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„Nicht zielführend“ – Mitgliederrat äußert sich zu Offenem Brief

Rund drei Wochen ist es hier, dass sich der FC in einem siebenseitigen, heiß diskutierten Offenen Brief unter anderem an die Ultra-Gruppierungen wandte. Nun hat sich der Mitgliederrat erstmals in einer Stellungnahme zu dem Schreiben geäußert – und verweigert die Zustimmung.

Köln – Der Offene Brief mit dem Titel „ZUSAMMEN FAIR BLEIBEN“ wurde Mitte Februar von „Präsidium, Geschäftsführung, Aufsichtsrat, Beirat sowie Teile des Mitgliederrats des 1. FC Köln“ unterzeichnet. So hatte der FC damals formuliert, dass drei Mitgliederräte das Papier nicht unterzeichnet hatten (der GBK berichtete). Nun erklärte das Gremium die Gründe.

Gewählte Form nicht zielführend

Nach eingehender Diskussion hat sich der Mitgliederrat des 1. FC Köln nun erstmals als Gremium öffentlich zu dem Offenen Brief an die Ultra-Gruppierungen geäußert – und wird sich dem Schreiben nicht anschließen. „Der Mitgliederrat stimmt zwar dem Inhalt des Ultra-Papiers in einigen Punkten zu. Wir glauben jedoch, dass die gewählte Form nicht zielführend ist“, heißt in der Stellungnahme des Gremiums.

Zudem kritisierte der Mitgliederrat den Zeitpunkt der Veröffentlichung. Der Mitgliederrat wollte vor einer möglichen Zustimmung und Veröffentlichung zunächst über den Offenen Brief beraten – der Vorstand sei dieser Bitte nicht gefolgt: „Eine Zustimmung vom Mitgliederrat zu verlangen, ohne dass das Gremium die Möglichkeit hat, das Papier zu besprechen oder Änderungswünsche anzubringen, stellt aus unserer Sicht eine Missachtung des Gremiums Mitgliederrat und seiner satzungsgemäßen Rechte und Pflichten dar. Wenn der Vorstand selbst bei diesen Themen nicht den Rat des Mitgliederrates einholt, ist das bestenfalls als enttäuschend zu bezeichnen“, stellte das Gremium fest.

Vermischung von Themen

Desweiteren ist der Mitgliederrat nicht damit einverstanden, “dass die Auseinandersetzung und Debatte mit und über Ultra-Fangruppen vermischt wird mit Debatten in unserem Verein über die Zukunft des 1. FC Köln.“

In dem Schreiben, das Mitte Februar auf der vereinseigene Homepage veröffentlicht wurde, äußerte sich der 1. FC Köln zu vielen Kritikpunkten, die in den vergangenen Monaten aufgekommen waren. Dabei ging es neben dem Verhalten der Ultra-Gruppierungen insbesondere um die Themen Stadion, Choreo-Klausel, Investoren sowie die Mitgliederinitiative „100 % FC – Dein Verein“.

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