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NLZ-Leitung: Jan Schäfer rückt kommissarisch für Meyer auf

Nach dem Weggang von Daniel Meyer zu Erzgebirge Aue ist der 1. FC Köln auf der Suche nach einem neuen NLZ-Leiter. Von der einstigen Doppelspitze ist nur noch Carsten Schiel übrig. Daher rückt nun zunächst Jan Schäfer auf und hat Chancen auf eine langfristige Anstellung als NLZ-Leiter. 

Köln/Bad Gögging – Der Wechsel von Daniel Meyer nach Aue kam für den 1. FC Köln überraschend. Der Fußballlehrer wollte die sich ihm bietende Chance, im Profibereich als Trainer Fuß zu fassen, unbedingt nutzen. Als Meyer 2016 gemeinsam mit Carsten Schiel für das Kölner Nachwuchsleistungszentrum verpflichtet wurde, zeigte sich vor allem Jörg Jakobs mehr als zufrieden mit der Besetzung. Nun ist Meyer Geschichte, Jakobs bekanntlich auch. Der FC muss die NLZ-Führung also neu ordnen.

Die Suche nach einem neuen Leiter läuft – oder ist sie schon beendet?

Deshalb hat nun Jan Schäfer den Posten des NLZ-Leiters kommissarisch von Meyer übernommen und arbeitet an der Seite Schiels. Schäfer war bereits unter Meyer Stellvertreter und gehörte, als dieser in der Rückrunde der abgelaufenen Saison die U19 von Stefan Ruthenbeck übernommen hatte, ebenfalls zum Trainerstab des A-Junioren-Bundesligisten.

Der 30-Jährige, der über die A-Trainerlizenz verfügt, wechselte erst im Januar von Rot-Weiß Erfurt an den Rhein. In Erfurt hatte er sich in fünf Jahren vom Co-Trainer der A-Jugend über die Funktion des organisatorischen Leiters bis hin zum Leiter des Erfurter NLZ hochgearbeitet. Seine Karriere ist dabei kurios: Erst durch einen Job als Co-Trainer bei Erfurts U11 rutschte der studierte Betriebswirt überhaupt in den Fußballsektor. Nach Informationen des GEISSBLOG.KOELN will man beim Effzeh nun die Arbeit des gebürtigen Berliner unter die Lupe nehmen und erst dann entscheiden, ob eine Neubesetzung des NLZ-Chefpostens notwendig erscheint.

Carsten Schiel bleibt im NLZ

Doch Schäfer übt seine neue Tätigkeit nicht alleine aus. Als gleichberechtigte Doppelspitze arbeitet er, wie zuvor Meyer, gemeinsam mit Carsten Schiel. Der Sportpsychologe ist seit 2016 im Verein, wurde gemeinsam mit Meyer nach Köln geholt. Während Schäfer den sportlichen Bereich des Postens abdeckt, bleibt Schiel außerhalb des Sports für alle sozialen, pädagogischen sowie psychologischen Aufgaben zuständig. Interessant dabei: In Erfurt war Schäfer in erster Linie für strategische, finanzielle und administrative Dinge zuständig, während ebenfalls in einer Doppelspitze die sportliche Leitung in anderen Händen lag. Dies wäre beim FC künftig anders.

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