,

Die große Kader-Analyse vor dem Kölner Ligastart

Die Defensive mit einer Großbaustelle

Contents


Zwei Siege über zwei Bundesligisten: Mit dieser Empfehlung startet der 1. FC Köln in sechs Tagen in die Zweite Liga. Gegen den VfL Bochum soll sofort ein Erfolgserlebnis her. Die Geissböcke haben sich Selbstvertrauen geholt. Trainer Markus Anfang hat personell auf vielen Positionen die Qual der Wahl.

Köln – Von einer festen Stammformation will Markus Anfang nichts wissen. „Das kann sich jede Woche ändern. Es kommt auch auf den Gegner an.“ Mit diesem Credo will der FC-Coach seine Spieler bei Laune halten. Denn diese wissen auch: Ab nächsten Samstag werden jede Woche ein halbes Dutzend teils gestandener Spieler auf der Tribüne sitzen, sieben weitere Spieler auf der Bank und nicht in der Startelf.

Tor

Im Tor sind die Rollen klar verteilt. Timo Horn gilt als wohl bester Torhüter der kommenden Zweitliga-Saison und soll ein Aufstiegsgarant der Geissböcke werden. Hinter ihm wird Thomas Kessler auf der Bank Platz nehmen. Jan Christoph Bartels und Brady Scott werden ihre Einsätze abwechselnd in der U21 erhalten.

Viererkette

Das große Loch klafft plötzlich hinten rechts: Matthias Bader (Muskelverletzung am Hüftbeuger) und Benno Schmitz (Sehneneinriss im Oberschenkel) haben sich in der letzten Woche verletzt. Der FC steht schon wieder ohne Rechtsverteidiger da. Marcel Risse soll jetzt kurzfristig und ungeplant einspringen. Und das, obwohl Anfang noch Mitte der Woche darauf verwies, dass der Rechtsaußen immer wieder in Zweikämpfen Probleme habe wegen seiner Knie-Vorgeschichte. Rechts hinten ist also erneut Kölns große Baustelle.

Im Zentrum hat sich neben Rafael Czichos zunächst Jorge Meré durchgesetzt. Der Neuzugang und der Spanier bilden das spielstarke, allerdings auch weniger kopfballstarke Duo. Lasse Sobiech muss zunächst trotz seiner Wucht im Luftkampf zuschauen. Gleiches gilt für Frederik Sörensen und Yann Aurel Bisseck. Der Däne hat offenbar überhaupt keine Chancen mehr, will den Klub verlassen. Bisseck spielte am Wochenende bei der U21 und soll zunächst vornehmlich dort Spielpraxis sammeln.

Hinten links ist Kapitän Jonas Hector gesetzt – keine Frage. Was mit Jannes Horn wird, ist dagegen noch offen. Ob auch er eine Option hinten rechts als Übergangslösung werden könnte, ist eher unwahrscheinlich. Genauso, dass Tim Handwerker auf der Linksverteidiger-Position viel Einsatzzeit bekommen wird. Handwerker wird intern eher offensiv bewertet, hat dort aber so große Konkurrenz, dass er ähnlich wie Bisseck um jede Minute Einsatzzeit in dieser Saison wird kämpfen müssen.

Defensives Mittelfeld

Durchgesetzt hat sich dagegen im zentralen, defensiven Mittelfeld auf der Sechs Salih Özcan. Der Youngster hat mit seiner aggressiven, laufstarken und körperbetonten Spielart überzeugt. Als Ersatz für den verletzten Marco Höger wird er in den kommenden Wochen wohl sicher in der Startelf stehen. Matthias Lehmann ist sein Back-up, doch der Routinier und ehemalige Kapitän wird sich mit einem Platz auf der Bank begnügen müssen. Dorthin wird es Nikolas Nartey wohl nicht einmal hinschaffen. Der Youngster kam am Samstag bei der U21 zum Einsatz, zuletzt wurde er sogar als Kandidat für ein Leihgeschäft gehandelt. Nartey ist hoch talentiert, braucht aber offenbar noch Zeit.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar