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Veh: „Die Zusammenarbeit mit Nils Schmadtke ist sehr gut“

Veh hat die Personalie Nils Schmadtke hinterfragt

Das ist eine Frage, die ich mir natürlich gestellt habe

Schauen wir mal auf den Nachwuchs: Daniel Meyer ist weg. Jörg Jakobs ist weg. Inwieweit werden die Positionen neu besetzt werden?

Derzeit beschäftigen wir uns mit der Nachfolge von Daniel Meyer. Wir wollen auf dieser Position Kontinuität herstellen und jemand, der sich voll und ganz mit den Aufgaben eines NLZ-Leiters identifiziert. Daniel Mayer hat sich für einen anderen Weg entschieden. Und bezüglich Jörg Jakobs: Seine Position war ursprünglich ja eine andere. Ich habe Frank Aehlig für diese Rolle geholt, die Jörg Jakobs ursprünglich bei Jörg Schmadtke innehatte.

Apropos Jörg Schmadtke: Im Scouting gab es zuletzt etwas Aufregung um Ihren Vorgänger. Zwei Ihrer Scouts sind nach Wolfsburg gegangen. Sie sollen nicht gerade glücklich gewesen sein.

Ich möchte nichts dazu sagen.

Eine Nachfrage muss ich aber stellen: Nachdem Jörg Schmadtke nun wieder ein Amt in der Bundesliga bekleidet, was ändert sich dadurch für Sie mit Blick auf seinen Sohn Nils, der beim FC ja bekanntlich im Scouting arbeitet?

Das ist eine Frage, die ich mir natürlich gestellt habe. Das hat nichts mit Nils persönlich zu tun, aber wenn sein Vater, unter dem er hier angefangen hat, nun bei einem anderen Verein arbeitet, muss man das hinterfragen. Das habe ich getan. Die Zusammenarbeit mit Nils Schmadtke ist sehr gut. Wenn ich das Gefühl habe, einen guten und loyalen Mitarbeiter zu haben, kann ich doch nicht nur deshalb handeln, weil er der Sohn von jemandem ist. Ich handele aus der Überzeugung, dass er für uns der richtige und ein wichtiger Mitarbeiter ist.

Wir haben vor allem vier Märkte im Blick

Sie hatten zum Anfang Ihrer Arbeit beim FC erklärt, im Scouting etwas verändern zu wollen. Durch die Abgänge im Scouting haben Sie jetzt die Chance dazu. Wie sehen Ihre Vorstellungen aus?

Das Wichtige ist, dass wir die Manpower haben, alle Bereiche zu bearbeiten. Geplant ist, dass wir Video-Scouts haben, die am Bildschirm arbeiten und unsere zwei Live-Scouts. Neu dazu kommen Online-Scouts, die uns aus verschiedenen Ländern zuarbeiten. Das hat den Vorteil, dass sie interessante Kandidaten nicht nur beobachten können, sondern auch die Medien in der jeweiligen Landessprache im Blick haben.

In welchen Ländern?

Wir haben vor allem vier Märkte im Blick: Kroatien, Frankreich, Schweden und Dänemark.

Kroatien und Frankreich, die WM-Finalisten…

Nicht erst seit der WM. (lacht) Den Gedanken hatten wir schon vorher. Dafür suchen wir gerade die richtigen Leute.

Zum Abschluss: Gerade hat Schalke 04 bekannt gegeben, 95 Millionen Euro ins Trainingsgelände zu investieren. Der FC Bayern baut einen riesigen Nachwuchs-Campus. RB Leipzig sind finanziell keine Grenzen gesetzt. Der BVB bewegt sich auch in ganz anderen Dimensionen. Wie will der FC da künftig noch konkurrieren im Kampf um Talente?

Es ist notwendig, für den FC zu investieren. Sonst hängen uns nicht nur diese Klubs ab. Wenn wir es nicht schaffen, ein neues Leistungszentrum zu bauen, werden wir es sehr schwer haben, Spieler für uns zu gewinnen oder hier zu halten. Im Moment haben wir noch eine hohe Durchlässigkeit aus dem Nachwuchs in den Profibereich. Aber wenn wir uns nicht den neuen Anforderungen anpassen, werden wir den Anschluss verlieren. Deswegen brauchen wir da auch die Unterstützung der Kölner Politik.

Hier geht’s zum ersten Teil des großen GBK-Interviews mit Armin Veh!

12 Kommentare
      • Stefan Schmitz says:

        Von Rot-Grün darf man nichts erwarten, von Frau Reker anscheinend auch nicht. Aber mal ganz ehrlich: Das Vorhaben vom FC überzeugt mich bisher auch nicht 100%ig. Denn es wäre wohl nur eine Entlastung, keine nachhaltige Lösung.

        Andere Verein stampfen riesige NLZ’s aus dem Boden, mit idealen Vorrausetzungen für die Nachwuchsarbeit. Das wird man in Grüngürtel niemals umsetzen können!
        Man sollte am Geissbockheim einen neuen, modernen Profitrakt bauen und gleichzeitig an anderer Stelle ein NLZ errichten.

        Die Linken (ja, wirklich) haben da schon im Dezember 2016 einen ganz interessanten Vorschlag gemacht:
        Die bereits vorhandene Sportanlage am Salzburger Weg in Junkersdorf, welche bereits in der Vergangenheit als DFB Standort zur Debatte stand.
        Die Lage wäre ideal, denn 5 Kunstrasenplätze und jede menge Parkplätze sind bereits vorhanden. Das Areal befindet sich zudem in unmittelbare Nähe (jeweils ca 1,5km) zum Geissbockheim, zum Stadion und zur Sporthochschule, welche das Gelände derzeitig benutzt.

        Ich denke, das wäre mehr als eine Überlegung wert. Denn:
        1.Das GBH (als Gebäude) wäre massiv entlastet.
        2.Die Profis UND die Jugend hätten beste räumliche Vorraussetzungen.
        3. Der Erhalt des Grüngürtels wäre gewährleistet.
        4. Alles bleibt in unmittelbarer Nähe zusammen.

        Stellt sich nur die Frage, warum bisher niemand auf diesen Vorschlag eingegangen ist…

      • Hans-Jörg Fischer says:

        Nur der guten Ordnung halber: In Köln gibt es keine „rot-grüne“ Rats-Koalition, sondern eine „schwarz-grüne“ Koalition, wobei die CDU grundsätzlich die Ausbau-Pläne des FC unterstützen würde. Lediglich die Grünen sind gegen den Ausbau (war aber auch nicht anders zu erwarten). Da die OB Reker eine Gemeinschaftskandidatin der CDU und der Grünen ist, verhält sie sich zunächst einmal neutral, um den „Koalitionsfrieden nicht zu gefährden.
        So schön kann Politik sein … ;-)

        • Stefan Schmitz says:

          Das Wort Koalition ist hier auch nicht gefallen. Hier ist eher die Gesinnung der Parteien gemeint.
          Wie Sie schon richtig bemerkt haben: Die Grünen sind wie zu erwarten dagegen. Bei den roten Parteien sieht es nicht viel besser aus. Die Linke, welche diesen interessanten Vorschlag unterbreitet hat, ist übrigens gegen die große Erweiterung am GBH. Selbst die CDU hält sich recht bedeckt, unterstützt nur das grundsätzliche Vorhaben, nicht die Pläne an sich.

          Was Frau Reker angeht: Die Tatsache das sie keiner Partei angehört, war für viele Kölner der Grund schlechhin, sie zu wählen! Sie wurde gewählt um als unabhängiges Stadtoberhaupt das Heft in die Hand zu nehmen, nicht um Frieden zu stiften. War ein netter Gedanke, mehr aber auch nicht. Der Fairness halber muss man aber auch sagen: Dieser Aufgabe ist keine einzelne Person gewachsen. Köln ist und bleibt halt Köln.

  1. NICK says:

    Reker agiert generell sehr unglücklich. Ich denke Schramma oder Roters würden nicht so rum eiern und mal klar Stellung beziehen. Aber scheint bei Damen in diesen Positionen sehr beliebt zu sein, sich, abwarten und immer weiter aussitzen, bis jemand eine andere Idee hat und sich die Sache irgendwie von selbst löst. Wo ist der Kölner „Seehofer“ der die Sache mal ein bisschen anschiebt?

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