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Harte Kritik an Stöger! Veh: „Ich tätige keine weichen Aussagen“

Armin Veh hat mit deutlichen Worten die Arbeit von Peter Stöger kritisiert. Der neue Sportchef des 1. FC Köln sprach von „großen Defiziten“, die nun Interimscoach Stefan Ruthenbeck auszubaden habe. Der neue Trainer von Borussia Dortmund reagierte mit einem bissigen Kommentar.

Köln – Eigentlich hätte es beim 1. FC Köln nach dem Sieg über den VfL Wolfsburg nur um das 1:0 des Effzeh gehen sollen. Immerhin war es der erste Bundesliga-Sieg der Geissböcke in dieser Saison. Doch vor der Partie hatte Veh im Interview mit „Sky“ deutliche Worte in Richtung des ehemaligen FC-Trainers Peter Stöger verloren.

Es geht mir einzig darum meinen Trainer zu schützen

Das Team sei „mental und vor allem körperlich schwer angeschlagen“, analysierte der neue Geschäftsführer Sport. „Wir haben große Defizite. Der jetzige Trainer kann dafür aber überhaupt nichts. Er hat mit 14 Spielen und drei Punkten angefangen. Dementsprechend hat jemand anderes den körperlichen Zustand zu verantworten. Dass wir 13 verletzte Spieler haben, ist ja auch nicht normal.“ Jemand anderes kann freilich nur Peter Stöger sein, der mit seinem Trainerteam auch aufgrund der Verletztenmisere in die Kritik geraten war.

Nach dem 1:0-Sieg des Effzeh legte Veh noch einmal nach. Am Rande der Pressekonferenz, auf der Ruthenbeck sprach, erklärte Veh sein Worte. „Es geht mir einzig darum meinen Trainer zu schützen“, sagte der 56-Jährige. „Er kann für die 14 Spiele vorher nichts. Er kann für den Zustand der Mannschaft nichts. Er kann für die 13 Verletzte nichts. Für alle diese Dinge war sein Vorgänger verantwortlich.“ Relativieren wollte er seine Aussagen nicht. „Dazu stehe ich. Ich bin nicht dafür da, weiche Aussagen zu tätigen, sondern die, die ich für richtig halte.“

Da wird er sich schon einen Riesenüberblick verschafft haben

Peter Stöger nahm die Aussagen des neuen Kölner Sportchefs überrascht zur Kenntnis. Vor dem Spiel der Dortmunder gegen 1899 Hoffenheim darauf angesprochen, äußerte er sich vor dem „Sky“-Mikrofon zynisch: „Ich schätze Armin Veh. Er ist jetzt ein paar Tage da, da wird er sich schon einen Riesenüberblick verschafft haben“, so der Österreicher. „Haken wir das Thema ab! Ich schicke schöne Grüße nach Köln, es tut mir leid.“ Der neue Geschäftsführer Sport hat also sechs Tagen im Amt gleich mal eine erste Duftmarke gesetzt.

29 Kommentare
  1. Karl Heinz Lenz says:

    Mir ist immer unverständlich geblieben, wie viele von uns Fans – und vor allem viele Medien (nicht alle) – einen Trainer, der einen in der Geschichte der Bundesliga beispiellosen sportlichen Absturz zumindest mitzuverantworten hat, völlig aus der Verantwortung genommen und die Verantwortung ganz und völlig „denen da oben“ zugeschoben haben. Peter Stöger wurde, je übler es für seine Mannschaft aussah, besonders durch viele Medien als Mensch zum Heiligen und als Trainer zum Genie erhoben – obgleich jeder sehen konnte, dass die Mannschaft, die er trainierte, nicht fit war, dass sie den nötigen Biss nicht hatte, dass viele Spieler nicht mehr mitzogen, dass die Aufstellungen oft unverständlich waren und dass die groteskt vielen Verletzungen ein schlechtes Licht auf das Trainerteam warfen. Warum es so weit kommen konnte, dass der Trainer in der allgemeinen Öffentlichkeit trotz allem als Heiliger und als Genie galt, dass ist eine Geschichte, die lehrreich sein könnte und über die man sich mal Gedanken machen müsste.
    Die Formulierung, gegen Peter Stöger würde jetzt „nachgetreten“ ging ja als Reaktion nach dem Offenen Brief des Vorstands durch viele Medien. Fakt ist doch, dass der Vorstand (der sicher auch Fehler gemacht hat, was er in dem Brief ja auch schrieb) völlig recht damit hatte, dass der Grund für den Absturz der Mannschaft in erster Linie daran lag, dass die beiden sportlich Verantwortlichen Jörg Schmadtke und Peter Stöger schon seit einiger Zeit nicht mehr miteinander, sondern gegeneinander gearbeitet hatten. Beide hätten, so steht es in dem Brief, nicht mehr im Sinne des FC funktioniert. In vielen Medien wurde diese richtige Feststellung dann als „Nachtreten“ gegen Peter Stöger gewertet (während Mitleid mit Schmadtke, der als der Böse galt, nicht erwähnt wurde).
    Als völlig daneben empfand ich die inzwischen legendäre Pressekonferenz Stögers vor dem Schalke-Spiel, in dem er dem FC-Vorstand vorwarf, dieser hätte ihm gegenüber menschliche Werte, wie Respekt, Verantwortung und Vertrauen mit Füßen getreten. Was das Schlimme denn war, was der FC ihm angetan hatte, das wurde so richtig auf der Pressekonferenz nicht klar. Jedenfalls lieferte Stöger den Medien die oben genannten Stichworte, die dann dem FC gnadenlos um die Ohren gehauen wurden und immer noch um die Ohren gehauen werden: der FC habe seine Werte verraten, ein Chaos-Club, der Vorstand gemein und unfähig und der Trainer völlig unverständlicher- und ungerechtigterweise entlassen usw. und so fort. Ich erinnere mich nicht daran, dass ein Trainer in der Geschichte der Bundesliga seinen Vorstand und seine Geschäftsführung derartig öffentlich in die Pfanne gehaut hätte. Obgleich doch der FC und auch die beiden Geschäftsführer bis dahin in der Öffentlichkeit kein kritisches Wort über den Trainer verloren hatten. Dass sie mit der bis dahin schon längst überfälligen Trennung von Peter Stöger zögerten, hat doch wohl damit zu tun, dass man bis zum Schluss noch daran geglaubt hat, es könnte eine Wende geben und hat doch mit Sicherheit nicht den Grund, den Trainer zu quälen und zu foltern und ihm sonst irgend etwas Böses antun zu wollen.
    Nun bezeichnen Sie, Michael, die Kritik von Armin Veh an dem alten Trainer auch als ein „Nachtreten“, obgleich Veh doch mit Peter Stöger gar keine gemeinsame Vorgeschichte hat. Wir sollten die Kritik am Trainer – genauso auch die Kritik am alten Sport-Geschäftsführer und am aktuellen Vorstand nicht so moralisch aburteilen. Peter Stöger war ja selbst kein Kind von Traurigkeit, wie ich oben gezeigt habe. Kritik darf sein und muss oft auch sein!
    Wir sind in der Fußball-Bundesliga doch im Hochleistungssport. Der FC kann doch nicht in den Untergang stolpern, nur weil der Trainer beliebt ist. Für jeden im Hochleistungssport ist doch der Erfolg der wichtigste Maßstab.

    • udo schmidt says:

      Sehr treffend formuliert.Veh hat nichts anderes als die Fakten beim Namen genanntMich hat z.B. auch immer gewundert,daß der FC als Tabellenletzter immer die schwächere Laufleistung als sein jeweiliger Gegner hatte und manchmal sogar die schwächste des ganzen Spieltages.Das ist unter Ruthenbeck ganz anders geworden.Heute fast 122 km ,FC Bestwert der Saison.Auch die Aufstellung und Wechsel sind viel mutiger und plausibler als zuletzt bei PS.
      Stöger hat nach 3 erfolgreichen Jahren nichts Neues mehr der Mannschaft geben können und darauf vertraut,daß die bewährten Mechanismen noch mal eine Saison greifen.Umso härter muß ihn der verkauf von Modeste getroffen haben.Konsequenterweise hätte er da schon das Handtuch werfen sollen,aber die Eitelkeit und Sturheit war stärker.Diesen Scherbenhaufen haben nicht Veh und Ruthenbeck zu verantworten,und daß darf man auch offen sagen dürfen.
      Come on FC

  2. Uli Scherber says:

    Lieber Kar Heinz,
    Sie sprechen mir aus der Seele….
    Fast überall genießt Herr Stöger den Heiligenschein!
    Wer war für die Taktik,Fitness etc. zuständig und vor allem
    verantwortlich? Bestimmt nicht unser Zeugwart!
    Herr Stöger hat hervorragende 3 Jahre den FC weiter gebracht.
    Danke dafür.
    Leider sind, was sein Ziel war, die Spieler nicht weiterentwickelt
    worden…im Gegenteil!

  3. Peter Stollenwerk says:

    100 % Zustimmung Herr Lenz;
    besser hätte man es nicht zusammenfassen können !
    Werner Spinner wird von Fans; Boulevard, und „Experten“ (zb. Effenberg)
    als Zielscheibe ausgemacht während ein Trainer der 14 Spieltage nicht gewinnt
    kritiklos betrachtet bzw. fast heilig gesprochen wird….

  4. Mike Quincy says:

    Als Sündenbock wird umgangssprachlich jemand bezeichnet, dem man die Schuld für Fehler, Misserfolge oder sonstiges Konfliktpotenzial zuschiebt. TATSÄCHLICHE Schuld spielt dabei keine Rolle.

    Hat ja funktioniert. Nun kann er ja in die richtige Richtung verändern.

  5. Robert H. says:

    Herr Veh täte gut daran, diese leeren Vorwürfe gegen den Ex-Trainer zu unterlassen und sich lieber auf seine Arbeit zu konzentrieren. Er wird daran gemessen werden, wie die Zukunft des Vereins werden wird, und dafür ist er angestellt. Ganz sicher ist es nicht zielführend, auf die vermeintlichen Fehler der Vergangenheit hinzuweisen. Wenn Herr Veh vorhat, sämtliche Rückschläge der restlichen Saison der Ära Stöger anzulasten ist er der falsche Mann am falschen Platz.
    Zumal weder bei Herrn Veh noch in dem ellenlangen Beitrag des Herrn Lenz auch nur ansatzweise ein Hinweis zu finden ist, welche Trainingsmethoden genau denn angeblich zu den vielen Verletzten geführt haben sollen? Sprich, es ist eine unblegte Behauptung, eine These. Wieviel Verletzte hat es gegeben, seit Ruthenbeck übernommen hat? Ist das auch auf „falschesTraining“ zurückzuführen?
    Wer behauptet, die lange Verletztenliste sei nur auf das mangelhafte Training der Vergangenheit zurückzuführen, blendet aus, dass die Mannschaft eine dreifache Belastung hatte und zudem mangels spielerischer Möglichkeiten immer mehr einen hohen Kraftaufwand betreiben musste. Ich denke, dass da der Hauptgrund für die vielen Verletzungen liegt.
    Wenn ich hiermit Stöger in Schutz nehme, verpasse ich ihm keinen „Heiligenschein“. Das ist Unsinn. Stöger hat in meinen Augen durchaus einige falsche Entscheidungen getroffen z.B. hinsichtlich der Aufstellung. Oder in der Einstellung der Mannschaft anfangs der Saison. Oder in der Kaderplanung, soweit er da beteiligt war. Aber ihm den Krankenstand anzlasten empfinde ich als haltlos.

    • Mike Quincy says:

      ja die Versäumnisse bei der Kaderplanung sind für mich die Ursache des Problems. Alles was danach kam, nur noch die Wirkung dessen.
      Aber eigentlich sollten wir uns alle entspannt zurücklehnen und abwarten, wie sich der Krankenstand bei Borussia Dortmund im nächsten halben Jahr entwickelt. Spätestens dann sollte nachweisbar sein, ob das „Drissverzäll“ von AV war, oder nicht.

  6. Prior Philip says:

    Kann schon sein das der physiologische Zustand der Mannschaft unter dem Durchschnitt liegt, kann sein das das Trainerteam falsche Entscheidungen auf und neben dem Platz getroffen haben, kann sein das sich einige Spieler nicht oder nur unzureichend weiterentwickelt haben. Das alles sollte aber nicht dazu führen das man die professionelle Ebene verlässt und sich auf Watzke/Hoeness Niveau begibt. Veh versucht gerade den Zustand derart in den Keller zu reden das aller Erfolg nur ihm zugeschrieben werden kann. Für mich ist er ein offenkundiger Narzist und geil auf Aufmerksamkeit. Was immer man Stöger & Schmadke zu Recht vorwerfen kann, zu keinem Zeitpunkt wurde die Öffentlichkeit in Internas einbezogen. Veh beginnt schon am 5. Tag mit Dreck zu werfen.

    • Karl Heinz Lenz says:

      Aber Peter Stöger war es doch, der als als erster mit Dreck geworfen hat. Wie ich es oben geschrieben habe: … die inzwischen legendäre Pressekonferenz Stögers vor dem Schalke-Spiel, in dem er dem FC-Vorstand vorwarf, dieser hätte ihm gegenüber menschliche Werte, wie Respekt, Verantwortung und Vertrauen mit Füßen getreten.
      Erst nachdem die Presse aus diesen Worten Stögers eine Schimpfkampagne gegen den Vorstand des FC veranstaltet hatte, wendete sich der Vorstand mit dem Offenen Brief an die Mitglieder. Bis dahin hatte der Verein trotz der sportlichen Misere immer dicht gehalten. Im Gegenteil: Verinnere dich doch die Interviews von Toni Schumacher: Am liebsten würden wir aus Stöger beim FC einen Arsène Wenger machen, oder: Wir überlegen mit ihm den „Freiburger Weg“ in die 2. Liga zu gehen. Es gab nie ein böses Wort seitens des FC gegen Stöger. Er selbst hat vor der versammelten Presse damit angefangen, schlecht über seinen damaligen Verein zu reden. Dass jetzt Armin Veh die Sache mit dem Zustand der Mannschaft anspricht, finde ich mutig, denn wenn du im Internet mal durch die Pressekommentare surfst, dann siehst du, dass er dafür jede Menge Prügel bekommt. Auffallend ist, dass sich niemand von den Kommentatoren fragt, ob Veh in der Sache vielleicht recht haben könnte! Dem heiligen Peter darf eben keiner ans Zeug flicken. Ich verstehe die Aktion von Armin Veh so, dass er den FC mit seinen Aussagen verteidigen will. Ein großer Teil der Medien schüttet seit Wochen Spott und Häme über unseren Verein aus, während einer der Hauptverantwortlichen zum Helden hochstilisiert wird. Richtig, dass der FC sich das nicht mehr gefallen lässt. Das wäre vorher schon notwendig gewesen. Diese Angriffe gegen den FC wurden in den letzten Tagen in den Medien auch gegen Stefan Ruthenbeck gefahren: Ruthenbeck habe gesagt, er wolle etwas an der Taktik seines Vorgängers verändern. Was für ein Größenwahn von diesem, wie heißt er noch einmal … Ruthenbeck rede davon, der FC habe nun 17 Endspiele vor sich. Was bildet der Mann sich ein? usw. Armin Veh hat recht gehabt, sich in dieser Situation vor Stefan Ruthenbeck zu stellen.
      Ich finde, wir Fans sollten nun hinter unserem Verein stehen. Ich finde es nicht richtig, dass in dieser Phase, in der es darum geht, dass die Mannschaft wieder auf die Beine kommt, aus unseren Reihen der Vorstand und die Geschäftsführer angegriffen werden, während der alte Trainer, der auf die Feststellungen von Armin Veh angesprochen wurde und darauf im Fernsehen mit Hohn und Spott in Richtung FC reagierte, in Schutz genommen wird.

    • udo schmidt says:

      Es hat nichts mit Dreck werfen zu tun wenn Wahrheiten ausgesprochen werden.Mir geht es nur um eines:den FC Vielen anderen ,ob Spielern ,Managern oder Trainern geht es letztlich nur um sich selbst.AUCH Peter Stöger.Er hat nach erfolgreichen Jahren beim FC Fehler gemacht und dann (verständlicherweise) alles getan,um sich selbst in eine gute Position zu bringen,was er auch erreicht hat.Dazu gehört auch das scheinheilige Geschwafel über Werte und Verantwortung.Wer hat denn wofür Verantwortung:
      Der Vorstand für die Geschäftsführung und deren Kontrolle.Hier wurden Fehler gemacht und mittlerweile auch zugegeben.
      Der Geschäftsführer Sport u.a. für den Trainer und Kaderplanung.Als JS seine Fehler korrigieren wollte mußte er gehen.
      Der Trainer u.a. für Fitness,Taktik,Aufstellung usw.
      Stöger hat seine Fehler lange überspielen können ,seine Spieler hinter sich gebracht und sich öffentlich gut verkauft.Man erinnere sich an die Interviews nach den ersten verlorenen Spielen wo er sagte „die ersten 20 Minuten waren gut“, “ auf der 2. Halbzeit kann man aufbauen“ usw .Erst Timo Horn hatte den Mut und als Leistungsträger das Standing,die Wahrheit anzusprechen („mehr Zug reinbringen“).Langsam setzt sich das Puzzle des Misserfolgs nun immer mehr zusammen,und darin spielt auch PS seine Rolle.Dies anzusprechen ist gut und richtig.

  7. Ankerdensin says:

    Jörg Schmadtke hat in den vergangenen Jahren einen guten Job am Geissbockheim gemacht. Ich war auch Anhänger von Peter Stöger, er hat beim FC einen sehr guten Job gemacht. Aber beide zusammen haben in dieser Saison mit ihrer Arbeit einen Totalschaden erzeugt.
    Den einen Totalschaden sieht man in der Kaderzusammenstellung, die J.S. nach eigenem Bekunden gerne korrigiert hätte.
    Den anderen Totalschaden erkannte man am Zustand der Mannschaft. An der Art des Spiels der Mannschaft. An der Wechseln von Spiel zu Spiel. Erkennbar die Defizite im Fitnessbereich. Und Woche für Woche melden sich Spieler verletzt mit Muskelverletzungen ab.
    Und verantwortlich für all diese sportlichen Belangr ist der Trainer . Niemand sonst. Und das darf gesagt werden, auch öffentlich. Und somit hat Herr Veh sehr wohl das Recht, die Defizite aufzuzeigen, um seinen jetzigen Trainer zu schützen.
    Wie gesagt, Herr Stöger war gut, aber er hatte fertig. Und das darf gesagt werden, warum.

  8. Christian Geppert says:

    Sorry, aber bei mir hat Peter Stöger jede Sympathie verloren! Jede Woche erzählt er, ich werde den Verein nicht von selbst verlassen, ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren bis der Verein eine bessere Lösung gefunden hat. Er betonte ja auch immer „ Ich habe Vertrag bis 2020!“ Dann aufeinmal 3 Wochen bevor Winterpause ist, auf einer Pressekonferenz dem Verein die Pistole auf die Brust zu setzen ist voll authentisch!!! Eine Woche später ist er in Dortmund, dann kommt raus das er sich schon im Sommer mit den Dortmundern Verantwortlichen getroffen hat! Was er „authentisch“ immer in das Reich der Fabeln verwies! Wenn er doch sehr an den FC gehangen hätte, hätte er von sich aus spätetestens nachdem Bremen Spiel zurück treten müssen!! Er hatte Vertrag bis 2020 und musste nicht so eine Pressekonferenz vor Schalke geben müssen! Fakt ist er klebt an seinen Stuhl und erzählt was von, das Vertrauen und Werte verloren gegangen sind! Hinterlässt dem Vorstand aber gar keine andere Möglichkeit als ihn zu entlassen und einen Scherbenhaufen zu hinterlassen! Meiner Meinung nach hat Dortmund ihn schon vorher kontaktiert, daher auch die Pressekonferenz vor dem Schalke Spiel! Ganz Ehrlich besser wäre es gewesen, er wäre im Sommer nach Dortmund gegangen!

  9. Hintzen says:

    Grundsätzlich bin ich kein Freund von diesem ganzen Schwarz-Weiß-Denken was zur Zeit stattfindet, aber auch ich finde, dass ein Peter Stöger zu sehr gefeiert wird. Fakt ist, er hat in der gesamten Zeit beim FC tolle Arbeit geleistet, aber leider auch kein bisschen Kritik zugelassen. Alle kritischen Stimmen wurden beim FC sukzessive entfernt. Dies führte dazu, dass die Mannschaft und auch die sportliche Leitung sich nicht mehr entwickeln können, denn nur durch Fehler, die man macht und analysiert ist auch ein Entwicklungsprozess meiner Meinung nach möglich. Des Weiteren gab es auch einige Stimmen, die über einen Konflikt zwischen Schmadtke und Stöger bereits in der Sommerpause gesprochen haben. Dabei soll es darum gegangen sein, dass ein Stöger mit gestandenen Spielern arbeiten möchte und Schmadtke auf junges und athletisches Personal setzt. Stöger konnte sich durchsetzen, Schmadtke floh, was ich auch absolut nicht geschätzt habe. Am Ende führen all diese Fehler und Konflikte, die nicht gut vom Vorstand (vor lauter Euphorie, oder was auch immer) moderiert wurden, zu diesem Resultat, wo wir jetzt stehen. Ich bin pro Ruthenbeck, weil ich selber Fan von offenem Visier bin und mich dieser Fussball, den Stöger spielen lässt, aber auch andere Teams wie Berlin und siehe gestern auch WOlfsburg spielen, schlicht weg ankotzt.

    Schönen Sonntag und einen schönen und erfolgreichen Pokalfight mit offenem Visier und Power!

  10. NICK says:

    Öczan, zu Beginn unter Stöger nur auf der Tribüne gesessen, erst wegen Verletzungen ins Team gerückt – jetzt Stammspieler, bester Sechser im Team…Guirassy, bekam erst die Chance als Pizarro sich beim Aufwärmen verletzte – jetzt führender unserer Torschützenliste…Horn & Mere, Bank oder Tribüne, als Fehleinkäufe abgestempelt – gestern mit die besten auf dem Platz, Handwerker brachte nach jeder Einwechselung Schwung, bekam trotzdem von Stöger keine Chanc von Beginn an, Cordoba konnte rumstolpern, wie er wollte – spielte immer, wenn nicht verletzt, Rausch sowieso…dann die merkwürdigen Wechsel, leblose Auftritte an der Seitenlinie, mit denen man einen verunsicherten Team auch keinen Mut ala „Trau Dich!“ einhaucht…was ich damit sagen will. Sind wir froh, dass wir endlich einen Lebendigen an der Seitenlinie haben, den brauchen wirin unserer jetzigen Situation. Stöger war super als es lief – nochmals vielen Dank und viel Erfolg beim BVB. Aber wir können jetzt befreit loslegen – 26 Punkte, also eine Hinrunde wie Eintracht Frankfurt sie hingelegt hat, könnte uns noch retten…Auf geht’s Effzeh, kämpfen und Drin bleiben!!!

  11. Ali Perez says:

    Armin Veh hat nur das gesagt, was mal öffentlich ausgesprochen gehört. Die Bestandsaufnahme des neuen Sport-GF hat nichts mit Nachtreterei zu tun. Er wurde geholt, um natürlich auch die Krise aufzuarbeiten. Er benennt den Zustand der Mannschaft und nimmt seinen Favoriten auf den Trainerposten aus der Verantwortung, was absolut richtig ist. Für den Vorstand ist das eine höchst unbequeme Wahrheit, denn sie haben Peter Stöger bis zuletzt für handlungs- und zukunftsfähig gehalten. Eine klare Fehleinschätzung. Vor allem TS hätte es besser wissen sollen. Ich bin echt froh, dass das Kapitel „Peter Stöger“ vorbei ist. 3 Punkte nach 14 Spielen wird so schnell nicht wieder unterboten werden. Dafür werden ihn Teile unserer Fans ganz sicher im Februar feiern wollen. Man kann gar nicht so viel essen wie man bei dem Gedanken daran kotzen will.

  12. Elke L. says:

    Es ist lange genug alles unter den Teppich gekehrt worden. Mir ist das auch egal, wenn einige das als nicht fein betrachten. – In meinen Augen ist es auch nicht fein für das Geld, was jeder jeden Monat auf seinem Konto vorgefunden hat, nicht alles gegeben zu haben für unseren Verein. Man muss seine Kollegen nicht lieben, kann aber dennoch gut zusammen arbeiten, wenn man wirklich verantwortungsvoll handelt. – Es hat schwer den Anschein, dass da einiges schief gelaufen ist bei unserem F.C., sodass wir fast den Rekord von Tasmania getoppt hätten.

    Daher hat in meinen Augen Armin Veh alles Recht der Welt Missstände auch anzusprechen. Und mit Namen zu belegen. – Das hilft auch denen, die am GBH die Vorgänge der letzten Monaten mitansehen mussten und nichts dagegen tun konnten.

  13. Mike Quincy says:

    er hat das Recht Missstände anzusprechen. Er sollte es aber vornehmlich bei den noch verantwortlich Handelnden machen. Da sitzen nämlich noch einige rum und nur bei denen macht es Sinn und nützt es. Was soll also das hinterher Bellen wie ein Straßenköter ?
    Um Ruthenbeck zu schützen ? Bullshit und Augenwischerei – jeder Depp weiß, dass Ruthenbeck erst seit drei Pflichtspielen in der Verantwortung steht und weder für den physischen noch psychischen Zustand des Kaders verantwortlich ist. Im Gegenteil – mir gefällt der neue Wind den er rein gebracht hat und das er die jungen Wilden ran lässt.
    Ja, die Situation in den letzten vier Wochen mit PS UND dem Vorstand war unerträglich, ähnlich einer Ehe, in der der Zeitpunkt der Scheidung verpasst wurde, weil ALLE Beteiligten gehofft hatten, es würde (vielleicht) alles wieder gut. Ich erinnere an der Stelle nur an das Geschwafel eines TS, der noch vor nicht allzu langer Zeit von einem Arsene Wenger vom Rhein sprach.
    Aber alles Schnee von Gestern und der König ist tot, es lebe der König. Also dem Alten noch schnell die Krone entreissen oder den Heiligenschein abnehmen und der neuen Veh aufsetzen. Und die hat er gerne und dankend mit markigen Worten angenommen. Bin mal gespannt ob er rechtzeitig merkt, dass man ihn weniger an seinen Worten, sondern vielmehr an seinen Taten messen wird. Andernfalls ist er die nächste Sau die man hier durchs Dorf treibt.

    • Karl Heinz Lenz says:

      Einer von uns, lieber Mike, schrieb hier im Forum, dass er oder sie es schade findet, dass durch das Statement von Armin Veh eine Tonlage in den FC reinkäme, wie man sie sonst nur von Aki Watzke und Uli Hoeneß kennen würde.
      Ich denke, dass die lange Erfolgsstrecke, auf der der BVB und die Bayern seit vielen Jahren marschieren, auch damit zu tun hat, dass deren Führungsleute sich nichts gefallen lassen und auch in der Öffentlichkeit austeilen, wenn sie es für notwendig halten. Das mag mancher für moralisch fragwürdig halten. Aber diese Wehrhaftigkeit gehört mit zu einem Profi-Fußballverein, wenn er dauerhaft Erfolg haben will. Nicht nur Klugheit und Fachkompetenz, sondern auch Kampfbereitschaft gehört zu einem guten Vereinsmanagement. Ich wäre froh, wenn der FC das in der Zukunft mehr hätte als in der Vergangenheit. Der FC darf in den kommenden Jahren nicht rumlaufen und sich dauernd dafür entschuldigen, dass er noch lebt – zum Beispiel weil wir uns von einem angeblichen Heiligen und einem angeblichen Genie haben trennen müssen, damit der Verein nicht völlig absäuft. Klare Kante zeigen und sportlicher Erfolg, das gehört zusammen. Und wenn einer von uns in der Öffentlichkeit klare Kante zeigt, dann dürfen wir als Fans auch mal Vertrauen schenken und mal ruhig sein – finde ich.

      • Mike Quincy says:

        Leeven Karl Heinz, dä Ulli un dä Aki dürfen dat joh och. Wenn die die Schlabberschnüss op maache, weede die och Änz jenomme. Dat sin schliesslich Institutione in Dortmund und in Münche. Ävver dä Armani Veh ? wat hät dä dann ald dolles jemaat in Frankfurscht un Augbursch ? jeröne Soss‘ zo dä Frankfurter Woosch un die Puppekiss renoviert un dann verkoof odder wat ?

        Un dann kütt dä her und verding‘ sisch he bei uns in dä eezte Woch‘ eez enz als Schwaadlappe, indämm hä kein „weiche Aussagen“ määt. Wat es dat övverhaup‘ ? ming Frau deit de Wäsch aff un zo weech spöle, damit sie nit esu hatt is ävver „weiche Aussage“ ?…. ahhhhh jez han isch et ! haade Aussare kumme us ner weeche Bir !!! esu pass dat dann och widder.
        In dämm Sinne: enz luure wat in dä nähxte Woche noch alles esu us dä weeche Bir russ kütt……

  14. Robert H. says:

    Ja, lieber Karl-Heinz, aber diese Kampfbereitschaft sollte sich nach vorne wenden, nichts anderes hat Mike gesagt. Nach hinten ausgeteilt ist sie mehr oder weniger nutzlos. Und wenn sie dann auch noch sachlich fragwürdig ist umso mehr.
    Das Problem der Fitness beispielsweise ist eben keines, dass der FC exclusiv hat. Mit der Mehrfachbelastung haben auch Mannschaften wie Leipzig, Hoffenheim, Hertha und auch Dortmund zu kämpfen, nur beim FC schlug sie eben bekannt negativ durch.
    Der „Drissverzäll“ auf die Ära Stöger sind derzeit noch verständliche Schutzbehauptungen. Spätestens mit Beginn der Rückrunde muss und wird das aufhören.
    Wenn sportlicher Erfolg die Maxime der Zielsetzung ist, dann ist „klare Kante“ möglicherweise nicht schlecht. Wenn trotz noch so „klarer Kante“ der Misserfolg jedoch andauert, spätestens dann wird man merken, dass dazu noch mehr gehört. Nämlich jede Menge Kohle, ein glückliches Händchen bei der Kaderplanung und noch so einiges mehr.

  15. Robert H. says:

    Ach ja, und das ständige Geschwafel von „Heiligsprechung“ und „Geniehuldigung“ bei den geringsten sachlichen Gegenargumenten geht mir vollständig auf die Nerven.
    Der Trainer Stöger, das sage ich hiermit zum letzten Mal, hat sicherlich seinen Anteil an der Misere. Jawohl, das sehe ich genau so. Beispielsweise die Mentalität am Spielfeldrand, die zu Zeiten des Erfolgs gepasst hat, in der jetzigen Situation eben nicht. Das ist weniger ein Vorwurf als eine Tatsache – Stöger ist an der Seitenlinie ein bestimmter Typus und wird es auch bleiben. Dass das wie gesagt in der Krise nicht mehr gepasst hat, hat man erkannt und daraus die Konsequenz gezogen. Mehr kann man nicht tun. Punkt.

    So eine Trennung generiert Nachwehen. Die Zeit wird Wunden heilen. Irgendwann sollte man sich an das Gute in dieser Zeit erinnern ohne ihr „nachzutrauern“. Das Schlechte aus dieser Zeit kann man ja durchaus benennen, aber es taugt sehr bald nicht mehr als Entschuldigungsgrund, sollte die Zukunft nicht wie erhofft verlaufen.

    • Karl Heinz Lenz says:

      Lieber Robert, in einem gebe ich dir auf jeden Fall recht: Das Thema Peter Stöger ist jetzt um und es geht jetzt für den FC nur noch um Gegenwart und Zukunft.
      Mir ist wie dir klar, dass die Talfahrt des FC nicht nur mit dem alten Trainer zu tun hatte, sondern dass da eine Reihe andere mit dran beteiligt waren. Ich habe mich nur sehr darüber geärgert, dass viele es so gesehen haben, dass alle Schuld sind, nur nicht der alte Trainer. Das fand ich ungerecht und deshalb habe ich mich in unserem Fan-Forum des öfteren darüber aufgeregt.
      PS: Klar ist mir auch, dass Peter Stöger seit 2012 bis viel Gutes für den FC getan hat.

  16. Elke L. says:

    Dem stimme ich zu, AV hat jetzt einmal etwas dazu gesagt (was ich auch gut heiße) und das wird er hoffentlich in Zukunft nicht weiter machen. Denn jetzt gilt es den Fokus auf den Neuaufbau in Liga 2 zu richten, ohne darüber zu jammern, wie es dann dazu kommten konnte.

  17. Mike says:

    Ich finde die Diskussion hier sehr gut, da sie, ohne persönlich zu werden, relativ sachlich versucht die Gründe – basierend auf den uns vorliegenden Informationen – für die Misere aufzuarbeiten. Und das ist absolut notwendig, um aus den Fehlern der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen. Da gibt es, denke ich, für viele Verantwortliche – GF-Sport, Trainer/Co-Trainer, Konditonstrainer, Vorstand, Gremien – eine Menge zu lernen und alle, die noch oder nicht mehr in Verantwortung sind, werden, wenn sie in einer ruhigen Minute ehrlich zu sich selbst sind, zugeben müssen, dass jeder seinen „Beitrag“ zu dieser Misere geleistet hat.
    Als Mitglied erwarte ich, dass der Vorstand und die Gremien die Gründe intern schonungslos analysieren, aus den Fehlern lernen, entsprechende Kontrollmaßnahmen einführen und durchsetzen und ein Weiterso bzw. eine Wiederholung entgegenwirken bzw. verhindern.
    Als Fan erwarte ich, dass der neue GF-Sport, den schwierigen Spagat zwischen Planung der Zweitliga-Mannschaft und Ausschöpfung der Möglichkeiten die Liga zu halten, in Angriff nimmt und umsetzt – und das traue ich ihm zu. Und hierfür den geeigneten Trainer einsetzt – wen auch immer.
    Ansonsten hat der Neuaufbau – egal wie er aussieht – keine Basis und keine Richtung bzw. Zielsetzung.

  18. Norbert Neuheisel says:

    Früher oder später nutzt sich jeder Trainer ab, das war bei Klopp, Daum Schaaf… und nun im Falle Stöger so. Was den Fitnesszustand einer Sportmannschaft anbetrifft, gibt es bewährte medizinische Tests, auf die sich Herr Veh sicherlich bezieht. Für die Überwachung der Fitness ist letztlich der Cheftrainer zuständig, der sich die entsprechenden medizinischen Daten beschaffen kann.

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