptet, dass es für den Effzeh immer weiter aufwärts gehen wird. Dieses Jahr ist vieles Neu und eine Saison ohne Abstiegsängste sollte als Erfolg verbucht werden.
    Anscheinend haben wir im Sommer viele Erfolgsfans hinzugewonnen…

    Offene Fragen die sich hier aus manchen Beiträgen ergeben:
    – Was hat ein Fussballtrainer mit einem Politiker zu tun?
    – Wären wir ohne PS letztes Jahr in CL gekommen?
    – Was ist verschieben in der Viererkette? Sollten wir nicht lieber Manndeckung spielen?
    – Wo waren gestern eigentlich Raffael und Stindl (bis auf seine schwachen Abschlüsse)?
    – Sind die Fans zufriedener, wenn ich mit Nartey und Özcan spiele und ne Klatsche kriege?
    – Was ist an einer Gehirnerschütterung theatralisch?

    In diesem Sinne, immer schön ruhig bleiben

    • Nick
      Nick says:

      Stadion, Eurosport, HD-Plus, Eckkneipe oder Stream im Netz…weiss aber nicht ob es einen Stream geben wird, aber den gibts von Sky meistens ja auch irgendwo, also bestimmt auch bei Eurosport…und soweit ich weiß, ist gucken ja legal, nur nicht weiter verbreiten. Muss aber jeder für sich selbst entscheiden. Ich guck im Stadion.

  7. Pfalzbock
    Pfalzbock says:

    Auf Eurosport… verdammt!

    Warum kann man hier mal nicht die Leistung beider Mannschaften mal anerkennen?!
    Was ich hier teilweise lese, ist so unnötig wie die Eier vom Papst!

    1. Gladbach hat einfach ein verdammt gutes Spiel gemacht und haben sich den Sieg herausgespielt. Wer weiß wo sie diese Saison landen. Jedenfalls weit oben!

    2. Es war ein Auswärtsspiel, gegen einen sehr guten Gegner, das mit nur 1:0 verloren ging!

    3. Beide Mannschaften haben, mit jeweils über 120km, eine verdammt hohe Laufleistung gezeigt. Schon daran sieht man, dass der FC die Gladbacher zum Laufen gebracht hat. Also kann es nicht so schlecht gewesen sein.

    4. Warum Rausch immer wieder spielt ist mir auch ein Rätsel. Im FC-Radio schon gegen Lehe „Rausch…geblockt, Rausch…Flanke…geblockt, Rausch…Flanke…zu ungenau;“

    5. Sörensen und Heinz haben wieder einen Bombenjob gemacht!

    6. Unsere Offensive war einfach mit der weit aufgerückten Gladbachmannschaft beschäftigt. Da geht eben nicht mehr nach vorne!

    Ich habe mich gefreut, dass Risse und Guirassy, nach langer Zeit, wieder gespielt haben.
    Die Gegner unserer Kragenweite kommen erst noch.
    HSV und Augsburg sind unsere Gratmesser und nicht Gladbach und Schalke.

    Jungs, realistisch bleiben!

    Grüße aus der Pfalz

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