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Fehlerteufel und Gelbsperre: Was ist los mit Sörensen?

Frederik Sörensen hatte sich die neue Saison mit dem 1. FC Köln gänzlich anders vorgestellt. Im DFB-Pokal traf der Däne noch in der ersten Runde bei der Leher TS erstmals in einem Pflichtspiel für die Geissböcke. Doch seitdem geht es mit dem Dänen und dem Effzeh bergab.

Mainz/Köln – Es lief die 42. Spielminute in der Opel Arena. Frederik Sörensen und Yoshinori Muto im Laufduell an der Torauslinie, Sörensen im Vorteil: Der Kölner könnte den Ball klären. Doch statt das Leder auf das Tribünendach zu schlagen, versucht er Muto auszutricksen. Der Japaner riecht den Braten, klaut dem Kölner den Ball, legt ab zu Pablo de Blasis. Der Argentinier zieht in den Strafraum, fällt – der Rest ist Geschichte.

Nicht auf der Höhe

Beim Effzeh regte man sich nach dem Spiel fürchterlich – und vollkommen zurecht – über den Elfmeterpfiff und die Entscheidung des Videoassistenten auf. Doch hätte Sörensen die Situation zuvor ohne Schnörkel geklärt, wäre es nicht zum Elfmeter gekommen. Der Däne musste sich einmal mehr in dieser Saison den Vorwurf gefallen lassen, defensiv nicht auf der Höhe gewesen zu sein.

Ob gegen Augsburg, Frankfurt, Leipzig, Stuttgart oder jetzt gegen Mainz – Sörensen hatte in den vergangenen Wochen immer wieder Wackler bis Aussetzer in seinem Spiel. Gegen den FCA am dritten Spieltag nahm Trainer Peter Stöger den Innenverteidiger gar in der Halbzeitpause vom Feld. Der 25-Jährige, in den letzten zwei Jahren noch ein Leistungsträger in der Viererkette, gehört in dieser Spielzeit bislang zu den Unsicherheitsfaktoren in der Defensive.

Fünfte Gelbe Karte – Chance für Meré?

Dabei probierte Stöger mit dem Dänen schon fast alles aus: Innenverteidiger auf beiden Halbpositionen, Rechtsverteidiger, Brecher in der Schlussphase im Sturmzentrum. Für den hoch gewachsenen Dänen läuft es bislang einfach nicht. Zu allem Überfluss holte sich Sörensen in Mainz im zwölften Spiel die fünfte Gelbe Karte ab und fehlt gegen Hertha BSC am kommenden Sonntag. Dann wird wohl Jorge Meré das erste Mal überhaupt seit Ende September wieder in der Startelf der Geissböcke stehen.

Der Spanier hatte zuletzt unter Stöger überhaupt kein Land mehr gesehen. Nun könnte er eine neue Chance bekommen sich zu beweisen. Weil Dominique Heintz noch bis zum Winter ausfällt und Sörensen nicht aus seinem Formtief zu kommen scheint, also die Möglichkeit für den 20-Jährigen, sich für weitere Einsätze zu empfehlen. Dominic Maroh steht unangefochten als Turm in der Schlacht in der Startelf. Aktuell sucht er einen verlässlichen Nebenmann. Die Spiele gegen den FC Arsenal und Hertha BSC könnten ein Fingerzeig werden, wer dies in den kommenden Wochen sein wird.

4 Kommentare
  1. Helmut Klöckner
    Helmut Klöckner says:

    So wie ich Peter Stöger nun kennengelernt habe, wird er lieber seinen Favoriten Rausch auf den Posten von Sörensen setzen, bevor er Meré bringt. Meré ist für den FC nicht gut genug. Vielleicht für die spanische U21 Nationalmannschaft aber doch nicht für den FC.
    Ich kann die Überlegungen unseres Trainers nicht nachvollziehen. Er bringt die jungen Spieler einfach nicht. Stattdessen Lehmann, Sörensen, Rausch, die Leistungsträger des FC.
    Es ist zum Heulen

    • Flizzy
      Flizzy says:

      Wenn man immer wieder die gleichen Leute spielen lässt, muss man sich nicht immer wieder über das gleiche Ergebnis wundern…das Pokalspiel in Berlin hätte eigentlich ein Aha Moment für Stöger sein müssen. Warum es dann trotz miserabler Leistung immer wieder dieselben Leute in die Startelf schaffen, ist und bleibt mir ein Rätsel.

  2. Michael H
    Michael H says:

    Ach, komm. Sörensen jetzt als den Versager im Team herauszupicken geht doch am eigentlichen Problem vorbei. Ja, er hat teilweise wirklich schlechte Spiele gemacht, aber das hat jeder Spieler der Stammelf. Vielleicht mit Abstrichen bei T Horn, aber auch er spielt bestenfalls im Ligadurchschnitt derzeit (Paraden gut, Mitspiel bestenfalls mangelhaft).

    Spiele werden im Kopf gewonnen. Anscheinend kann die gesamte Führung der Profimannschaft den Schalter in den Köpfen der Spieler nicht (mehr) umlegen. Und dann passiert Sörensen eben, was auch allen anderen passiert: Fehler. Viele, teils gravierende, Fehler.

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