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Wie der HSV: Damit am Ende nicht zu viel fehlt


Jetzt muss der 1. FC Köln schon darauf hoffen, zu einem zweiten Hamburger SV zu werden. Peter Stöger und die Geissböcke haben mit zwei Punkten nach zehn Spielen statistisch kaum mehr Chancen auf den Klassenerhalt. Doch die Tabelle sagt etwas anderes.

Köln – Dieser Spieltag tat dem 1. FC Köln gleich doppelt und dreifach weh. Die erste Führung der Saison verspielt. Die Derby-Niederlage. Die Maroh-Verletzung. Aber nicht nur. Klubs wie Augsburg, Stuttgart, Hertha und Hannover machten es dem FC einmal mehr vor, holten Siege, befreiten sich weiter von unten, machten die Lücke größer.

Dass es uns so heftig erwischen würde, hatten wir nicht erwartet

Für den 1. FC Köln zählen diese Klubs nun wohl nicht mehr. Augsburg, Hertha und Stuttgart taten den Geissböcken sogar einen Gefallen. Sie besiegten Bremen, Hamburg und Freiburg, die damit weiter drei, fünf und sechs Punkte vom FC entfernt liegen. Also noch in greifbarer Nähe. Klar ist längst: Für den Effzeh zählt in dieser Saison nur noch die Distanz zu Rang 15, und der ist unverändert sechs Punkte entfernt. Der Relegationsplatz mit dem HSV liegt fünf Punkte weg.

„Bei zwei Punkten auf dem Konto bin ich weit davon entfernt, Ausreden zu finden“, sagte Stöger nach dem 1:2 in Leverkusen. „Dass es uns so heftig erwischen würde, hatten wir nicht erwartet. Aber dass wir unten drinnen hängen könnten, war auch klar.“ Doch was ist dieses Bewusstsein wert, dass es den FC hätte erwischen können? In der Theorie war es den Geissböcken bewusst. Nun ist es in der Praxis so gekommen, und der Vorschlaghammer rauscht Spieltag für Spieltag auf den Klub und seine Profis nieder.

Bremen zieht wohl die Reißleine

„Das ist für uns neu, ein Stück weit überraschend, aber da kommt schon alles geballt zusammen“, redete Stöger nicht um den heißen Brei herum. Der FC muss sich allen Gesetzen, allen Statistiken und allen Trends entgegen stellen und gegen Hoffenheim am kommenden Sonntag gewinnen. Freiburg (zuhause gegen Schalke) und der HSV (zuhause gegen Stuttgart) hoffen ebenfalls auf Punkte vor heimischen Publikum. Bremen muss zwar bei Eintracht Frankfurt ran, wird sich aber wohl am Montag von Alexander Nouri trennen und hoffen, am Freitag mit neuem Trainer neuen Schwung holen zu können. Der FC ist also unter Zugzwang.

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