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Hat Leo Bittencourt seinen Wechsel bereits verraten?

Wechselt Leonardo Bittencourt zur kommenden Saison vom 1. FC Köln zu 1899 Hoffenheim? Alles deutet darauf hin. Am Samstag gefiel dem 24-Jährigen auf Instagram ein Posting der Bundesliga, die der TSG zum Einzug in die Champions League gratulierte. Nun berichtet der kicker über eine Einigung.

Köln – Es war klar, dass mit dem letzten Bundesliga-Spieltag die Entscheidungen in einigen Personalfragen beim 1. FC Köln fallen würden. Bei Leonardo Bittencourt ist dies offenbar passiert. Der 24-Jährige steht unmittelbar vor einem Wechsel nach Hoffenheim und damit zum frisch gebackenen Teilnehmer der Königsklasse in der kommenden Saison.

Sechs Millionen Euro Ablöse?

Am Samstag drückte Bittencourt sein Gefallen über die Champions-League-Qualifikation bereits in den sozialen Netzwerken aus. Am Freitag hatte sich der 24-Jährige am Geißbockheim mit seinem Berater, Sportchef Armin Veh und Lizenzspielerleiter Frank Aehlig zusammengesetzt. In diesem Gespräch dürfte Bittencourt dem FC seine Entscheidung mitgeteilt haben, den FC verlassen und die Ausstiegsklausel nutzen zu wollen.

Diese liegt dem Vernehmen nach bei rund sechs Millionen Euro. Für Hoffenheim ein Schnäppchen, für Bittencourt die Chance unter Julian Nagelsmann den nächsten Schritt zu machen und international zu spielen – für den FC aber ein herber Verlust. Nach 76 Pflichtspielen (12 Tore, 17 Vorlagen) geht für Bittencourt seine Zeit bei den Kölner zu Ende. Das Spiel in Wolfsburg, wo er nach einer Viertelstunde für Jannes Horn eingewechselt wurde, war demzufolge sein letztes im Trikot der Geissböcke – Vertrag bis 2021 hin oder her.

 

27 Kommentare
  1. Flizzy says:

    In Hoffenheim haben die bestimmt auch eine schöne Sauna mit anschließendem Solero Eis. Wäre er nicht so ein Schnacker würde ihm wohl niemand diesen Wechsel übel nehmen. Dennoch viel Glück in Hoffenheim (falls es zutrifft) und danke für deinen Einsatz beim Effzeh.

  2. Klio says:

    Zu wechseln ist legitim. Vor allem, weil Leo Bittencourts Einsatz auf dem Platz immer in Ordnung war. Es ist aber kein guter Stil, in dieser Situation per Social Media seine Freude darüber zum Ausdruck zu bringen, dass Hoffenheim Champions League spielen wird. Nach den Berichten der letzten Tage, die sich auf Hoffenheim verdichteten, fällt es schwer, das nicht als Ausdruck der persönlichen Vorfreude zu betrachten. Das ist ein wenig so, wie sich mit der neuen Freundin auf Instagram zu präsentieren, bevor man der bisherigen Freundin gesagt hat, dass Schluss ist.

    Hoffenheim, das ist eh schon ein Schlag in den Magen. Ein paar nette Worte (meinetwegen über Social Media) für die FC-Fans, bevor er sich dann voll und ganz auf den neuen Arbeitgeber einschwört – übermäßig schwer wäre das wahrlich nicht gewesen.

  3. Birgit Wieland says:

    Sehr schade!
    Sportlich zwar nachvollziehbar, aber menschlich enttäuschend.
    Wer hat den Saunaschwur publik gemacht? Und dann ein Posting zum Erreichen der CL für Hoffenheim?!?
    Damit tritt er vielen FC-Fans auf die Füße.
    Hätte man fairer lösen können und müssen.
    In der Hinsicht muss er noch viel lernen.
    Trotzdem danke für die Zeit beim FC!

    • Klio says:

      Was für Vorstellungen hast du denn davon, wie Verträge im Profifußball abgeschlossen werden? Glaubst du ernsthaft, der FC wäre in der Lage (gewesen), Spielern Verträge vorzulegen, die diese zu unterschreiben hätten? Vielleicht bist du ja versehentlich beim falschen FC und bist eigentlich FC-Bayern-Fan. Die Bayern können Verträge ohne Ausstiegsklauseln durchsetzen, weil sie auch zweistellige Millionengehälter zahlen können, egal wie es in den nächsten Jahren bei ihnen läuft.

      Es gibt Kritikpunkte an Schmadtke, die man diskutieren kann. Bei der Vertragsgestaltung ist ihm hier gar nichts vorwerfen. Im Gegenteil: Es ist eine positive Ausnahme, dass bei einer Mannschaft, die nicht vorher als Abstiegskandidat gehandelt wurde, alle Spieler einen Vertrag haben, der auch für die zweite Liga gilt (das hat auch Veh bei Amtsantritt lobend erwähnt). Andere Vereine standen bei einem Abstieg vor der Situation, dass die besten Spieler den Verein ablösefrei verlassen konnten, weil ihre Verträge nicht für die 2. Liga galten.

      Bittencourt war (und ist) ein umworbener Spieler, der auch professionell beraten wird. Vor knapp zwei Jahren hat er einen Vertrag unterschrieben, der mit einem gekürzten Gehalt für die 2. Liga gilt. Ohne Ausstiegsklausel für die 2. Liga kannst du niemanden, der auch anderswo Möglichkeiten hat, zur Unterschrift bewegen. Die festgelegte Ablöse ist sogar heute noch einigermaßen realistisch (entspricht punktgenau dem „Marktwert“ für Bittencourt, der auf einer bekannten Website zum Thema Transfers angegeben wird).

      Was schief gelaufen ist, ist der Abstieg (und hier kann man bei Schmadtke nachkarten, wenn man will – aber nicht bei Wehrle). Wirtschaftlich ist der FC durch kluges Agieren der Verantwortlichen aber, so weit wie möglich, gut abgesichert worden. Und selbst wenn du sachlich nicht so sehr falsch liegen würdest, solltest du dir deine Beleidigungen sparen.

  4. Klaus-Uwe Saiko says:

    Willkommen in der Provinz, Leo Bittencourt. Ja, Provinz: Hoffenheim ist ein Teilort von Sinsheim mit sage und schreibe 3.300 Einwohnern !!! Es ist der kleinste Ort in der Bundesligageschichte, welcher seither in der Championsleague vertreten war !!! Warum nicht dahin wechseln. Saunaschwur hin oder her. Klar, eine Stadt wie Köln ist Hoffenheim bzw. Sinsheim natürlich nicht. Aber ich denke, man darf es ihm auch nicht verübeln zu wechseln. Leo war einer der wenigen Spieler beim Effzeh, der sich gegen den drohenden Abstieg mit allem was er zu bieten hatte, dagegenstemmte. Es ist bei ihm nie der Eindruck entstanden es nicht mit seinen Möglichkeiten versucht zu haben.

    • Boom77 says:

      Wie so viele spieler der TSG wird er wohl eher in Hedielberg, Mannheim oder Stuttgart leben. Das ist dann immer noch nicht die wirklich pulsierende Großstatdtwelt (selbst in Stuttgart nicht), aber nicht mehr ganz sp provinziell ;-)

  5. Ali Perez says:

    Seien wir doch mal ehrlich: in den letzten zwei Jahren war er mehr verletzt und Rekonvaleszent als voll einsatzfähiger Profi. Wir haben länger darauf gewartet, dass er wieder in Form kommt, als wir ihn voll im Saft gesehen haben. Zuletzt hat die Muskulatur auch wieder Probleme gemacht. Unterm Strich ist er uns noch etwas schuldig, aber er zieht es wohl vor, die Biege zu machen. Kann man so machen; man muss dann aber auch in Kauf nehmen, unbedeutend zu bleiben. Das schnallen viele Spieler nicht. Der Effzeh hat auch ohne CL mehr Strahlkraft als Hoffenheim; egal… Für mich wäre sein Wechsel verschmerzbar; wir brauchen gesunde Spieler. Und das ist er trotz Leisten-OP nach wie vor nicht.

    • Karl Heinz Lenz says:

      Es ist schon richtig, dass Leo zu den Spielern gehört, die oft verletzt oder auf andere Weise oft erkrankt waren. Davon hat der FC ja noch einige, ich denke an Guirassy, Höger und Osako. Wenn ein Verein einige Spieler im Kader hat, die deshalb oft ausfallen, dann ist das natürlich ein Problem.
      Auf der anderen Seite ist Leo ohne Zweifel ein Spieler, der kicken kann, auch wenn er als Offensivspieler vor dem Tor relativ ungefährlich ist (außer gegen Ende dieser Saison). Andererseits steht dieses merkwürdige „Solero“-Interview im Raum, das Leo vor kurzem der Bild-Zeitung gab und in dem er berichtete, die Mannschaft hätte mit Blick auf die Euro-League sich für die Bundesliga nicht mehr interessiert und sei deshalb in den Keller abgerutscht. Ich erinnere mich noch an ein anderes Interview in der Hinrunde, als Peter Stöger noch Chefcoach war. Leo bezeichnete damals diejenigen, die Stöger durch einen anderen Trainer ersetzt wissen wollten, sinngemäß als völlig verrückt und die Kritik an Stöger als absurd. Das war in der Zeit, als sein Team-Kollege Timo Horn davon sprach, es wäre an der Zeit, im Training eine Schüppe draufzulegen und damit als erster Spieler zu erkennen gab, dass da etwas nicht stimmte. Und trotzdem ist es richtig, dass Leo einer der Spieler war, der – wenn er denn auf dem Platz stand – sich immer erkennbar voll reinhängte.
      Da Nagelsmann in Hoffenheim die Sache voll im Griff hat und seine Jungs hart arbeiten lässt, und so gesehen Leo sich dort ganz auf den Sport konzentrieren kann (und muss!), kann ich mir schon vorstellen, dass er dort aufblüht. Die Latte liegt in Hoffenheim eben ein bisschen höher als im gefühligen Kölle unter Schmöger.

  6. NICK says:

    Hoppelheim: Nagelsmann ist der Trainer der Stunde, hat in den letzten beiden Jahren etliche Spieler besser gemacht. Hopp wird wohl auch nicht schlecht zahlen. Sportlich? Championsleaque! Vielleicht mal Mailand? Dazu noch ein paar Teamkollegen mit denen du als technisch versierter Spieler kicken kannst. Trainingszentrum – top! Stadion was kleiner, Hymne? Stimmung? – naja…

    1.FC Köln: Trainer – unbekannt. Zweitligagehalt. Sandhausen, Heidenheim…Teamkollegen – total nett, kannste auch privat mal in die Sauna mit gehen. Im Geissbockheim erstmal das Shampoo von Hennes Weisweiler wegräumen vorm Duschen. Hymne und Stadion erlebt man ja auch als Gast 2 x im Jahr…wird ja schon wieder werden mi dem Effzeh…bleiben ja schon genug Kölner da…

    Was macht man jetzt als 24 jähriger Fussballprofi mit Ambitionen…

    • Ali Perez says:

      Frag doch mal Hector und Horn??? Ich bleibe dabei; wenn man als Spieler alle zwei, drei Jahre den Verein wechselt, wird man nirgendwo von Bedeutung sein und überall lediglich eine Fußnote bleiben. Außer man ist ein Gigant wie Zlatan. Wer spricht denn in Dortmund oder Hannover heute noch von Leo??? Und wie schon gesagt; Leo war viel zu verletzungsanfällig, als dass ich traurig über einen Wechsel sein könnte.

      • Uli Scherber says:

        Vollkommen richtig Ali.
        Hat sich selbst mal als Führungsspieler ernannt…und dann? Kam nichts, aber auch gar nichts von Ihm! Leider ist er wie viele bei uns ein Alibi Fußballer.
        Na ja, in Hoffenheim liegt die Meßlatte etwas höher als beim FC….

        • NICK says:

          Eben. Dann lassen wir ihn doch ziehen und hoffen das er glücklich wird. Ich Nehms ihm nur nicht übel. Unter Nagelsmann kann er besser werden.

          Hector und Horn, hätte ich auch keine Steine in den Weg gelegt. Ich hätte ihnen auch nicht das Zweitligagehalt so erhöht…aber jetzt bleiben sie – aus Ehrentum oder mangels Alternativen…warum auch immer. Ich hoffe sie knüpfen an ihre schon bewiesenen Fähigkeiten wieder an.

          • Boom77 says:

            Er kann besser werden, wenn sein Körper mitmacht. Vielleicht ist Leo einer der Spieler, die bald einsehen müssen, dass es von der technischen Qualität sicher für eine gute bis sehr gute Fußballerkarierre gereicht hätte, aber der Körper das nicht mitmacht. Das extremste Beispiel war wohl Sebastian Deisler (zumindest fällt mir kein extremeres Beispiel ein). Der hatte unbestreitbar große fußballerische Fähigkeiten, nur sein Körper und später auch sein Kopf sagten, sorry Basti… das ist nix für uns.

            Ich jedenfalls nehme dem Leo auch nicht krumm, dass er geht. Soll er. Alles gut. Er sollte nur weniger Interviews geben in Zukunft. Aber das sollen ihm lieber die Berater erklären.

  7. OlliW says:

    Dass Leo geht, kann man nachvollziehen. Ich finde es schade, weil er das Potenzial hätte, ein „Kölner Typ“ zu werden wie Hector, Horn und Cello. Die drei „sind“ für mich FC!

    LB muss das aber anders „anmoderieren“, oder eben gar nicht. So wie Heintzi, wo seit Wochen spekuliert wird, er sich aber weder in Sachen Treue aus dem Fenster lehnt noch offen mit Halbfakten jongliert.

    Wenn Bitti also geht, wünsche ich ihm für Hoppenheim alles Gute. Er liebäugelt ja auch ein bisschen mit der N11… Da muss er aber natürlich kontinuierlich liefern und fit bleiben. mal sehen. Potenzial ist da. Wenn er geblieben wäre, würde er siche zu den stärksten und interessantesten Spielern in Liga 2 gehören, bei Fitness und Weiterentwicklung dann eine weitere Erstligasaison dran hängen und wäre dann für CL-Teams immer noch interessant – mit dann 26, im „besten Fußballalter“.

    Egal. Et ess wie et ess…

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