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Spiel auf Zeit: Trainerfrage beim FC führt zu Irritationen

Weiß Ruthenbeck schon, wie es im Sommer weitergeht?

Der 1. FC Köln ist in einer Zwickmühle – und das nicht erst seit Samstag. Seit Armin Veh das Amt des Sportchefs übernommen hat, weisen alle Zeichen mehr gen Abstieg denn gen Rettung. Auf diesem schmalen Grat bewegt sich der Klub nicht nur zwischen den Ligen, sondern zwischen den Stühlen. Vor allem in der Trainerfrage.

Köln – Markus Anfang soll es also machen. Ab Sommer soll er die Geissböcke übernehmen und im wahrscheinlichen Falle des Abstiegs zurück in die Bundesliga führen. Das Problem: Weder der FC noch Anfang selbst werden diese Personalie wohl bestätigen, bis die Saison beendet ist. Denn die Konstellation ist komplex.

Wir haben für uns schon alles geklärt

In Köln muss die sportliche Führung zunächst die Entscheidung treffen, ob es mit Stefan Ruthenbeck in der nächsten Saison weitergeht oder nicht. Die Zeichen stehen schon seit einigen Wochen auf der Verpflichtung eines neuen Übungsleiters. Alleine schon, weil Veh im Sommer einen sauberen Schnitt machen und komplett neu anfangen und etwas Neues aufbauen will. Mit seinem Personal, das er ausgesucht hat – im Spielerkader genauso wie auf der Trainerbank.

Allerdings will Veh verständlicherweise Ruthenbeck nicht im April zur „lame duck“ machen, also zum Auslaufmodell, und so den Spielern nicht auch noch ein Alibi für weitere schlechte Leistungen servieren. Sportchef und Trainer betonen unisono, dass man sich am Saisonende zusammensetzen und reden werde. Doch die Entscheidung scheint bereits gefallen. Es stellt sich nur die Frage, ob Ruthenbeck dies schon offiziell mitgeteilt wurde. Am Dienstag sagte er: „Die Dinge sind klar formuliert. Wir haben für uns schon alles geklärt. Es herrscht absolute Klarheit.“

Ich bin mit mir und mit dem Verein im Reinen

Weiß er also schon, wie es für ihn weitergeht? Oder meint er damit lediglich, dass geklärt sei, im Mai nach dem 34. Spieltag zu sprechen? Er könnte auch gemeint haben, dass er eine Sicherheit definitiv schon hat: Sein Vertrag als U19-Trainer behält seine Gültigkeit. Insofern herrscht „absolute Klarheit“ für den FC-Coach, dass er im Sommer nicht plötzlich auf der Straße stehen wird. Diese Sicherheit war seine Vorbedingung gewesen, ehe er den Job als Interims- und später als Chefcoach bis zum Sommer 2018 angetreten hatte. „Ich bin mit mir und mit dem Verein im Reinen“, sagte er deshalb nun. Doch damit ist die Geschichte nicht beendet.

25 Kommentare
  1. Paul Paul says:

    Avanti dilletanti! Anstatt mit einem Feuerwehrmann (Daum, Neururer) die letzte Chance zu nutzen, wird schon die Minus-100-Millionen-Option in der 2. Liga gestaltet. Chichon – dieser Name ist verbunden mit den dunkelsten Stunden der Vereinsgeschichte. Das ist kein Neu-Anfang – das ist finsterstes Mittelalter. Dieser Hohlkopf ist nur geeignet, einen Verein zu ruinieren. Und wer sieht zu – das Prasidium! PRÄSIDIUM RAUS!!!

    • Huey L. says:

      Paul Paul, willst du jetzt auch noch die Leute wegen ihres Namens in Sippenhaft nehmen?
      Thomas Cichon trainiert seit Beginn der Saison 2013/14 die E1-Junioren des Essener Stadtteilclubs Preußen Eiberg, mittlerweile ist er Trainer der Herrenmannschaft des SV Preußen Eiberg.
      Markus Anfangs Co Trainer heißt Tom Cichon, ist gebürtiger Kölner und war unter anderem Videoanalyst bei Bayer Leverkusen.

    • Paul Paul says:

      Als ich Chichon gelesen habe, da habe ich rot gesehen. Zum Glück ist es nicht Thomas Chichon, aber diese Verwechslung kann wohl mal passieren. Wenn ich en Troll bin, weil ich es satt habe, dieses Elend weiter klaglos zu ertragen, dann bin ich halt ein Troll. Ich sehe nur nicht den Punkt, warum es für Fachkenntnis spricht, wenn man einen Verlust von über 100 Mio. in Kauf nimmt, um unbedingt einen Trainer von Holstein Kiel verpflichten zu wollen, der auch noch einen gültigen Vertrag hat.

      • Boom77 says:

        Es geht doch nicht darum, dass Sie sich beklagen, sondern wie… und dann noch andauernd. Wir haben mittlerweile alle verstanden, dass Sie mit dem derzeitigen Präsidium nicht einverstanden sind und die weg haben wollen. Deshalb müssen Sie aber nicht jeden Kommentar (die oft auch gar nichts mit dem Präsidium zu tun haben) mit Ihrem „Vorstand raus“ o.ä. garnieren. Das nervt einfach nur und führt womöglich dazu, dass viele Sie hier gar nicht mehr ernst nehmen. Wollen sie das, nicht ernst genommen werden?

        Wie gesagt, wir haben Sie schon längst verstanden… Und in der Sache nüchterne und sachliche Kommentare will ich Ihnen ja gar nicht verweigern. Eine sachliche Diskussion führe ich gerne mit Ihnen. Wir müssen ja nicht in allem einer Meinung sein. Wäre sonst ja auch langweilig und ich habe schließlich auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen.

        Achja, und auch gegen den einen oder anderen „unsachlichen“ Kommentar habe ich sogar nichts einzuwenden. Ist mir bestimmt auch schonmal passiert. Manchmal ärgert man sich halt und es muss raus… Aber wie gesagt, doch nicht permanent und ständig.

  2. OlliW says:

    Die Medien pusaunen wieder mal etwas als Tatsache heraus, das noch nicht offiziell spruchreif ist. Hätte es nicht genügt zu schreiben, der „FC will Anfang, aber das ist nicht nicht so einfach?“ – Nein. Für Ruthenbeck und die Mannschaft ist es eine unselige Hängepartie. Nicht nur, dass man immer noch nicht hunderpro weiß, wo man nächste Saison spielt. Man weiß auch nicht, wer bleibt und wer trainieren wird.

    Überall hieß es bislang, Ruthenbeck sei in jedem Fall ein Gewinner. Schafft er das Unglaubliche, ist er ein Trainer-Held. Schafft er es nicht, kann man es ihm nicht wirklich anlasten wegen der Hypothek an Baustellen und schlechter Hinrunde. Doch es war (und ist rein rechnerisch) immer möglich, die Mannschaft war oft nah dran, es zu schaffen. Da Ruthe bei Klassenerhalt kaum Trainer bleiben würde und auch kaum bei Abstieg als „Lohn“ in der zweiten Liga weitermachen dürfte, ist die Frage, ob er wirklich in jedem Fall ein Gewinner ist, momentan. Er wird in jedem Fall weg sein von der Profimannschaft. Von daher ist es in dieser Hinsicht völlig schnuppe, was jetzt noch passiert. Spielt die Mannschaft jetzt „befreit“ auf, weil es nun egal ist und eh gelaufen? Spielt die gerade deshalb, weil alles unsicher und in Auflösung begriffen ist den letzten Müll? – Wir werden es ab Samstag sehen. Sollte in Berlin gewonnen werden, werden der FC und sein Cheftrainer wieder hoch geschrieben und das „Wunder“ wiederbelebt.

  3. Boom77 says:

    Jaja, die Medien… Schon der zweite Satz des GBK ist mal wieder totaler Kappes. Da schreiben die doch tatsächlich: „Seit Armin Veh das Amt des Sportchefs übernommen hat, weisen alle Zeichen mehr gen Abstieg denn gen Rettung.“

    Jemand, der das letzte Jahr in einer Wüste ohne Kontakt zur Außenwelt (Zeitung, Telefon, TV, Internet etc.) verbracht hätte und jetzt nach Köln zurückkehrt und diesen Artikel liest, könnte glatt den Eindruck gewinnen, dass der FC bis zum Amtsantritt von Herrn Veh mit drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz auf Platz 14 der Tabelle stand und es seit dem Wirken von Herrn Veh bergab ging und man nun Letzter ist.

    Der GBK hat wohl vergessen, wie der FC dastand, als Herr Veh seinen Posten als Geschäftsführer Sport angetreten ist. Da war an Rettung überhaupt nicht zu denken. Nicht, dass ich Herrn Veh zusprechen will, dass er dafür hauptverantwortlich ist, dass in der Rückrunde überhaupt noch der Keim der Hoffnung auf die Rettung aufkam. Aber ich finde, dieser Satz zeigt gut, wie die Medien leider gegen Personen Stimmung machen, die es nicht verdient haben, so dargestellt zu werden. Denn nach dem GBK scheint ja Herr Veh daran schuld zu sein, dass man absteigt… echt traurige Art von „Journalismus“….

    • Michael__ says:

      Der Satz ist trotzdem richtig. Dass die 3 Pkt. aus der Hinrunde nicht die Schuld von Veh ist, sollte jedem klar sein. Das muss man nicht jedes Mal wieder schreiben. Und es geht in dem Satz ja nicht darum, wer was verbockt hat, sondern für welche Liga der Sportchef seit seinem Amtsantritt eher planen kann.
      Darüber jetzt wieder die große Medienschelte auszupacken ist mindestens genauso peinlich wie das, was du GBK hier vorwirfst. Wenn es dir nicht passt, dass lies es doch einfach nicht…

  4. Karl Heinz Lenz says:

    Die Bild-Zeitung und der Geissblog haben heute beide das Thema „Der neue FC-Trainer/Theater um S. Ruthenbeck/Theater um M. Anfang“ in Beiträgen veröffentlicht. Das ist auch nicht anders zu erwarten und da kann auch der FC und Armin Veh – der sich in dieser Frage ja völlig bedeckt hält – gar nichts machen. Wir müssen auch damit rechnen, dass ab jetzt Artikel über „Die Zukunft von Hector/Horn/Heintz/Bittencourt usw. usf.“ auf uns herabregnen werden, auch wenn in den meisten dieser Artikel vermutlich gar nichts oder nur wenig Neues drinstehen wird. Dasselbe gilt für die Berichterstattung über die Neuverpflichtung von Spielern, die der FC angeblich oder tatsächlich unbedingt bekommen will. Wie wir Armin Veh (und seinen Geschäftsführer-Kollegen Alexander Wehrle) bisher kennengelernt haben arbeiten beide nach dem Motto „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“. Ich vermute mal, dass beide uns erst dann etwas verkünden werden, wenn es spruchreif ist und vorher nicht. Das wird natürlich die Medien nicht hindern, uns ihre Geschichten zu präsentieren, wie etwa im Geissblog-Artikel von heute zart angedeutet „Ruthenbeck fühlt sich schlecht behandelt“. Oder später einmal: „Soll der Spieler NN gegen seinen Willen verkauft werden?“. „Geht Timo Horn zu Mönchengladbach oder zu Bayer Leverkusen?“. „Hennes VIII. im FC-Vorstand nicht mehr gelitten. Steht sein Nachfolger schon in den Startlöchern?“ usw.
    Wir werden also noch einiges zu lesen bekommen in diesen Wochen. Als Fans sollten wir dabei aber ruhig bleiben und Armin Veh, Frank Aehlig und Alexander Wehrle das Vertrauen schenken, dass sie den Übergang von der jetzigen Spielzeit zur kommenden gut hinkriegen.

  5. Flizzy says:

    „Seit Armin Veh das Amt des Sportchefs übernommen hat, weisen alle Zeichen mehr gen Abstieg denn gen Rettung.“ – Mit dieser Aussage beweist der Geissblog mal wieder Schmierfinkenniveau. Sinniger wäre zum Beispiel „“Seit Armin Veh das Amt des Sportchefs übernommen hat, geht es bergauf. Reicht es dennoch zum Klassenerhalt ?“.

    Nach der desaströsen Hinrunde erstmal so einen Verein zu übernehmen, zeugt schon von Charakter. Aus dieser am Boden liegenden Truppe dann mit Stefan Ruthenbeck in der Rückrunde einen, bis jetzt, 10. Tabellenplatz (nur Rückrunde!) zu erreichen ist, meiner Meinung nach, eine Riesenleistung. Egal ob nächstes Jahr in der zweiten oder ersten Liga – es kann und wird nur besser werden!

    Ich steh immer hinter dem EFFZEH, egal ob erste oder zweite. Ich werde mir immer jedes auf Spiel auf Sky anschauen, die Sky Kackkommentatoren abschalten und das Spiel mit Guido Ostrowski und dem FC Radio synchronisieren und mitfiebern…

  6. OlliW says:

    Passend zum Thema las ich eben, dass Timo Horn nur dann zum BVB geht oder gehen wird (als sei das so eine Art beschlossene Sache), wenn Stöger Trainer bleibt. Da er nicht dort bleibt, geht auch Horn nicht. Und dann sucht der BVB einen anderen Konkurrenten für Bürki. …ts..

    • Elke L. says:

      Schau mal, ich hätte da eher gedacht, dass Timo Horn „nur zum BVB geht“ wenn Stöger nicht mehr dort Trainer ist. Denn, dass Horn und Stöger zuletzt nicht mehr so gut miteinander konnten, war für mich klar, weil Timo auch mal den Mund aufgemacht hat – und ich bin sicher, dass Herr Stöger dies haßt, wie die Pest.

  7. DRDIETERR says:

    Wie das so ist, alle haben irgendwie recht. In den kommenden Wochen wird wieder sehr viel spekuliert werden denn jeder will der erst sein der etwas neues wichtiges und auch viel unwichtiges zu vermelden hat. Ruhig bleiben wird die Devise sein und warten bis was offizielles vermeldet wird.
    Das A. Veh für die Situation die er übernommen hat nichts kann ist klar, ich denke aber das er dies auch bewusst so übernommen hat. Denn schlechter konnte es eigentlich ja nicht mehr werden. Von daher war und ist er auf der sicheren Seite und niemand kann ihm im geringsten was vorwerfen. Außer, auch er hat gegen unsere schwache rechte Spielseite nichts unternommen.
    Die Möglichkeit dazu hatte er gehabt. Ob er für die Zukunft wirklich was bewegen wird, im positiven Sinne, bleibt abzuwarten. Ich persönlich habe da so meine Zweifel, lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Come on FC!

    • Boom77 says:

      Sicher muss man abwarten, ob Armin Veh nachhaltig etwas bewegt. Ich bin aber dazu bereit und sehe da auch nicht so skeptisch in die Zukunft. Denn seine Wintertransfers haben gezeigt, dass Sie durchaus sinnvoll und gut waren.

      Richtig ist, dass für die rechte Abwehrseite jemand hätte geholt werden müssen und das versäumt wurde. Aber auch hier hat Armin Veh das bereits erkannt und ist auf der Suche nach Vertsärkung für den Kader und ich traue ihm aufgrund der Transfers von Koziello und Terrode auch zu, dass er dort jemand ordentlichen findet und verpflichtet. Warten wir es also ab…

      Ich hatte dieses Versäumnis Herrn Veh auch schon in einem anderen Kommentar „vorgeworfen“ und geschrieben, dass er sich diesen Schuh durchaus anziehen muss. Darauf bin ich von einem anderen User/Kommentator zurecht auf ein kleines Kuriosum aufmerksam gemacht worden. Denn sicherlich ist es so, dass wir auf rechts in der Defensive unübersehbare Schwieirgkeiten und keinen adäquaten Rechtsverteidiger haben. Aber die Tore in den wichtigen Spielen gegen z.B. Stuttgart oder Mainz jeweils zu Hause, die uns „das Genick gebrochen haben“, sind gar nicht über unsere rechte Seite gefallen. Sie fielen über die linke Abwehrseite und aus dem Zentrum heraus, was zeigt, dass unsere Mannschaft hinten insgesamt nicht gut ist in dieser Saison. Und eine komplette neue Hintermannschaft, die dann auch noch was taugt, verpflichtet man schwer im Wintertransferfenster.

      • OlliW says:

        Richtig. Und die Misere pauschal an Sörensen festzumachen ist daher auch nicht fair!
        Bleibt aber die große die Frage, warum eine ehedem über Jahre recht stabile Defensive, auch mit ganz ordentlichen RV (z.B. Klünter) und trotz perspektivischer Verstärkungen (Meré, Horn, Handwerker, Queiros) so dauerhaft desolat agiert. Unsere Offensive war „impotent“, das haben viele befürchtet. Aber so hätte es trotz Torflauten immerhin öfter mal 0:0 ausgehen müssen in der Hinrunde. Die Spiele zuhause gegen Bremen und in Hannover wären dann die „eigentlich typischen“ Begegnungen gewesen. Während diese Abschüsse wie in Dortmund und so peinliche 3-Tore-Niederlagen wie daheim gegen den HSV oder in Augsburg hätten nie sein dürfen und waren zwischen 2014 und Sommer 17 nahezu undenkbar….

        Müßig, müßig. Und zu spät…

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