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Jubeln zwei Jubilare heute auch für die eigene Zukunft?

Der 1. FC Köln muss am Montagabend beim SV Werder Bremen gewinnen. Nach den Niederlagen von Hamburg, Mainz und Wolfsburg am 26. Spieltag wäre ein Kölner Sieg der so dringend benötigte Wachmacher im Abstiegskampf. Zwei FC-Jubilare könnten dann nicht nur einen Sieg bejubeln, sondern auch Hoffnung machen für ihren Verbleib in Köln über die Saison hinaus.

Köln – Dominique Heintz wird am Montagabend im Weserstadion sein 100. Pflichtspiel für den 1. FC Köln bestreiten. Für Marco Höger wird es seine 50. Partie für die Geissböcke sein. Dass beide von Beginn an auflaufen werden, gilt als sicher. Schließlich zählen sie zu den Leistungsträgern beim Effzeh.

Ja, ich habe eine Ausstiegsklausel!

Umso härter würde es die Geissböcke treffen, sollte einer der beiden oder gar beide im Sommer bei einem Abstieg den Klub verlassen. Sportchef Armin Veh sagte kürzlich: „Man könnte niemandem mit diesen Ambitionen böse sein, wenn er im Falle eines Abstiegs den Verein wechseln würde.“ Doch der Nachfolger von Jörg Schmadtke lobte seinen Vorgänger zuletzt auch dafür, ihm eine Mannschaft hinterlassen zu haben mit gültigen und bezahlbaren Verträgen aller Spieler für die Zweite Liga.

Allerdings gilt das nur insofern, als dass mehrere Spieler Ausstiegsklauseln in ihren Kontrakten haben. Marco Höger bestätigte jüngst im Interview mit dem GEISSBLOG.KOELN eine solche in seinem Arbeitspapier: „Ja, die habe ich. So etwas ist heutzutage ganz normal.“ (mehr dazu hier) Dem Vernehmen nach gilt das auch für alle Innenverteidiger, die noch einen gültigen Vertrag über die Saison hinaus besitzen (Heintz, Sörensen, Meré). Weil Dominic Marohs Kontrakt ausläuft, stünde Köln im Abstiegsfall unter Umständen sogar gänzlich ohne Innenverteidigung da.

Heintzi liefert immer ab – ein toller Typ!

Höger und Heintz – die beiden Jubilare am Montagabend wären in jedem Fall wichtige Stützpfeiler des Kaders in der kommenden Saison. Ob in der Bundesliga oder in der Zweiten Liga. Heintz wäre wohl im Unterhaus nicht zu halten, seine Ambitionen würden ihn auch aufgrund seines Alters (24) dann wohl zu einem anderen Klub führen. Der Effzeh würde mit einer Millionen-Ablöse entschädigt werden. Höger hingegen wechselte im Sommer 2016 bewusst zurück in seine Heimatstadt Köln und unterschrieb bei den Geissböcken einen Fünf-Jahres-Vertrag bis 2021. Den 28-Jährigen wollen die Kölner Verantwortlichen in jedem Fall halten und auch im Abstiegsfall von einem Verbleib am Geißbockheim überzeugen.

Alleine schon aufgrund seiner persönlichen Nähe zum FC stellt sich bei Höger nicht die Frage, ob der Mittelfeldspieler irgendwann die Lust am Abstiegskampf mit Köln verlieren könnte. Der Sechser will mit allen Mitteln versuchen, seinen FC in der Bundesliga zu halten. Sollte es dennoch in die Zweite Liga gehen, gilt er als einer derjenigen, die diesen „Betriebsunfall“ umgehend korrigieren wollen würden. Auch Heintz hat sich in seiner bisherigen Zeit beim FC als charakterlich einwandfreier Profi erwiesen. Stefan Ruthenbeck lobte den Innenverteidiger zuletzt im Gespräch mit dem GEISSBLOG.KOELN als „Mentalitätsmonster, der immer abliefert. Heintzi ist ein guter Junger, ein toller Typ.“

 

Heintz und Höger – zwei Spieler, die sich bis zum letzten Moment in dieser Saison für den FC zerreißen werden: Am Montagabend könnten sie in Bremen ihre Jubiläen für die Geissböcke mit einem Sieg in einen großen Jubel verwandeln. Dann würde sich die Frage nach der Ligazugehörigkeit am Ende der Saison unter Umständen gar nicht mehr stellen.

3 Kommentare
  1. Franz-Josef Pesch says:

    Ich gönne besonders diesen beiden, sympathischen Spielern das sie 1.) in Bremen gewinnen und 2.) den Klassenerhalt schaffen.
    Es muss doch einmal gelingen wenn alle für den FC spielen die Gunst der Stunde nutzen um die „Rote Laterne“ abzugeben. Es ist ein Spiel das alles für den Rest der Saison ändern kann.

    • Boom77 says:

      Also ich möchte den Höger ehrlich gesagt nächste Saison nicht mehr in unserem Trikto sehen. Der kann ruhig zur Fortuna gehen. Er hat nun zwei Spiele hintereinander die Niederlage eingeläutet. Es kann doch nicht sein, dass er es nicht schafft, Bälle klar zu klären. Was denkt der sich eigentlich? Denkt der überhaupt? Oder ist das Denken bei ihm der Fehler?? Wenn ich mir nur die Aktion gegen Thommy gegen Stuttgart, die zur Flanke zum 1:1 führte, in Erinnerung rufe. Da graust es mir. Da muss entweder der Ball oder der gegenerische Spieler auf die Tribüne fliegen. Und was macht der Höger? Gibt es doch gar nicht! Und gegen Bremen schon wieder so ein unnötiger und völlig unüberlegter Kopfball zum Gegner!

  2. Michael says:

    Letzte Saison war es auch das Rückrundenspiel gegen Bremen, das ein besonderer Moment für unseren FC war. Die heutige Mannschaft ist aus meiner Sicht noch besser. Wenn die Spieler an sich glauben – ich tue das – dann sehen wir heute einen Riesenschritt.

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