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Horn: „Definitiv kann ich mir vorstellen zu bleiben“

Timo Horn will mit dem 1. FC Köln unbedingt in der Bundesliga bleiben. In den letzten sieben Spielen will der Torhüter die Sensation schaffen und die fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer noch aufholen. Doch selbst im Abstiegsfall schließt Horn einen Verbleib in Köln nicht aus.

Köln – Hoffenheim am Samstag, dann eine Woche später gegen Mainz: Die kommenden zwei Spiele will der Effzeh den Rückstand auf die Nichts-Abstiegsplätze weiter verkürzen. Timo Horn wird dabei wie auch in den letzten Wochen im Mittelpunkt stehen. Nach dem ersten Zu-Null-Spiel im Derby gegen Leverkusen seit zwei Monaten freut sich Horn, wieder eine stabile Abwehr vor sich zu wissen.

Dass wir nicht alle Spieler im Abstiegsfall halten könnten, ist klar, aber…

Allerdings macht sich Horn keine Illusionen, dass der Kampf um den Klassenerhalt noch eine große Aufgabe sein wird. „Es war schon häufiger in dieser Saison so, dass wir in einer Phase der Euphorie wieder einen Rückschlag kassiert haben“, sagte Horn am Mittwoch. In der Schlussphase der Saison darf dem Effzeh das aber nicht mehr passieren. Sonst würde es für die Geissböcke am Saisonende doch in die Zweite Liga gehen.

Für Horn ein Szenario, das nicht unbedingt mit einem Abschied des Torhüters enden müsste. Zwar besitzt der 24-Jährige für den Abstiegsfall genauso wie für den Verbleib in der Bundesliga eine Ausstiegsklausel. Doch nun machte Horn den FC-Fans Mut, dass das Kölner Eigengewächs in jedem Fall über den Sommer hinaus in Köln spielen könnte. „Klar ist, dass sich jeder Spieler in Köln sehr wohl fühlt. Dass wir nicht alle Spieler im Abstiegsfall halten könnten, ist auch klar“, sagte Horn. „Aber wir haben intern schon ein bisschen gesprochen. Einige können sich vorstellen, selbst im Abstiegsfall in Köln zu bleiben.“

Das wäre für alle eine Option

Auch Horn selbst. „Diesen Spirit, den wir hier in der Mannschaft haben, würde man wohl nirgendwo sonst vorfinden“, begründete Horn sein Gefühl, warum es „für alle eine Option wäre“, über den Sommer hinaus beim FC zu spielen. Auch für den ambitionierten Torhüter. „Definitiv kann ich mir vorstellen, über den Sommer hinaus hier zu bleiben.“ In Hoffenheim am Samstag könnten die Geissböcke einen wichtigen Schritt machen, um sich diese Frage nur auf die Bundesliga bezogen im Sommer stellen zu müssen.

3 Kommentare
  1. Karl Heinz Lenz says:

    Ich weiß nicht, ob Timo Horn gut beraten ist, in diesen Wochen immer wieder etwas zum dem Thema „Bleibe-ich-oder-bleibe ich nicht?“ zu sagen. Die Medienvertreter werden natürlich nicht müde, ihren Lesern diese Suppe immer wieder aufzutischen, nicht nur Timo Horn betreffend. Auch andere FC-Spieler (Heintz, Risse, Bittencourt) werden ja ebenfalls dauernd zu diesem Thema gelöchert und geben ebenfalls immer brav Antwort nach dem Motto „Der FC ist mir Herzensangelegenheit, ich hänge mich voll rein, aber nichts Genaues weiß man nicht …“ Was sollen die Jungs denn auch anderes sagen? Aber die Spalten müssen eben gefüllt werden. Übrigens: Lange gab es kein Interview mehr mit Lukas Podolski und Anthony Modeste. Auch die beiden könnten mal was zu dem Thema sagen: „Sollen die Jungs oder sollen sie nicht? Oder wäre China eine Alternative, oder gar Japan?“ Oder man könnte die Spieler fragen, die in den fünf Teams des FC, die bisher abgestiegen sind, gespielt haben: „Wie war das denn bei euch? Wenn ihr sieben Spiele vor dem Saison-Ende in der Sauna gesessen habt, was habt ihr denn euch über mögliche Wechsel erzählt?“ Das gabe schon genügend Stoff für die nächsten sieben Wochen.

    Oder man macht es stattdessen wie Jonas Hector. Der Junge sagt – wie immer – zu solchen oder ähnlichen Themen gar nichts. Konzentriert sich – wie immer – auf seinen Fußballsport. Es ist vielleicht kein Zufall, dass gerade er derjenige ist, der sportlich gesehen am meisten Erfolg hat.

    Man darf auch ruhig mal an einem Mikrophon oder einer Kamera vorbeigehen ;-)

    • Karl Heinz Lenz says:

      Dass der FC als Verein ein Interesse hat, Timo zu halten, das glaube ich gerne. Ich fragte mich nur, ob es im Interesse von Timo selbst liegt, in diesen Wochen dauernd mit diesem Thema in den Medien zu sein. Im Augenblick geht es doch nur um ein Thema, nämlich die nächsten sieben Ligaspiele und den Kampf für einen möglichen Klassenerhalt. Was wäre denn, wenn die Medien – zum Beispiel in drei Wochen – darüber berichten würden, dass Timo zu einem bestimmten Verein ins Ausland wechselt, und dies vielleicht auch nur gerüchteweise? Dann würde es doch bei vielen so heißen: „Vor kurzem hat der Kerl uns noch erzählt, er bleibt beim FC und nun haut der Kerl doch ab!“ Viel schlechte Laune, vielleicht sogar mit entsprechenden Transparenten im Stadion. Ich würde sagen: Eine wirklich nicht notwendige Schlagzeile am Ende dieser Saison. Wobei doch klar ist, dass Timo gar nicht versprochen hat, beim FC zu bleiben. Er sagte nur, dass er sich einen Verbleib vorstellen „könnte“. Ich wünsche mir, dass sich unser Team jetzt ganz auf den Sport konzentrieren kann, und dass alles andere – auch zum Beispiel „Bleibt Ruthenbeck oder bleibt er nicht?“ außen vor bleibt, obgleich die Medien natürlich immer wieder diese Dinge bringen wollen.

      Auf der anderen Seite muss ich zugeben, dass es Spieler gegeben hat, die mit ihrer Schweigsamkeit gegenüber der Presse Schwierigkeiten bekommen haben, zum Beispiel der von mir oben erwähnte Jonas Hector. In seiner ersten Zeit beim FC nahmen es ihm die Lokalreporter sehr übel, dass er keine Interviews geben wollte und zahlten ihm dies mit Meckereien wegen seiner angeblich nicht guten Spiele heim. Irgendwann gab es dann einen Kompromiss zwischen beiden Seiten. Als Jonas schließlich etablierter Nationalspieler war, war dann endgültig Ruhe an dieser Front. Von daher kann man sich fragen, inwieweit Timo und andere überhaupt die Chance haben, sich den Medien zu entziehen, und ob das – radikal durchgezogen – überhaupt klug ist. Gar nicht so einfach!

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