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Kommentar: Kein Grund zur Euphorie – aber zur Hoffnung!

Noch immer muss der 1. FC Köln fünf Punkte auf das rettende Ufer aufholen. Noch immer befindet sich der 1. FC Köln in der Rolle des Außenseiters im Kampf um den Klassenerhalt. Und noch immer wäre es eine riesige Sensation, sollte es der 1. FC Köln tatsächlich noch schaffen. Doch vielleicht kam der Sieg gegen Leverkusen gerade noch rechtzeitig.

Köln – Nach dem 1:3 in Bremen lautete die Überschrift unseres Spieltags-Kommentars: „Ohne Lernkurve bleibt nur der Abstieg.“ Der Effzeh hatte bei Werder wieder einmal alles selbst verschuldet. Die lethargische Anfangsphase, das Gegentor nach einem Standard, die zwei Gegentore nach Kontern, eingeleitet durch haarsträubende individuelle Fehler. Wäre Köln gegen Leverkusen so aufgetreten, hätte Bayer 04 den Geissböcken eine Abreibung verpasst.

Vor einem halben Jahr eine undenkbare Leistung

Doch der Effzeh machte alles anders. Es war eine bemerkenswerte, weil spielerisch wie kämpferisch gleichfalls starke Leistung der Mannschaft von Stefan Ruthenbeck. Eine Leistung, die dieses Team im Herbst 2017 nicht in der Lage gewesen wäre auf den Rasen zu bringen. Doch Ruthenbeck und Sportchef Armin Veh freuten sich nach dem 2:0 zurecht vor allem darüber, dass die FC-Profis selbst in Druckphasen versucht hatten, Leverkusen mit spielerischen Mitteln zu begegnen – und damit Erfolg hatten.

Dominic Maroh bewies seinen enormen Wert für die Mannschaft als Abwehrchef, Jorge Meré sein taktisches Potential als Rechtsverteidiger gegen Leon Bailey. Die Defensive hielt, blieb erstmals seit zwei Monaten wieder ohne Gegentor. Dazu glänzten Spieler wie Vincent Koziello, Yuya Osako und Leonardo Bittencourt auch deswegen, weil sie sich auf ihre spielerischen Stärken besannen. Für dieses eine Spiel, das war für alle zu sehen, hatten die Geissböcke ihre Lektion gelernt und gezeigt, zu welchem Leistungsniveau sie wirklich im Stande sind.

Einmal ist keinmal…

Doch die große Herausforderung kommt erst noch. Ruthenbeck und seine Spieler müssen dieses Leistungsniveau nun bestätigen. Sie müssen beweisen, dass sie Konstanz in die Abläufe bringen können, ohne sich nach einem guten Spiel wieder gleich der Euphorie hinzugeben. Gegen Hoffenheim gilt es, genau die gleichen Lehren erneut zu ziehen, erneut so aufzutreten, erneut so konsequent auf allen Ebenen zu agieren. Ein bekanntes Sprichwort besagt: „Wenn du einmal Erfolg hast, kann es Zufall sein. Wenn du zweimal Erfolg hast, kann es Glück sein. Wenn du dreimal Erfolg hast, so ist es Fleiß und Tüchtigkeit.“ Und wie heißt es auch so schön? Ohne Fleiß kein Preis! Unter dem Strich fünf Euro ins Phrasenschein – doch jedem Kölner ist nach Sonntag trotzdem klar, wie der Preis aussehen könnte: der Klassenerhalt.

15 Kommentare
  1. OlliW says:

    Genau so ist es. Wenn es keine deutliche Leistungssteigerung gegenüber Bremen gegeben hätte, wäre der Ofen aus. Da ist aber noch eine Menge Glut und die muss weiter angefacht werden. Denn am Sonntag gegen Leverkusen war eine Menge Feuer drin. Um im Bild zu bleiben: Man muss jetzt noch sieben Spieltage nachlegen, schüren und es auf keinen Fall ausgehen lassen!

    Nicht euphorisch werden ist als Fan da etwas schwierig. Allerdings haben wir viel uu oft erlebt, dass nach einer ansprechenden Leistung sofort wieder Hilflosigkeit und Lethargie auf den Platz kamen. Aber irgendwie wirkte es zuletzt so, als habe die gesamte Mannschaft endlich „verstanden“ und könne das Verstehen auch in Zählbares umsetzen.

    Banal gesprochen: Wer Leverkusen momentan so aus dem Spiel nehmen kann, der dürfte es doch auch irgendwie hinbekommen, in Hoffenheim, Berlin und Freiburg was zu holen, gegen die (in meinen Augen völlig überschätzten!) Schalker daheim zu bestehen, vielleicht auch Bayern zu ärgern und erst Recht Mainz und Wolfsburg zu schlagen! Keine Niederlage mehr in den letzten 7 Spielen, oder höchstens eine, dann wäre das „Wunder“ wohl geschafft, obwohl es gar keins wäre. Das ist abenteuerlich viel verlangt, ich weiß. Möglich aber ist es. Der FC muss nun daran arbeiten, dass die Wahrscheinlichkeiten dafür steigen.

    • NICK says:

      Wird eigentlich mal Zeit das hier ein Trump-Anhänger, dessen Eltern nicht sonderlich kreativ bei der Namenswahl waren, ein realistisches Statement zur Lage des Effzeh abgibt und hier mal klare Verhältnisse schafft…“7 Niederlagen bis Saisonende, wenn nicht sofort Keller den Keller aufräumt“ oder sowas…wurde eigentlich heute schon der Rauswurf des Vorstands gefordert…???

          • NICK says:

            Aber ein bischen Umgangsformen sollten wir veruschen einzuhalten, auch wenn es bei manch Einem schwer fällt…“Sticheln“ ist schon ok, aber „…die nicht wieder Unzucht mit Familienhund Randy begeht. Man will ja aus Mutter Mandy’s fehlern lernen“ ist schon fast wie, wenn einer aufm Zaun steht und ruft „Ey Zieler, Deine Mutter ist mit…“ Das ist mir persönlich zu hart. Aber jeder muss für seine Kommentare hier selbst gerade stehen…

          • Stefan Schmitz says:

            „ist schon fast wie, wenn einer aufm Zaun steht und ruft „Ey Zieler, Deine Mutter ist mit…“

            Alle Namen sind rein fiktiv, der gemeinte User nicht mal namentlich genannt. Und was man sich unter „Unzucht“ vorstellt, das ist euch allen selbst überlassen. Das ist ein großer Unterschied zu den direkten Enke/Zieler Beleidigungen aus der Süd!

          • NICK says:

            Wie gesagt, jeder soll schreiben was er meint. Aber Du möchtest das ja auch nicht so lesen, wenn es auf Dich gerichtet ist…aber wie gesagt – jeder wie er meint…

  2. Hans-Peter Neuse says:

    Wie sagt man so schön? Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Sie ist zudem berechtigt. Die erste HZ gegen Stuttgart war das beste was ich vom FC lange gesehen hab.
    Und der Sieg gegen L`kusen war weder glücklich noch zufällig noch vom Schiri begünstigt. Er war einfach berechtigt aufgrund der Leistung der Elf.
    Die Rettung ist unwahrscheinlich, noch immer, aber sie ist möglich! Und wer hätte draran nach den 3 Punkten schon gedacht…..
    Ich jedenfalls nicht.

  3. Flizzy says:

    Die Hoffnung ist mehr als da, so schlecht wie Mainz und Wolfsburg im Moment Fußball spielen. Mainz darf zuhause gegen Gladbach spielen, was sie mit großer Wahrscheinlichkeit verlieren werden. Und Hertha ist ebenfalls Favorit gegen Wolfsburg. Wenn wir dann mit derselben Leistung wie gegen Leverkusen in Hoffenheim auftreten, dann ist dort definitiv ein Sieg drin. Dann könnte man theoretisch schon am 29.Spieltag mit einem Heimsieg gegen Mainz schon auf den 16. Tabellenplatz vorstoßen.

    Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die Mannschaft das schaffen kann. COME ON EFFZEH!

  4. C W says:

    Was man bei aller Leistung des FC gegen Leverkusen aber auch nicht vergessen darf ist wie unglaublich schwach Leverkusen gespielt hat.

    Nichts desto trotz entsprach das genau meiner schon öfters gestellten Forderung das 11 Mann einfach mal 100% über 90 Minuten liefern.

    Wenn Brandt das Ding vor der Pause macht haben wir wieder so ne Stuttgart Nummer, wenn Anfang der zweiten Halbzeit mal wieder einer pennt (gut Sörensen war nicht da^^) dann gibt das so ne Freiburgshow.

    Langer Rede kurzer Sinn, guter Kommentar. Der FC muss jetzt zeigen das sie eine solche Leistung auch in den restlichen Spielen konservieren können. Sind noch 630 Minuten, wenn wir über die Zeit verteilt zu mindest 100% abliefern könnte es reichen.

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