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Drexler: „Anfangs Spielsystem ist ein Bessermacher-System“

Dominick Drexler hat sich am Montagmittag beim 1. FC Köln vorgestellt und um 15 Uhr sein erstes Training mit der Mannschaft bestritten. Der Neuzugang erklärte, welche Rolle er im Team übernehmen solle und warum Markus Anfang für ihn ein entscheidender Faktor für den Transfer war.

Köln – Sechs Wochen lang war Dominick Drexler in Dänemark beim FC Midtjylland, ehe sein Gastspiel schon wieder zu Ende ging. In Köln, unweit seiner Heimatstadt Bonn, will der 28-Jährige das schaffen, was ihm mit Holstein Kiel verwehrt geblieben war: der Aufstieg in die Bundesliga.

Im Zentrum liegen viele meiner Stärken

Drexler kommt als vornehmlich zentraler, offensiver Mittelfeldspieler. Das betonte der Neuzugang am Montag bei seiner Vorstellung. „Es geht darum, die Lücke zu schließen, die Leo Bittencourt aufgemacht hat“, sagte Drexler. „Ich bin auch verpflichtet worden, weil ich mehrere Positionen vorne spielen kann. Aber klar ist, dass ich in den letzten zwei Jahren vorwiegend im Zentrum gespielt habe. Dort liegen auch viele meiner Stärken.“

Er beschrieb sich als „kreativen Spieler“, der „gegnerische Abwehrreihen knacken und die Mitspieler gut ins Szene setzen kann“. Auf welcher Position er dies künftig beim FC machen soll, wird sich aber erst noch zeigen. Denn Drexlers Hinweis auf die Bittencourt-Nachfolger ließ bei aller Vergangenheit in Kiel auf einer der beiden zentralen Positionen hinter der Spitze erkennen, dass auch sehr wohl auch um die Position auf Linksaußen gehen könnte. „Ich habe in meiner Karriere auch schon viel links gespielt“, bestätigte daher Drexler, der von Markus Anfang aber ins Zentrum beordert worden war.

Wir haben uns innerhalb weniger Minuten verständigt

Von Montag an hat Drexler nun zwei Wochen Zeit, sich in die Mannschaft einzufinden. Die vergangenen Wochen hatte er in Midtjylland trainiert, zuletzt aber nicht mehr, wie Drexler erklärte. „Als vor zehn bis vierzehn Tagen die Verhandlungen angefangen haben, bin ich aus dem Teamtraining rausgegangen, um mich auf meinen Weg zu konzentrieren.“ Vor allem fehlt ihm die Spielpraxis, die er sich am kommenden Freitag in der Generalprobe der Geissböcke gegen den 1. FSV Mainz 05 holen soll.

Ins System einfinden muss sich Drexler hingegen nicht. Das kennt er aus dem Effeff durch seine zwei Jahre in Kiel unter Markus Anfang. „Der Trainer war ein großer Faktor“, bestätigte Drexler, „weil sein Spielsystem ein Bessermacher-System ist. In diesem System ist das Positionsspiel so gut, dass alle Spieler besser wegkommen. Es heißt nicht, dass wir jedes Spiel gewinnen, aber die Abläufe sind so gut, dass man den Gegner dominieren kann.“ Das soll dem FC in der kommenden Zweitliga-Saison fraglos gelingen, um den Aufstieg zu schaffen. Drexler will dabei helfen, denn als gebürtiger Bonner sei er mit großer Nähe zum FC aufgewachsen. „Als Markus Anfang mich kontaktiert hat, haben wir uns innerhalb weniger Minuten verständigt, dass ich nach Köln kommen möchte.“

6 Kommentare
  1. OlliW says:

    Ich hoffe das auch. Und noch mehr.
    Alle FC Fans halten den Atem an. Jetzt schon. Und es wird ab dem ersten Spiel auf jede Aktion geschaut werden. Akribisch und genau. Fehlpässe und Durchlässigkeiten in der Abwehr werden schlimme Erinnerungen wecken. Sollten es nicht mindestens 10 Punkte aus den ersten vier Spielen herausspringen, wird man von einem krassen Fehlstart reden und es werden eher Unkenrufe nach der 3. Liga laut werden als Lässigkeit mit dem Verweise auf die Länge und Dauer der Liga. Die Nerven der FC Fans liegen dafür zu blank.

    • Anti Raute says:

      10 Punkte aus den ersten 4 Spielen sind nicht realistisch bei den Gegnern und bei unserem Stand. Wer als Fan das ernsthaft fordert (erwarten darf man ja vieles), der ist leider noch nicht im Effzeh Jahr 2018 angekommen und träumt entweder von vergangenen Zeiten oder hat den Bezug zur Realität verloren. 10 -12 Punkte wünscht sich jeder Fan, aber wer dies tut, der muss damit Leben, enttäuscht zu sein, wenn es weniger Punkte werden.

      In Bochum 1 Punkt, aus den beiden Heimspielen gegen Unio und Aue 4 Punkte sowie 1 Punkt bei Pauli, das ist noch realistisch. Das wären dann 6 Punkte aus 4 Spielen, damit wäre doch noch nichts verspielt oder verloren auf die ganze Saison gesehen. Spätestens nach dem 34. Spieltag wird abgerechnet, da entscheidet es sich, ob man sein Ziel erreicht hat oder nicht. Auf dem Weg dahin wird es Stolpersteine geben, sprich Niederlagen und Remis, die man so nicht einplant als Fan. Dennoch wäre das schlimmste Szenario, wenn es bei den Fans und bei der Presse unruhig werden würde, weil ein (zu erwartender, holpriger Start) eintritt. Denn dann würde die Aufgabe noch sehr viel schwieriger als sie so schon ist.

      Wer nach der 3. Liga ruft oder in diese Richtung denkt, kann kein echter Effzeh Fan sein. Vermutlich ist dieser eine Pille, Pony oder Paul und seine tausend andere Schatten…

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