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Nach Stellungnahme: Südkurve e.V. reagiert auf offenen Brief

Südkurve e.V. reagiert auf offenen Brief

Mit der Stellungnahme des 1. FC Köln zu den Verfehlungen und Straftaten einiger weniger FC-Fans, hat der Konflikt zwischen Verein und Ultra-Szene ein neues Level erreicht. Nun hat sich der Südkurve 1. FC Köln e.V. zu Wort gemeldet. 

Köln – Mit einem siebenseitigen Schreiben wandte sich der Effzeh in der vergangenen Woche an seine Fans und Mitglieder. Mit dem Wissen, neues Öl in das ohnehin schon ausgeweitete Feuer zu gießen, veröffentlichte der Verein eine ausführliche Stellungnahme zu den teils nicht zu entschuldigenden Verfehlungen einiger Mitglieder der Ultra-Szene (hier die Stellungnahme in voller Länge). Nicht nur zwischen Effzeh und Ultras führte dieser Brief zu neuen Konflikten, auch innerhalb des Mitgliederrates sorgte vor allem der Zeitpunkt der Veröffentlichung für Unverständnis. Nun hat sich der Südkurve 1. FC Köln e.V. ebenfalls geäußert.

Die mit dem Titel geweckten Hoffnungen werden leider im Folgenden mit dem Inhalt der gesamten Stellungnahme konterkariert

Die Stellungnahme hat beim Südkurve e.V. für große Verwunderung gesorgt. Der Verein habe sich damit entschlossen, „das angespannte Verhältnis mit der Fanszene weiter eskalieren zu lassen und einen Keil zwischen die Fans und des 1. FC Köln zu treiben.“ Zudem weigerten sie sich gegen die Aussage, größtenteils aus Ultras zu bestehen. Vielmehr sei der Südkurve e.V. ein Verbund aus „aktiven Fangruppen sowie auch verschiedenen Fanclubs des 1. FC Köln.“ Zu den Verfehlungen einiger FC-Fans äußerten sie sich wie folgt: „Grenzüberschreitungen innerhalb unserer Fanszene bedauern wir selbstverständlich und werden wie in der Vergangenheit versuchen auf betreffende Personen einzuwirken.“

10 Kommentare
  1. Jan Weber says:

    Das ständige Bedauern seitens der Sükurve e. v. bringt uns leider auch nicht weiter. Wie beim letzten Abstieg spielen jetzt leider wieder einige wenige gewaltbereite Ultras total durch, diese sollte man endlich mal aus der Südkurve 1. FC Köln e.V. isolieren!

  2. Karl Heinz Lenz says:

    Ich habe mich in diesem Fan-Forum ja bereits als FC geoutet, der schon lange im Rhein-Main-Gebiet wohnt und aufmerksam verfolgt, was rund um die hiesige Eintracht passiert. Ich würde mir sehr wünschen, wenn der FC eine ähnliche Ultra- und so genannte „aktive Fan-Szene“ wie die Frankfurter Eintracht hätte. Bei den Frankfurter Fans habe ich immer den Eindruck, dass für sie der Fußball und ihr Verein im Mittelpunkt stehen. Bei der Ultra- und so genannten „aktive Fan-Szene“ rund um den FC ist von der Ferne aus gesehen mein Eindruck ein anderer. Für viele dieser Damen und Herren scheinen sie selbst das Wichtigste zu sein und Fußball, Mannschaft und FC kommen erst dahinter, wenn überhaupt.

    Der FC hat sowieso chronische Probleme mit seinem Umfeld, auch mit den Kölner Medien. Zum Beispiel der „Express“. Über Wochen war ein positiver Artikel über die Ultra- und so genannte „aktive Fan-Szene“ und deren Befindlichkeiten und Willenserklärungen der die ganze Seite füllende Hauptartikel auf der Internet-Homepage. Da drunter kamen die Fußballnachrichten über den FC. Auch die jüngsten Stellungnahmen aus diesem Milieu erfahren im KStA, im Express, in der Rundschau und in Bild die vollste Aufmerksamkeit. Auf der Seite von effzeh.com waren zuletzt gleichzeitig diverse Artikel zur Ultra- und so genannten „aktive Fan-Szene“ platziert, unterstützend und verständnisvoll über die sich darin zeigende „Fan-Kultur“ zumeist, während die aktuelle Berichterstattung über den Fußball des FC unter ferner liefen. Auch der geissblog vermittelt durch seine ausführliche Berichterstattung den Damen und Herren aus der Ultra- und so genannte „aktive Fan-Szene“ das Selbstgefühl „Wir sind wichtig in Köln. Ohne uns geht nichts mehr! Wir sind eine Macht!“.

    Und das in einer Stadt, die ohnehin keine Hauptstadt des vernünftigen Nachdenkens ist, sondern in der Gefühle und spontane Emotionen immer wieder in die Irre führen. Beim FC und in der Stadt überhaupt.

    Wie ich es mitbekomme, will die Kölner Ultra- und so genannte „aktive Fan-Szene“ vor allem Macht ausüben und sich in ihrem Gefühl von angeblicher Wichtigkeit selbst bespiegeln. Ich bin sehr skeptisch, ob diese Situation noch mit dem viel erwähnten „Dialog“ ausreichend in den Griff genommen werden kann. Im Augenblick treiben einige Hundert Menschen den Verein und die Mannschaft vor sich her, nur für ihre eigenen Zwecke. Und der Vorsitzende des Mitgliederrates macht in Schlips und Kragen die Musik dazu, wohl auch zur Selbstdarstellung und zum Machtgenuss.

    • NICK says:

      Sorry, aber wenn Du meinst, dass es erstrebenswert für uns wäre, so zu sein wie die Frankfurter, dann hast Du leider keine Ahnung von der Materie. Die Frankfurter sind mit die gewaltbereitesten, mit starken rechten Tendenzen, das sind richtige Assis, da sind mir unsere Ultras aber 10 x lieber…

      „Bei den Frankfurter Fans habe ich immer den Eindruck, dass für sie der Fußball und ihr Verein im Mittelpunkt stehen. Bei der Ultra- und so genannten „aktive Fan-Szene“ rund um den FC ist von der Ferne aus gesehen mein Eindruck ein anderer“- das liegt daran, dass hier Verein und Fans versuchen im Sinne des Vereins bestmöglich zusammen zu arbeiten – wie man gestern beim Montags-Protest gesehen hat. An sowas wäre bei uns doch gar nicht zu denken – bei uns wäre das ein Riesenskandal- „Ultras meinen es wäre ihr Stadion und sorgen für Verzögerungen und stören das Spiel – was erlauben sich diese Selbstdarsteller nur…“

      Bei uns arbeitet man doch nur noch gegeneinander – und das liegt auch zu großen Teilen auf FC-Seite…

    • NICK says:

      „Wie ich es mitbekomme, will die Kölner Ultra- und so genannte „aktive Fan-Szene“ vor allem Macht ausüben und sich in ihrem Gefühl von angeblicher Wichtigkeit selbst bespiegeln.“- stell Dir vor, gestern hätte der FC gegen RB gespielt und so protestiert – unsere Ultras würden in der Luft zerrissen – „Selbstdarsteller, Störenfriede, die eignen Interessen wichtiger nehmen usw.“

    • NICK says:

      Jetzt hab ich den verlinkten Kickerbericht gelesen…der ist ja wie eine Zusammenfassung Deines Kommentars…oder umgekehrt…kriegst Du die Ultra und Fanaktionen denn wirklich selbst bewusst mit oder kickerst Du hier nur Deine Meinung?

      • Karl Heinz Lenz says:

        Lieber Nick, dein Wortspiel hört sich witzig an. Wunderbar, aber mein kleiner Kopf versteht es im Augenblick noch nicht. Deshalb kann ich deine Frage im Moment noch nicht beantworten.
        Oder vielleicht doch ein bisschen: Ich bin zum ersten Mal im Müngerdorfer Stadtion gewesen, als dort noch Hans Schäfer als Kapitän unserer Jungs spielte. Ich bin also schon recht alt. Damals gab es auch auf der Gegentribüne nur Stehplätze, bei Regen im Matsch, in den Kurven sowieso. Die Zuschauer waren alles Männer oder Knaben wie ich. Ziemlich fanantisch und beim Spiel auch ziemlich viel am meckern. Was es nicht gab, war eine „aktive Fan-Szene“ mit ihrer Fahnen, Bannern, Transparenten, Choreografien, Böllern, Raketen und Pyroartikeln. Auch gab es keinen dumpf-gröhlenden Support und kein Spieler musste sich nach dem Spiel bei irgendeinem Zuschauer oder einer Zuschauergruppe demütig bedanken. Wenn das Spiel zu Ende war gingen die Jungs einfach in die Kabine. Und kein Zuschauer hat damals irgendetwas vermisst und hatte die Idee, nur weil er eine Eintrittskarte gekauft hat, habe er das Recht, den Verein mitregieren zu können. Für die Zuschauer, die ziemlich sachkundig und sehr kritisch waren, stand alleine der Fußball im Mittelpunkt und wir Jungs verehrten unsere Spieler.

        Die Zeiten haben sich verändert. Ich muss gestehen, dass mir die „alten Zeiten“ gut gefallen haben und für mich immer noch Fußball und Mannschaft das Wichtigste sind. Es ist einfach so: Die Themen, die die so genannte aktive Fan-Szene in den Vordergrund drängt, interessieren mich nicht. Ich bin einfach begeistert an Fußball interessiert, mehr nicht.
        Das ist mein ganz persönlicher Standpunkt.

  3. NICK says:

    Ich meinte damit, ob Du Dir Deine Meinung zu diesem Thema nur aus dem Kicker „bildest“ – Bil…Kicker Dir Deine Meinung. Es hört sich ein bisschen so an.

    Vllt. fällt uns Kölnern hier auch wieder mal unsere offene und ehrliche, teils unbedachtr Art vor die Füsse. Was andere Fanszenen im Verborgenen machen, machen wir halt öffentlich „Ich sage wat ich mene jon ich och daran kapott…“

    Manchmal habe ich auch das Gefühl, wir werden in Fanthemen ähnlich behandelt wie beim Videobeweis. Wenn ich sehe was die Dortmunder so in Europa zünden…wir bekommen ziemlich schnell ein Auswärtsspiel ohne Fans auferlegt…

    Nunja, ich würd gern mal zwei Erlebnisse / Spiele mit Dir tauschen. Die Spiele in der Hauptkampfbahn oder Radrennbahn waren sichef Erlebnisse…aber auch ein Spiel aus S3 erleben, wäre mal was für Dich.

    Zu Sachen „Spieler müssen sich bedanken“ – ich denke das gehört sich schon. Wieviele Leute haben früher so zum FC gestanden – sind mit dem Verein in allen Ligen auch auswärts mitgefahren. Hier ist der Abstand zwischen „Helden“ und „Buben“ glücklicherweise viel kleiner geworden, was auch zu unserem heutigen FC gehört.

    Aber glaub mir – mit Frankfurt tauschen wäre keine gute Idee…

    • Karl Heinz Lenz says:

      Mach dir wegen Frankfurt keine Sorgen, Nick. Ich hänge am FC wie an der Stadt und komme von beidem nicht los.
      Die Idee mit S3 ist gut. Wie die Jungs das da machen, mal aus der Nähe zu erleben, das wäre schon reizvoll. Ich behalte es mal im Auge und gucke mal, ob ich an ein Ticket rankomme.
      Dass ich meine alten Geschichten erzählt habe: Klar, die Zeiten haben sich verändert und ich wünsche sie mir auch nicht zurück. Das Leben geht einfach weiter. Ich wollte damit nur mal schildern, von wo ich herkomme, wenn ich über die aktuellen Probleme nachdenke. Mehr nicht.

      • NICK says:

        Deine Schilderungen waren auch sehr interessant, ist ja schön sowas mal erzählt zu bekommen.

        Ich meinte auch nicht das Du zu Frankfurt überläufst. Ich meinte das es nicht erstrebenswert wäre eine Fanszene zu haben wie Frankfurt…

        Aber mit S3 oder besser S4, dass würde ich Dir mal empfehlen. Du hast die Chance es aus allen Perspektiven zu erleben. Ich kann mir nur alte Fotos ansehen und Berichte lesen. Danke für Deinen.

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