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FC-Frauen verabschieden sich mit Würde – Hoffnungen im Nachwuchs

Im letzten Bundesligaspiel haben sich die Frauen des 1. FC Köln noch einmal ein beachtlichen 0:0-Unentschieden beim Deutschen Meister VfL Wolfsburg erkämpft. Das Spiel ging lange Zeit nur in eine Richtung, doch die Kölnerinnen hielten dem Druck stand. Während die FC-Frauen nach nur einem Jahr wieder ins Unterhaus müssen, gibt es zumindest aus dem Frauen-Nachwuchs gute Nachrichten. 

Köln/Wolfsburg – Die mit 78 Gegentreffer schlechteste Abwehr der Allianz Frauen Bundesliga hat am letzten Spieltag der Saison noch einmal dem zweitbesten Angriff aus Wolfsburg standgehalten. Obwohl der Abstieg bereits besiegelt war, wollten sich die FC-Frauen noch einmal mit Anstand aus der Bundesliga verabschieden.

Hoffmann hält FC den Punkt fest

Von Beginn an dominierte der Double-Sieger und Champions-League-Finalist die Partie. Erst in der 38. Minute kamen die Gäste vom Rhein zu ihrer ersten nennenswerten Torchance, als Karoline Kohr steil geschickte wurde und diese auf Lidjia Kulis ablegte. Doch VfL-Keeperin Frohms war auf dem Posten und parierte den Schuss von Kulis stark. Noch vor der Pause kamen die Wölfinnen durch Harder und Popp zur nächsten Doppelchance, doch die Kölner Abwehr konnte beide Angriffsversuche blocken.

Auch im zweiten Durchgang waren die Gastgeberinnen die spielbestimmende Mannschaft mit den besseren Torgelegenheiten. Lediglich Theresa Gosch hatte nach einer Hereingabe von Kulis die Möglichkeit, die Kölnerinnen in Führung zu bringen. Doch ihr Schuss verfehlte das VfL-Gehäuse. Beste Spielerin des Effzeh war an diesem Tag Torhüterin Claudia Hoffmann, die mehrmals glänzend parierte. So auch in der 84. Minute, als sie die Gäste binnen zehn Sekunden gleich zwei Mal auf der Linie mit starken Reflexen vor dem Rückstand bewahrte. Am Ende hielt das Kölner Abwehrbollwerk mit einer starken Hoffmann im Tor das Unentschieden. Durch das torlose Remis konnten sich die FC-Frauen zumindest teilweise für die 0:6-Hinspielniederlage revanchieren und sich nach einer schwachen Saison wenigstens noch mit Anstand aus der Bundesliga verabschieden. „Es war wirklich richtig gut für die Mannschaft. Wir hatten nichts mehr zu verlieren. Jetzt ist es schön, nochmal mit einem guten Gefühl nach Hause zu gehen“, freute sich Torhüterin Hoffmann nach dem Spiel. Gegnerin und Nationalspielerin Alexandra Popp fand der Partie lobende Worte für ihre Kontrahentin: „Wenn diese Torfrau nicht Spielerin des Spieltags wird, weiß ich auch nicht.“

Weibliche U17 im Finale um die Deutsche Meisterschaft

Gute Nachrichten gibt es von die B-Juniorinnen des Effzeh. Nachdem die U17 in ihrer Staffel der B-Juniorinnen Bundesliga West/Südwest bereits die Meisterschaft feiern konnte, haben sich die Kölner Juniorinnen im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen Turbine Potsdam im Elfmeterschießen durchsetzen können. Köln U16-Nationaltorhüterin Pauline Nelles wehrte dabei zwei Schüsse der Potsdamerinnen ab. Das Endspiel am kommenden Samstag gegen den VfL Wolfsburg ist das erste für die B-Juniorinnen in der Kölner Vereinsgeschichte. „Das Finale erreicht zu haben ist für uns überragend. Wir haben schon jetzt Vereinsgeschichte geschrieben“, freute sich Köln Trainerin Magdalena Schiefer hinterher.

 

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