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Vincent Koziello: Kölns Spielmacher bleibt sicher beim FC

Kaum in der Bundesliga, hat sich Vincent Koziello in die Herzen der Fans des 1. FC Köln gespielt. Der Franzose ist wohl unbestritten einer der feinsten Fußballer, die in den letzten Jahren für die Geissböcke aufliefen. Das würde auch im Abstiegsfall so bleiben.

Köln – Vincent Koziello zieht nicht zurück. Auch nicht gegen Jonathan Tah, wie seit dem Derby die ganze Bundesliga weiß. „Das war schon in Frankreich so, das hat die Menschen auch da überrascht“, sagte der 22-Jährige nun dem „kicker“. Das sei Teil seines Spiels. „Das Herz und der Kopf sind entscheidend. Leidenschaft ist eine der größten Qualitäten, die ein Spieler haben kann.“ Damit will er den Geissböcken helfen. „Dann bleiben wir in der Bundesliga.“

Keine Ausstiegsklausel im Abstiegsfall

Sieben Spiele verbleiben den Geissböcken noch, die Rettung zu schaffen. Koziello glaubt daran. Auch, wenn er weiß, wie schwer die Aufgabe noch immer ist. „Es sind noch viele Punkte zu vergeben. Wenn es doch anders kommen sollte, habe ich keine Angst davor.“ Er meinte damit den Gang in die Zweite Liga, ein Szenario, das er bei seiner Unterschrift in Köln im Januar vor Augen hatte. Trotzdem war er von OGC Nizza in die Domstadt gewechselt. Und trotzdem hatte er auf keine Hintertür in seinem Vertrag bestanden.

Sein Kontrakt sieht – im Gegensatz zu diversen seiner Mannschaftskollegen – keine Ausstiegsklausel im Abstiegsfall vor. Selbst im Falle lukrativer Angebote anderer Vereine im Sommer würde der Effzeh den kleinen Franzosen nicht ziehen lassen. Sportchef Armin Veh will aktuell keine Personalien kommentieren. Doch die sportliche Führung ließ zuletzt bereits durchblicken, dass selbst eine beträchtliche Millionensumme als Ablöse nichts ändern würde.

Weil ich gelernt habe, wohin ich den Ball passen muss, bevor er zu mir kommt

Der Grund liegt auf der Hand und war zuletzt im RheinEnergieStadion zu sehen: Mit Koziello verfügt der Effzeh wieder über einen Spielmacher und Taktgeber. Ein solcher wäre auch und gerade in der Zweiten Liga noch einmal von besonderer Bedeutung. Schließlich würden viele gegnerische Mannschaften gegen eine Team wie den 1. FC Köln defensiv auftreten. Ein Passgeber wie Koziello käme bei den Geissböcken eine Schlüsselrolle zu, wäre im besten Fall sogar eine Art Wiederaufstiegsgarantie. Und die wäre bedeutend mehr wert als ein lukratives Millionen-Angebot.

Allen beim FC, auch Koziello, wäre es ohnehin am liebsten, wenn es doch noch mit dem Klassenerhalt klappen würde. Dann würde es in der nächsten Saison in der Bundesliga weitergehen, auch dann mit Koziello in einer zentralen Rolle. Dass sich der 22-Jährige so schnell an Deutschlands höchste Liga gewöhnt hat, freut den 1,68 Meter großen Blondschopf. Überrascht hat ihn das aber nicht. „Ich habe es immer geschafft mich in der höchsten Liga zu behaupten. Warum? Weil ich gelernt habe, wohin ich den Ball passen muss, bevor er zu mir kommt. Ich muss wissen, wo meine Mitspieler sind. Nur so kann ich vielen Zweikämpfen aus dem Weg gehen, bei denen ich möglicherweise das Nachsehen hätte.“ Doch seit dem Derbysieg müssen sich offensichtlich selbst die Hünen der Liga vor dem bissigen Franzosen in Acht nehmen.

7 Kommentare
  1. Paul Paul
    Paul Paul says:

    Wäre unser geldversessener Vorstand mal im letzten Jahr so schlau gewesen und hätte auf Geld verzichtet, um die Mannschaft wettbewerbsfähig zu halten. Man stelle sich vor, wo wir ständen, wenn wir jetzt noch Modeste hätten. VORSTAND RAUS!!!

    • Michael Hoffmann
      Michael Hoffmann says:

      Deine dauerhaften Forderungen nach „VORSTAND RAUS!!!“ sind erstens wenig konstruktiv und zweitens nerven sie erheblich.

      Im Vorstand hat sich ja einiges geändert. Jetzt lass die doch erst mal in Ruhe weiter arbeiten. Es gibt ja sehr gute Entwicklungen auch vom Spielerpotential her.

      • Volker Rusko
        Volker Rusko says:

        So einfallslos wie sein Nickname ist auch die andauernde Forderung nach der Ablösung des Vorstands. Diejenigen, die ursächlich verantwortlich für die derzeitige Misere sind, haben doch das Handtuch geschmissen. Ganz Köln hat doch bis auf ein paar Ausnahmen stillgehalten und wollte mit Stöger in die zweite Liga. Hätte Ruthenbeck ein paar Spiele vorher übernommen, müssten wir jetzt nicht zittern. Doppelpaul ist nur ein minderbemittelter Stänkerer.

        • CCAA
          CCAA says:

          ja mag sein.

          ich finde, dass man die Forderung „Vorstand raus“ vertreten kann.
          Man muss es aber nicht. Mir persönlich ist es eigentlich sogar egal.

          Ich frage mich dennoch, was der Vorstand denn geändert hat, bis auf den Umstand, dass man sich nicht mehr äussert.

    • Elke L.
      Elke L. says:

      hätte, hätte
      wenn der Vorstand sich aktiv im letzten Sommer eingeschaltet hätte, dann hätten ganz viele gesagt, dafür haben wir andere Leute; die sollen sich aus dem operativen Geschäft heraus halten – WETTEN.
      Hinterher ist jeder schlauer.
      Und dieses Märchen, dass Modeste gegen seinen Willen verkauft wurde, wird sich wohl noch bis in alle Ewigkeiten bei einem entsprechenden Klientel halten – alle anderen sollten sich mit der Wirklichkeit abfinden.

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