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Nur zwei Neue? Auf diesen Positionen will Köln nachrüsten

Der 1. FC Köln befindet sich in einer kniffligen Phase der Saison: In den kommenden vier Wochen wird sich entscheiden, ob die Geissböcke zu Weihnachten überhaupt noch Chancen auf den Klassenerhalt haben werden oder nicht. Das beeinflusst auch die Suche nach neuen Spielern im Winter.

Köln – In Mainz, zuhause gegen Berlin, auf Schalke und daheim gegen Freiburg: vier Bundesliga-Spiele, die über den restlichen Verlauf der FC-Saison entscheiden werden. Beim FSV am Samstag darf sich der FC keine weitere Niederlage erlauben. Gegen die Hertha hat Köln schon im DFB-Pokal gewonnen. Auf Schalke wird es gegen die zur Zeit starken Königsblauen schwer. Doch dann kommt mit Freiburg ein direkter Konkurrent im Tabellenkeller nach Köln.

Nur zwei neue Spieler – reicht das?

Schon Timo Horn gab vor zwei Wochen die Marschrichtung vor, erhob diese Spiele zu den richtungsweisenden Partien, ehe es für die Geissböcke zum FC Bayern München gehen wird. Bis zum Spiel in der Allianz Arena müssen die Kölner unbedingt wieder Kontakt zum rettenden Ufer hergestellt haben. Ansonsten könnte die Vorbereitung auf die Rückrunde schon zu einer Vorbereitung auf die kommende Zweitliga-Saison verkommen.

Damit der Abstieg vermieden werden kann, sollen im Winter Verstärkungen nach Köln geholt werden. Trainer Peter Stöger und Sportdirektor Jörg Jakobs haben mit den Personalplanungen für den Winter begonnen. Nach GBK-Informationen suchen die Geissböcke aber lediglich auf zwei Positionen nach Verstärkungen: in der Zentrale vor der Abwehr und auf dem offensiven Flügel. Zwei Spieler sollen kommen, um im Überlebenskampf Bundesliga doch noch die Wende zu schaffen.

Festgeldkonto ist trotz Schmadtke-Abfindung gut gefüllt

Aber reicht das aus? Stöger und Jakobs setzen darauf, dass Jonas Hector, Dominique Heintz, Marcel Risse und Marco Höger zur Rückrunde wieder fit sein werden. Beim derzeitigen Verletzungspech der Geissböcke ist dies allerdings eine optimistische Hoffnung. Schließlich reißen die Ausfälle im Kader seit Monaten nicht ab. Als sicher gilt, dass der FC in der Innenverteidigung nicht mehr nachlegen wird. Einem Neuen auf der Sechs gilt das primäre Augenmerk. Denn dort, das haben auch die Gegner inzwischen erkannt, liegt die große Schwachstelle des Effzeh in Sachen Schnelligkeit, Zweikampfstärke und Spielaufbau.

Darüber hinaus ist durch die erneute Verletzung von Marcel Risse der rechte Flügel verwaist. Ein neuer Mann auf der Außenbahn soll das Tempo über die Flügel erhöhen, für bessere Flanken sorgen und mit einer hohen Qualität im Eins gegen Eins für mehr Gefahr in Richtung gegnerischem Strafraum sorgen. Namen sickerten bislang zwar nicht durch. Doch das Festgeldkonto ist trotz der Abfindung für Ex-Manager Jörg Schmadtke (rund 3,3 Millionen Euro) noch gut gefüllt. Es bleibt die Frage: Wird es überhaupt noch Sinn machen, Geld für Wintertransfers in die Hand zu nehmen? Dafür müssen die Geissböcke die nächsten vier Bundesliga-Partien erfolgreich bestreiten. Andernfalls könnten schon im Winter die Planungen für die Zweite Liga beginnen.

4 Kommentare
  1. Karl Heinz Lenz says:

    Die Überschrift über diesen Artikel „Nur zwei Neue? Auf diesen Positionen will Köln nachrüsten“ – und darunter das Bild von Peter Stöger und Manfred Schmidt. Soll das eine süffisante Anspielung sein, Herr Merten?

  2. OlliW says:

    Es ist in der Tat sehr optimistisch, von einem Fitwerden und vor allem FitBLEIBEN der momentan verletzten Leistungsträger für die komplette Rückrunde auszugehen! Schöne Aussicht: Risse, Hector und Heintz ab Januar wieder durchgehend dabei – Toi Toi Toi!
    Verstärkung auf der 6 ist absolutes Muss. (Knoche?) Und „auf dem Flügel“ – am ehesten wohl dem rechten. Es wird viel davon abhängen, wie der FC nun performt. Ob es für potenzielle Spieler überhaupt attraktiv ist, nach Köln zu kommen, um gegen den Abstieg zu spielen. Wenn zu Weihnachten das rettende Ufer noch in Schlagdistanz liegt, ist das der Fall. Und für mich momentan mein größter Weihnachtswunsch!!!

    Bis dahin ist wöchentlich „Schicksalsspiel“ angesagt. Eigentlich ganz einfach: 6 Spiele = 18 Punkte. Und keiner redet mehr vom Abstieg ;-=) Guter Witz, gell?

    Nun ja. Die Niederlage in München muss man wohl fix einkalkulieren. Traurig eigentlich, denn letztes Jahr gab es dort einen umjubelten Punkt. Doch diesmal spielt wirklich das beste gegen das momentan schwächste Team, und auch noch zuhause. Bleiben fünf Partien, wo man einfach zum Punkten verdonnert ist. Daheim immer drei, auswärts je einen. Ist das drin? Sicher. Doch müßig und völlig offen, was der FC tatsächlich holen kann. Es lässt sich einfach nichts mehr kalkulieren. Gegen Mainz hat man die letzen Jahre gut ausgesehen. Auf Schalke auch. Ebenso zuhause gegen Freiburg, Berlin und die Radkappen. Aber irgendwie nutzt die ganze Statistik nichts mehr, um sich daran hoffnungsvoll hochzuziehen. 10 bis 12 Zähler bis Weihnachten – weniger ist glaube ich zu wenig.

    Wir werden sehen. Samstag geht es weiter….

  3. Klaus Thelen says:

    Na Ihr Flachpfeifen, jetzt hat wenigstens auch Herr Stöger gemerkt, wo der Schuh drückt und woran es am meisten liegt. Nämlich an Herrn Lehmann. Aber so sachkundig und so ignorant wie ein großer Teil in diesem Forum ist, werden diese Nutzer es auch jetzt noch nicht begreifen. In der Hoffnung auf Besserung
    TT-Targa

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