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Die Gründe für Leos Abschied zwischen Business und DFB


Die Fans des 1. FC Köln sind gespalten. Leonardo Bittencourt verlässt die Geissböcke – für viele eine verständliche Entscheidung. Doch sein neuer Klub sorgt für Ärger: die TSG 1899 Hoffenheim. Dass der 24-Jährige zum Klub von Dietmar Hopp wechselt, können einige nicht nachvollziehen. Doch Bittencourts Entscheidung ist strategischer Natur.

Köln/Sinsheim – Julian Nagelsmann hat ein nicht ganz einfaches Jahr als Trainer der TSG hinter sich. Doch der Shootingstar auf den Bundesliga-Bänken hat es mit 1899 in die Champions League geschafft und damit seinen persönlichen Aufstieg und den seines Klubs weiter fortgesetzt.

Mit Kevin Vogt in die Champions League

Dass sich Bittencourt für Hoffenheim entschieden hat, ist somit kein Wunder. Bremen war zwar interessiert, konnte aber keine internationale Perspektive bieten. Schalke schon eher, doch Hoffenheim war da bereits vorgeprescht und hatte Bittencourt überzeugt. Womit? Mit der Königsklasse, sicher auch mit einem guten Vertrag, aber auch mit der Perspektive, als Stammspieler zu kommen. Schließlich verlassen mit Serge Gnabry und Mark Uth zwei Leistungsträger den Klub. Bittencourt hat darauf hoffen, als Teamkollege von Ex-FC-Spieler Kevin Vogt sofort den Sprung in die erste Elf zu schaffen.

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„In Hoffenheim wird seit Jahren hervorragend gearbeitet und die Tatsache, dass mehrere Spieler von dort aus den Sprung in die A-Nationalmannschaft des DFB geschafft haben, ist eine ausgezeichnete Referenz, die mich als ambitionierten jungen Spieler beeindruckt“, ließ Bittencourt wissen und machte damit direkt seine Ambitionen deutlich: Der Offensivspieler will nach der WM 2018 in Hoffenheim sein nächstes großes Ziel angreifen: die DFB-Elf. Zwei Jahre hat Bittencourt dann im Kraichgau Zeit, sich unter Nagelsmann weiterzuentwickeln und für Joachim Löw interessant zu werden – vorausgesetzt, Nagelsmann bleibt über 2019 Coach in Hoffenheim.

Nagelsmann als wichtiger Faktor

Doch im nächsten Jahr bieten sich ihm direkt die Perspektiven Champions League und Trainerstar Nagelsmann statt Zweiter Liga und dem noch recht unbekannten Trainer Markus Anfang. „Julian Nagelsmann hat mich als Trainer überzeugt, und ich bin sicher, dass ich von seiner Arbeit extrem profitiere und noch besser werde“, ließ Bittencourt keinen Zweifel daran, dass auch der Coach eine große in seiner Entscheidung gespielt hat.

Dennoch wäre Bittencourt im Fall des Klassenerhalts wohl in Köln geblieben. „Ich war, bin und bleibe Fan dieser Stadt, des Vereins, und der Menschen, die ihren Verein auf eine besondere Art und Weise lieben“, richtete sich Bittencourt via Instagram an die FC-Fans. Die große Zuneigung mache ihm den Abschied schwer. „Natürlich ist der Profifußball auch Business, aber wir sind trotzdem Menschen mit Gefühlen und mir ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen.“

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