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Risse: „Eines der traurigsten Tore, die ich je gemacht habe“


Der 1. FC Köln hat sich dank einer kämpferischen Leistung im zweiten Durchgang ein 2:2 (1:2)-Unentschieden gegen Schalke 04 erspielt. Den Treffer zum Ausgleich erzielte Marcel Risse per direktem Freistoß. Trotz des besonderen Tores für den gebürtigen Kölner, kam beim Torschützen hinterher keine Freude auf. 

Köln – Es lief die 83. Minute im Duell gegen den Tabellenzweiten aus Gelsenkirchen. Obwohl der Effzeh kämpferisch alles in die Waagschale warf, schaffte es die Ruthenbeck-Elf beim Stand von 1:2 kaum, sich gefährliche Torgelegenheiten herauszuspielen. Doch dann schlug die Stunde von Freistoß-Spezialist Marcel Risse.

Risse bekannt für seine Freistoßtechnik

Aus über 30 Metern legte sich der Flügelspieler den Ball auf der halblinken Seite zurecht. Seine Parade-Distanz, brachten den Effzeh seine Treffer aus ähnlicher Position in der letzten Saison gegen Hoffenheim im Pokal eine Runde weiter und ihm persönlich gegen Borussia Mönchengladbach den Titel des Derbyhelden und Torschützen des Jahres 2016. Dennoch rechneten wohl die wenigsten, vor allem in Blau-Weiß, damit, dass Risse den Ball am Sonntagabend aus über 30 Metern erneut direkt aufs Tor nageln würde. Der Schuss des 28-Jährigen nahm in seiner Flugbahn eine für Schalke-Keeper Fährmann unangenehme Wendung und landete somit zum Ausgleich im Tor. Für den Effzeh in den Schlussminuten eine letzte Hoffnung, doch noch die drei nötigen Punkte einzufahren und für Risse ein besonderer Moment nach einer langen Leidenszeit, wenngleich bei ihm keine Freude aufkommen wollte.

Erstes Tor nach Kreuzbandverletzung

„Marcel Risse ist ja mittlerweile bekannt dafür, dass er wunderschöne Tore aus weiten Distanzen erzielen kann“, freute sich nach Spielende sein Teamkollege Timo Horn. Risses Fazit fiel hingegen eher nüchtern aus: „Schön, dass es mal wieder geklappt hat. Dennoch ist es eines der traurigsten Tore, die ich je gemacht habe.“ Tatsächlich reichte sein Treffer am Ende nur für einen Punkt. Die Abschiedsszenen nach Spielende machten deutlich, dass an diesem Abend bei acht Punkten Rückstand und noch drei zu spielenden Partien keiner der Anwesenden im RheinEnergieStadion mehr an die Rettung glaubte.

Trotzdem dürfte das Traumtor dem Flügelspieler für die Zukunft Auftrieb geben. Für Risse war es der erste Treffer seit seinem Kreuzbandriss im Dezember 2016. Nur zwei Spiele zuvor hatte der Kölner gegen Gladbach kurz vor Ende der Partie mit einem fast identischen Freistoß den Derbysieg perfekt gemacht. Nun hat sich Risse in bekannter Manier in der Torschützenliste zurückgemeldet. Und auch, wenn das Tor den sechsten Kölner Abstieg am Ende nicht verhindert haben wird, hat der Treffer dem Torschützen nach einer langen Leidenszeit zumindest gezeigt, dass er es noch kann. Schließlich hatte Risse sogar um die Fortsetzung seiner Karriere bangen müssen.

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