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Wehrle: "Modeste-Zahlung wurde schon komplett geleistet"

Alexander Wehrle gilt als Mann der Zahlen beim 1. FC Köln. Der 42-Jährige hat den Effzeh saniert und mit Geschäftsführer-Kollege Jörg Schmadtke den teuersten Transfer in der Vereinsgeschichte abgewickelt. Er sagt: „Komplizierter kann es nicht mehr werden.“

Köln/Kitzbühel – Der GEISSBLOG.KOELN traf den Finanzexperten vor seiner Abreise aus dem Trainingslager in Kitzbühel zum Interview. Im ersten Teil des Gesprächs spricht Wehrle über die Sponsoren-Verhandlungen, den Ausblick auf die Geschäftszahlen und über den komplexen Verkauf von Anthony Modeste. Teil zwei des Interviews erscheint am Sonntag.

GBK: Herr Wehrle, seit kurzem ist bekannt, dass Uhlsport Erima ab der Saison 2018/19 als Ausrüster ablösen wird. Was hat den Ausschlag für Uhlsport gegeben?
ALEXANDER WEHRLE: 
Zunächst einmal: Die Verträge sind noch nicht unterschrieben. Aber bei der Wahl des Ausrüsters gibt es immer vier Kriterien: Zum einen muss die Qualität stimmen. Dann muss eine gewisse individuelle Gestaltbarkeit möglich sein. Zudem ist es wichtig, dass die Logistik und die Lieferkette stimmen, damit die Produkte immer pünktlich geliefert werden können. Und das vierte Kriterium ist ein vernünftiger Preis.

Ich finde Uhlsport auch eine moderne Marke

Viele Fans waren überrascht, vielleicht auch etwas enttäuscht, dass es keine größere, moderne Marke geworden ist.
Ich finde Uhlsport auch eine moderne Marke, die sich nicht nur im Torhüter-Bereich, sondern auch im Teamsport-Segment deutlich entwickelt und sich ein internationales Netzwerk aufgebaut hat. Wir haben uns auch mit anderen Ausrüstern zusammengesetzt, aber am Ende muss das Gesamtpaket stimmen.

Das gilt auch für andere Vertragspartner. Mit der REWE soll sich der FC in den Verhandlungen auf der Zielgerade befinden.
Es ist immer die Frage, wie man Zielgerade definiert. Es ist ja kein Geheimnis, dass wir mit der Partnerschaft sehr zufrieden sind. Wir haben gemeinsam Höhen und Tiefen durchlebt. Jeder hat seine Vorstellungen, die am Ende des Tages zueinander passen müssen. Wir sind in sehr guten Gesprächen.

Stadionname? Es gibt andere Interessenten

Gilt das auch für die RheinEnergie und damit für den Stadionnamen?
Auch hier sind wir in guten Gesprächen, die RheinEnergie ist unser erster Ansprechpartner. Aber man muss ganz klar sagen, dass unsere Vorstellungen hier noch deutlich auseinanderliegen.

Sprechen Sie auch mit anderen Unternehmen?
Es gibt hier in der Tat andere Interessenten, die sich eine Zusammenarbeit vorstellen könnten.

Was eine Umbenennung des Stadions zur Folge hätte.
Wenn es so kommen sollte, wäre das korrekt.

Weiterlesen: „Egal, was in Zukunft noch kommt, komplizierter kann es nicht mehr werden“

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