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Nach U21: Auch Frauen befreien sich! Und die Profis?

Beim 1. FC Köln las sich die Bilanz der vier Erwachsenen-Mannschaften bis vor zwei Wochen wie das pure Grauen: Die Profis, die U21 und die beiden Frauen-Mannschaften in der Ersten und Zweiten Liga hatten insgesamt 36 Ligaspiele absolviert und nur ein einziges gewonnen. Nun haben zumindest die U21 und die Bundesliga-Frauen die Kurve gekriegt.

Köln – Die Bilanz der U21 lautete: 13 Spiele, ein Sieg. Das 3:1 bei Westfalia Rhynern war der einzige Sieg einer Erwachsenen-Mannschaft des Effzeh in der aktuellen Saison – bis zum 28. Oktober. Dann holte die U21 gegen den Wuppertaler SV ein famoses 6:3 und legte drei Tage später gegen Fortuna Düsseldorf mit einem 3:1 nach. Zwei Siege, die für das Team von Neu-Coach André Pawlak wie eine Befreiung wirkten.

Unausgewogene Frauen-Bundesliga

Zwei Siege, davon schienen auch die beiden Frauen-Mannschaften des 1. FC Köln in dieser Saison meilenweit entfernt. Die Bundesliga-Frauen lagen nach sechs Spieltagen mit sechs Niederlagen, null Punkten und 2:22 Toren verprügelt auf dem letzten Tabellenplatz. Der zweiten Mannschaft ergeht es eine Liga noch immer tiefer kaum besser. Sie holte bislang aus sieben Spielen zwar immerhin drei Unentschieden, trägt aber trotzdem die Rote Laterne.

Diese haben die Bundesliga-Frauen nun abgegeben. In einer Liga, in der es darum geht, einzig gegen die direkte Konkurrenz zu punkten, machte der Effzeh genau das. Das Team von Willi Breuer siegte innerhalb von einer Woche gegen die beiden unmittelbaren Tabellennachbarn aus Jena (1:0) und Duisburg (1:0) und schob sich wie Phönix aus der Asche auf den zehnten Platz. Jena und Duisburg liegen nun fünf beziehungsweise sechs Punkte hinter den Geissböcken. Und sollten die Kölnerinnen in den Rückspielen beide Spiele nicht verlieren, könnte dies in einer vollkommen unausgewogenen Frauen-Bundesliga fast schon zum Klassenerhalt gereicht haben.

 

Mainz schon einmal der Ort der Wende

Die U21 und die ersten FC-Frauen haben also mit etwas Glück die Wende geschafft. Zwei Siege, der Sprung weg vom letzten Tabellenplatz, die zurückgekehrte Hoffnung: Es klingt wie eine Steilvorlage für die Profis der Geissböcke. Das Team von Trainer Peter Stöger belegt bekanntlich nach elf Spielen in der Bundesliga den letzten Platz. Zwei Punkte bedeuten bereits einen Rückstand auf Rang 16 von sechs Zählern und auf Rang 15 von acht Punkten. Am Samstag kommt es nun zum Duell beim 1. FSV Mainz 05. An die Duelle in der Opel Arena hat der FC zumindest noch gute Erinnerungen. Im Frühjahr 2016 drehten die Geissböcke dort einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg, beendeten so eine Negativserie und entkamen dem Abstiegskampf in der Schlussphase der Saison. Nichts lieber als die Wende würde die Stöger-Elf auch in diesem Jahr mit dem Auswärtsspiel in Mainz verknüpfen.

1 Antwort
  1. OlliW
    OlliW says:

    O ja, das 3:2 in Mainz war ein enormer Befreiungsschlag, eingeleitet durch Risses Frust-Hammer-Weckruf-Schuss! Man hatte das Gefühl, dass sich hier etwas Bahn bricht, dass der FC sich mit diesem Spiel als klares und selbstbewusstes Bundesligateam behauptet hat. Und das hat getragen, bis über die folgende Saison hinaus, wenn man so will. Die Jungs haben einfach da weiter gemacht.
    Ich hatte gegen Borissov eigentlich ein ähnliches Gefühl: Man kommt raus, spielt sich frei, die Seele vom Leib, alles klappt, man gewinnt. Nur hat das leider über den Tag hinaus nicht getragen.

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