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Helden gesucht: Wer hat das Potential zum Aufstiegsgarant?

Die Torjäger als Aufstiegshelden

Die Vereinshistorie des 1. FC Köln ist von Höhen und Tiefen geprägt: Gründungsmitglied der Bundesliga, erster deutscher Meister und Spitzenmannschaft in den 60er und 70er Jahren. In der jüngeren Historie machte Köln jedoch als Fahrstuhl-Klub Schlagzeilen. In der kommenden Saison soll die sechste Rückkehr ins Oberhaus folgen. Die Vergangenheit zeigt, dass der Effzeh dafür dringend einen Torjäger braucht.

Köln – 1999/00, 2002/03, 2004/05, 2007/08 und 2013/14 – das waren die Glückszahlen beim 1. FC Köln in den letzten 20 Jahren. 2018/19 soll mit dem sofortigen Wiederaufstieg die nächste Bundesliga-Rückkehr gelingen. Ewald Lienen, Friedhelm Funkel, Huub Stevens, Christoph Daum und Peter Stöger hießen die Aufstiegstrainer. Markus Anfang soll der nächste sein. Doch dafür braucht der Effzeh allerdings neue Helden. So wie in der Vergangenheit.

Die Top-Torschützen der Vergangenheit

In der Spielzeit 1999/00 war Dirk Lottner nicht nur Dreh- und Angelpunkt im Spiel des 1. FC Köln, mit 14 Treffern war er auch der erfolgreichste Torjäger der Domstädter. Drei Jahre später war es Matthias Scherz, der den Effzeh mit 18 Buden in die Bundesliga schoss. In der Spielzeit 2004/05 überragte Lukas Podolski – nicht nur wegen seiner 24 Treffer.

Milivoje Novakovic bugsierte den 1. FC Köln drei Jahre später mit 20 Toren ins Oberhaus. Am letzten Aufstieg in der Spielzeit 2013/14 war Patrick Helmes mit zwölf Toren entscheidend beteiligt. Auch in den folgendenen Jahren in der Bundesliga hatte der Effzeh mit Anthony Ujah und Anthony Modeste treffsichere Torjäger in seinen Reihen. Erst in der abgelaufenen Saison fehlte Köln ein Knipser – und stieg prompt wieder ab. Die Geissböcke brauchen für den Aufstieg unbedingt wieder einen Torjäger.

Wer könnten die neuen Helden werden?

Der Angriff der Kölner ist in der kommenden Spielzeit zumindest auf dem Papier stark besetzt. Mit Jhon Cordoba, Sehrou Guirassy, Simon Terodde und Simon Zoller stehen dem Effzeh vier Mittelstürmer zur Verfügung. Grundsätzlich scheinen alle vier Angreifer das Zeug dafür zu haben, den 1. FC Köln wieder in Bundesliga zu schießen. Doch kann Terodde seine alte Torquote aus Liga zwei wiederfinden? Kann Cordoba überhaupt für den FC treffen? Bleibt Guirassy gesund? Findet Anfang für Zoller eine feste Position, wo der schnelle Angreifer seine Qualitäten ausspielen kann?

Die Karten werden ab dem 25. Juni völlig neu gemischt. Doch die Kernfrage wird wohl sein, wer aus dem Quartett die vorderste Rolle im bevorzugten 4-1-4-1-System von Neu-Coach Anfang am besten ausfüllen kann. Bei Holstein Kiel setzte Anfang mit Marvin Ducksch auf einen großgewachsenen Mittelstürmer. Diese Variante funktionierte hervorragend. Duksch erzielte 18 Saisontreffer und legte elf weitere Tore auf. Am Ende scheiterten die Kieler Aufstiegsambitionen erst in der Relegation und am VfL Wolfsburg. Sollte Anfang sein System auch beim Effzeh weiter verfolgen, dürften drei Stürmer das Rennen um regelmäßige Einsatzzeiten unter sich ausmachen.

5 Kommentare
  1. Boom77 says:

    Also ich finde, es verbittet sich von „Torriecher“ in einem Atemzug mit Cordoba zu sprechen. Ich will den Jungen jetzt hier nicht unnötig schlecht reden und hoffe, dass Anfang endlich die passende Position und Rolle für ihn findet und er durchstartet. Aber selbst, wenn das gelingt, ist Cordoba kein Goalgetter und wird dies nie werden. Er hat andere Stärken als den Torabschluss und einen „Torriecher“. Als Zentrumsstürmer im 4-1-4-1 sehe ich ihn nie im Leben.

  2. Peter Josef says:

    Man kann also aufsteigen, wenn der beste Schütze 12 oder 14 Tore macht. Man braucht in dem Fall dann noch andere, die auch treffen, aber 14 Tore traue ich jedem unserer Stürmer zu. Terodde muss also nicht seine gewohnten 25 liefern – 14 reichen. Wenn denn ab und an jemand anders trifft und die Abwehr steht.

  3. Rolf Moersch says:

    Ich denke, MA wird in der Vorbereitung auf die kommende Saison Erkenntnisse sammeln, wer aus dem Lostopf am bessten in sein System passt. Wenn dann im ersten Spiel nicht gleich ein Erfolgserlebnis für den Auserwählten statt findet, ist es nicht dienlich wenn die Fans im zweiten Spiel den Spieler mit einem Pfeifkonzert empfangen. Nach dem Verlauf der letzten Saison wird es für jeden Stürmer schwer sein mit stolz geschwellter Brust aufzulaufen. MA hat gesagt Erfolgserlebnisse müssen her. Wer einmal Fahrrad fahren kann, verlernt es nicht, auch ein Stürmer verlernt nicht das Tore schießen.

  4. OlliW says:

    Das Warmspielen und die Erfolgserlebnisse sollten sich vielleicht schon in der Vorbereitung einstellen. Man spürt ja auch im Training und ja auch in den Testspielen, ob einem was gelingt und wie man drauf ist. Wenn der Spielplan nicht gleich am ersten Spieltag den HSV oder so vorsieht, kann man ggf. „langsam“ rein kommen. Allerdings – man sollte wie auch immer, nach Möglichkeit gleich mit einem Sieg starten, das wäre ideal.

  5. NICK says:

    Mal was anderes zum Thema „Helden gesucht“ – es stehen Mitgliederatswahlen an. Bisher scheint es weniger Bewerber als freie Plätze zu geben. Viele aktuelle Mitgliederräte haben sich bisher nicht beworben…ist das nicht nötig? Haben sie keine Lust mehr? Bisher sieht es jedenfalls mau aus. Bewerbt euch!

    Mal sehen ob der Vorstand wieder Hoddies verteilt, damit die Halle für diese wichtige Wahl wieder richtig voll wird…

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