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Extraschicht für Meré: Spanier muss Ausdauer verbessern

Bleibt Jorge Meré beim 1. FC Köln oder will der Spanier die Geissböcke doch noch irgendwann im Laufe des Sommers verlassen? Aktuell bereitet sich der 21-Jährige mit dem Effzeh auf die Zweite Liga vor. Doch der Innenverteidiger hat Nachholbedarf und musste am Freitag eine Extraschicht einlegen.

Aus Bad Gögging berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Die Nachmittagseinheit am Freitag brachte die Geissböcke zwar ordentlich ins Schwitzen. Das lag aber eher an den sommerlichen Temperaturen und nicht an der Intensität, mit der Trainer Markus Anfang seine Spieler durch die taktischen Details seines Aufbauspiels trieb. Für eine Trainingseinheit in der ersten Wochen der Vorbereitung konnten die Geissböcke verhältnismäßig durchatmen.

Meré nach Laktattest im Einzeltraining

Einzig für Jorge Meré sollte es im Anschluss noch einmal etwas anstrengender werden. Während seine Teamkollegen nach der Trainingseinheit auf dem Rasen drei große Runden drehten und ausliefen, verließ Meré mit Reha-Coach Dennis Morschel das Trainingsgelände in Laufschuhen. Der 21-Jährige ging auf eine größere Runde und musste einen zusätzlichen Dauerlauf absolvieren. Der Hintergrund: Meré hatte am Montag den Laktattest als einziger Feldspieler nicht beenden können.

Markus Anfang erklärte auf GBK-Nachfrage zwar, die Laktatwerte aller Spieler seien in Ordnung gewesen. Er fügte jedoch auch an: „Mit manchen Spielern trainieren wir jetzt noch individuell, manche im Kraftbereich, manche in der Grundlagenausdauer.“ Dass Meré als einziger Spieler die Laufrunde absolvieren musste, zeigt, dass der Spanier in der Grundlagenausdauer noch deutlichen Nachholbedarf hat, der nicht im täglichen Trainingsbetrieb aufzuholen ist. Also musste Meré am Freitagnachmittag eine Extraschicht einlegen, während sich seine Teamkollegen bereits in der Eistonne ihre Abkühlung holten.

Anfang setzt damit ein Zeichen

In Spanien sind sportwissenschaftliche Tests wie der Laktattest deutlich weniger verbreitet als in Deutschland. Deutsche Trainer lieben Zahlen, Statistiken, Werte, mit denen sie messen können, wie fit ein Sportler wirklich ist. Schon in der letzten Saison gehörte Meré zu den Spielern, deren Werte unterdurchschnittlich waren. Dies hat sich in der Sommerpause offenbar nicht wesentlich verbessert. Intern weiß man beim FC, was man an dem Spanier hat. Deshalb will man bekanntlich mit dem Spanier verlängern. Doch man fragt sich auch, wie gut der 21-Jährige sein könnte, wenn er den Fitness-Rückstand nicht hätte. Markus Anfang setzte nun jedenfalls in Absprache mit Athletikcoach Max Weuthen und Morschel ein Zeichen: Meré muss härter an sich arbeiten.

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