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Torfestival: Das war gut, das war schlecht

Generell waren die rund 20 Minuten nach dem Führungstor in der ersten Halbzeit alles andere als eine Glanzleistung, die auch Peter Stöger in der Halbzeitpause kritisierte. Nicht Borisov kämpfte sich zurück ins Spiel, der FC lud den Gegner ein, überhaupt wieder stattzufinden. Zu passiv, zu sehr verwaltend, zu inkonsequent: Köln hätte gegen einen stärkeren Gegner an diesem Abend wegen dieser Schwächeperiode das Spiel gänzlich aus der Hand geben können. Bei aller Euphorie über die bärenstarke zweite Halbzeit: Diese Phasen zeigte Köln in dieser Saison schon allzu häufig, sie sind ein entscheidender Grund, warum der FC im Tabellenkeller der Bundesliga steht.

So geht es weiter

Peter Stöger muss seinen Spielern genau dies für die Partie gegen 1899 Hoffenheim am Sonntag vermitteln. Dieses Streben nach stabilen, starken 90 Minuten muss der FC ganz oben auf seiner Aufgabenliste schreiben. Wie die Geissböcke eindrucksvoll demonstrierten, ist die Klasse und das Selbstvertrauen in die offensiven Abläufe inzwischen wieder vorhanden. Auch die defensiven Strukturen sind noch immer im Gedächtnis verankert. Doch allzu häufig lassen es die Spieler schleifen. An Wille und Kampf mangelt es dem Effzeh wahrlich nicht, die Konzentrationsschwächen kosteten Köln aber schon genügend Punkte in dieser Saison.

Gegen die TSG benötigt die Stöger-Elf dringend eine über das gesamte Spiel gelungene Leistung ohne Aussetzer. Dafür ist die individuelle Qualität der Kraichgauer zu hoch. Am Sonntag geht es um die Fortsetzung des leichten Aufwärtstrends, den die Kölner in den letzten Spielen demonstriert haben. Es wird darum gehen, sich zu belohnen und sich mit dem Gefühl, dass es doch noch geht, in die nächste Länderspielpause zurückzuziehen, um weiter an den Feinheiten der Abläufe zu arbeiten. Dann kommen auch diverse Verletzte wieder, die im Herbst und Winter mit für die Wende sorgen wollen.

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