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FC bleibt nach schlechtestem Start seit 14 Jahren ruhig

Der 1. FC Köln ist Tabellenletzter der Bundesliga. Niemand in der Domstadt hat vor, sich an dieses Gefühl zu gewöhnen. Dass die Situation nach drei Niederlagen zum Saisonauftakt aber gefährlich ist, bestreitet selbst Kapitän Matthias Lehmann nicht. Die Verantwortlichen bleiben ruhig, die Wende muss dennoch her.

Köln – Im Jahr 2009 startete der 1. FC Köln mit einem Punkt aus fünf Spielen in die Saison, holte diesen aber am 3. Spieltag. Die drei Pleiten gegen Gladbach, Hamburg und Augsburg in Folge zum Auftakt bedeuten daher den schlechtesten Saisonstart der Geissböcke seit 14 Jahren.

Wir dürfen das nicht unterschätzen

In einer gänzlich desaströse Spielzeit 2003/04 verlor der Effzeh die ersten drei Spiele (davon den Auftakt in Mönchengladbach mit 0:1), gewann am 4. Spieltag gegen Borussia Dortmund, um anschließend erneut dreimal zu verlieren und schließlich sang- und klanglos mit gerade einmal 23 Punkten aus 34 Spielen als abgeschlagener Tabellenletzter abzusteigen.

Matthias Lehmann und Jonas Hector wissen: Individuelle Fehler haben die Punkte in Augsburg gekostet. (Foto: imago/Eibner)

Einen Sieg gegen den BVB am 4. Spieltag würde der Effzeh am kommenden Sonntag sicher gerne mitnehmen. Dann aber mit dem Ziel, den Fehlstart zu korrigieren und in sichere Gefilde der Bundesliga vorzudringen. Niemand am Geißbockheim hat Lust auf einen Herbst – oder gar eine ganze Saison – im Tabellenkeller. „Die Situation ist gefährlich“, machte Kapitän Matthias Lehmann keinen Hehl aus dem missratenen Kölner Auftakt. „Wir dürfen das nicht unterschätzen. Jetzt wird sich zeigen, wie wir das als Mannschaft durchstehen.“

Jetzt zeigt sich, wie gut unser Teamgeist ist

Der Hinweis auf die mannschaftliche Geschlossenheit, auf den Zusammenhalt der Spieler, die große Stärke des Effzeh in den vergangenen Jahren, kam auch noch von anderer Seite. „Wir müssen jetzt zusammenstehen, jetzt zeigt sich, wie gut unser Teamgeist ist“, sagte auch Dominique Heintz, nicht wissend, dass sein Kapitän sich ebenso geäußert hatte. „Jetzt hat es uns am Anfang mal erwischt, was uns in den letzten Jahren nicht passiert ist. Uns ist die Situation bewusst, wir brauchen einfach ein Erfolgserlebnis.“

Weiterlesen: „Situation wäre gefährlich, wenn Spielanlage katastrophal wäre“

8 Kommentare
  1. SchweizerSchoggi says:

    Tendenziell sollten uns Arsenal und auch Dortmund vom Spielverlauf her besser „liegen“, auch wenn ich aktuell nicht dran glaube, dass wir in den beiden Partien wirklich zählbares mitnehmen werden. Aber wenn es je knappe Spiele werden WÜRDEN, dann könnte das auch eine Art von Aufbauhilfe sein.
    Wichtig wäre es auch meiner Sicht, sich wieder auf alte Stärken zu besinnen. Defensiv stark und kompakt stehen, dann über schnelle Konter zum Erfolg kommen. Warum sonst brauchen wir schnelle Aussenspieler, einen pfeilschnellen Mittelstürmer? Warum sollten wir auf einmal das Spiel machen wollen? Weil wir jetzt EL-Teilnehmer sind? Wir KÖNNEN das gar nicht, das Spiel machen, konnten wir die letzten Jahre schon nicht. Und da der Großteil der Mannschaft zusammengeblieben ist: warum sollte sie das JETZT können?

  2. Ottla says:

    natürlich muss das umfeld ruhig bleiben – alles andere wäre ja wahnsinn nach gerade mal 3 spieltagen. ich tippe mal darauf, dass hector erstmal hinten links bleibt, da er über außen auch nach vorne was kann und dort ja bittencourt derzeit seiner form hinterher läuft (es stellt sich jetzt über die jahre schon heraus, dass bittencourt ein bisschen ein sonntagsfussballer ist…) – alternativ könnten dann für bittencourt eher rausch oder handwerker vor hector kommen, als ein zoller, der auf den außen einfach ein totalausfall ist, so könnte man aus einer kombination von zwei nominellen LVs mit offensiven qualitäten, die sich eben auch mal abwechseln, die mangelnden offensiven alternativen über die außen auffangen; kurz: da ist ein hector jetzt wichtiger als auf der 6 – genauso rechts; hier wird wohl eher mal ein sörensen den RV machen und ein klünter oder olkowski den offensiven part davor, wenn ein risse verletzt oder außer form ist (wie derzeit). was mich aber auch wundert: wenn ein risse verletzt ist und ein bittencourt nicht gut drauf, hinten aber wiederum mit meré ein neuer guter mann für die IV da ist: warum spielen die dann nicht mal die 3-er-kette, die doch beim FC jetzt sooft aufgeführt worden ist?! wie auch immer… in der mitte wird alles von der richtigen kombi der 6er abhängen. ich würde gerne mal einen jungen und unbefangenen nartey oder özcan neben lehmann (oder höger) sehen… die IV dürfte jetzt nach augsburg erstmal aus meré / heintz bestehen. ja, und dann verstehe ich mehr und mehr, warum mich ein befreundeter mainz-fan jedesmal, wenn er mich sieht, erstmal fünf minuten lang auslacht (ungefähr so ungläubig-erfreut, als hätten wir vor jahr und tag für einen francis kioyo 8 mio bekommen)… denn die glücklosigkeit von cordoba ist natürlich im FC-dress nach 3 spielen noch immer nicht wirklich zu bewerten – wenn man sie aber mit der glücklosigkeit seiner mainzer zeit zusammen sieht, dann muss man schon feststellen, dass es da eine „tendenz“ gibt… dass wir den uth nicht loseisen konnten, ist vor diesem hintergrund umso bitterer… wir können nur hoffen, dass nach einem erfolgserlebnis der berühmte knoten platzt; evtl. ja auch bei guirassy, der mir besser gefällt als cordoba. was man eben auch nicht vergessen darf: entgegen der aussagen von zuletzt auch bittencourt war es NICHT (!) so, dass „der tony von der mannschaft profitiert hat“ – natürlich hat er das auch, ABER: wir allen erinnern uns, dass modeste verdammt viel tore, eigentlich die meisten, nicht erzielt hat, weil er nur noch den fuß hinhalten musste – die meisten seiner tore waren exzeptionelle dinger, irre schüsse, kopfbälle usw., einfach tore der extraklasse, die nicht (!) heraus kombiniert waren – und vor diesem hintergrund finde ich es nachwievor fahrlässig, dass die mannschaft nicht in der breite kreativer gemacht worden ist. das ist so. da kann der schmadtke im TV erzählen, was er will. da können wir nur alle beten, dass das diese saison glimpflich ausgeht…

  3. Uwe says:

    Traurig ist das der FC fast 40 Millionen ausgegeben hat und deutlich schlechter besetzt ist als letztes Jahr. Diese Saison wirft den FC daher um Jahre zurück obwohl die Chancen ihn nach vorne zu bringen durch die europleage und den modestetransfer so hoch waren wie sie es vermutlich in den nächsten 20 Jahren nicht wieder sein werden.

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