,

Hartel weiter im Blick des FC – aber nicht für 2018

Marcel Hartel wechselte im Sommer 2017 vom 1. FC Köln zu Union Berlin. Dank einer Rückkaufklausel können die Geissböcken das Eigengewächs aber im kommenden Jahr zur Saison 2019/20 zurück in die Domstadt holen. In diesem Sommer gibt es dagegen keine Chance, obwohl sich der 22-Jährige gut entwickelt.

Köln/Berlin – Am Dienstagabend saß Marcel Hartel (genauso wie Salih Özcan) über 90 Minuten auf der Bank der deutschen U21. Eigentlich hatte der Offensivspieler gehofft, zumindest beim DFB die Rolle des Jokers abzulegen, die er zuletzt bei Union inne hatte.

„Wir haben uns vor einer Woche in Berlin getroffen, um aus seiner Sicht zu hören, wie seine Situation aktuell ist“, hatte Bundestrainer Stefan Kuntz der BZ Berlin noch vor der Länderspielpause verraten. „Es hilft, wenn er hier in einer anderen Umgebung mit neuer Motivation ein bisschen zu alter Stärke zurückfindet.“ Nur saß Harten gegen Kosovo die volle Spielzeit ebenso nur auf der Bank. Gegen Israel durfte er zumindest eine halbe Stunde mitwirken.

Ich muss noch mehr Gas geben

Die aktuelle Situation beim FC Union hat sich bei Hartel also auch auf die U21 ausgewirkt. Dabei hatte der gebürtige Kölner in der Hinrunde unter Ex-Coach Jens Keller noch zum Stammpersonal der Eisernen gehört und war auch dank zwei Toren sowie zwei Vorlagen mit der Nominierung für die deutsche U21 belohnt worden. Unter dem neuen Trainer der Eisernen, André Hofschneider, findet sich Hartel dagegen bislang noch nicht zurecht. Zuletzt saß er fast nur noch auf der Bank. Allerdings läuft es unter dem neuen Übungsleiter bei den Berlinern ohnehin nicht mehr rund in der Liga. Nur zehn Punkte in elf Spielen – Union hat sich als Aufstiegskandidat ins umkämpfte Mittelfeld der Liga verabschiedet.

Als Hartel im Spiel gegen Kaiserslautern vor einigen Wochen gar nur auf der Tribüne saß, war das für den 22-Jährigen ein Warnschuss. „Keine schöne Erfahrung“, nannte es der gebürtige Kölner. „Ich habe gelernt, dass ich im Training noch mehr Gas geben muss, um den Trainer zu überzeugen.“

Aehlig bestätigt: Kein Zugriff im Sommer 2018

Beim 1. FC Köln beobachten sie die Entwicklung des Talents sehr genau. Das bestätigte auch Frank Aehlig dem GEISSBLOG.KOELN. Gleichzeitig betonte der Leiter der Lizenzspielerabteilung auch, dass Hartel in den Kaderplanungen der Geissböcke für die kommende Saison keine Rolle spielt – egal, ob für die Bundesliga oder die Zweite Liga. Die vertragliche Situation mit Berlin ist unzweideutig, Kölns Zugriff auf Hartel ist auf 2019 beschränkt. Würde der Effzeh Hartel schon in diesem Sommer zurückholen wollen, wäre die Ablösesumme für Union wie bei jedem anderen Interessenten auch frei verhandelbar. Erst im nächsten Jahr greift eine fixe Summe, die Ex-Manager Jörg Schmadtke vor einem Jahr mit Union vereinbart hatte. Die genaue Höhe ist nicht bekannt. Hartel hat also noch rund 14 Monate Zeit, ehe eine Entscheidung über seine Zukunft ansteht.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar