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Clemens im neuen System: Wie Phönix aus der Asche

Seit seiner Rückkehr zum 1. FC Köln war Christian Clemens ein Schatten seiner selbst. Der 27-Jährige erreichte nicht ansatzweise die Form, die ihn einst zum FC Schalke 04 gebracht hatte. Doch in der Vorbereitung überzeugte der Mann mit der Nummer 17 und glänzte in den ersten beiden Spielen – auch Dank des neuen Systems.

Köln – Misslungene Aktionen, hängende Schultern. In der vergangenen Spielzeit wirkte Christian Clemens wie ein Fremdkörper im Kölner Spiel. Auch Pfiffe musste er über sich ergehen lassen. Nach der Rückholaktion des Eigengewächses wurde der Offensivspieler bereits als Transferflop verschrien. Doch aktuell straft der Rechtsaußen seine Kritiker Lügen.

Auffällige Vorbereitung

Seit Trainer Markus Anfang beim 1. FC Köln das Traineramt übernommen hat, läuft es auch bei Christian Clemens wieder rund. Das 4-1-4-1-System, das der FC-Coach spielen lässt, scheint dem rechten Mittelfeldspieler zu liegen. Bereits in der Saisonvorbereitung zählte der 27-Jährige zu den auffälligsten Spielern und zeigte sich im Testspiel gegen seinen Ex-Klub Mainz 05 treffsicher.

Viele waren gespannt, ob Clemens seine starke Form der Vorbereitung auch zum Saisonauftakt würde bestätigen können. Er konnte – und das an seinem Geburtstag. Gegen den VfL Bochum bereitete er mit seinem Lupfer in den Strafraum das Eigentor zum 1:0 vor. Auch beim 2:0 war Clemens entscheidend beteiligt, als Bochum-Keeper Riemann seinen platzierten Schuss zwar abwehren konnte, beim Abstauber gegen Czichos aber machtlos war.

Clemens profitiert vom „Bessermacher-System“

Auch im Spiel gegen Union Berlin gehörte Clemens zu Kölns Besten. Mit einem überragenden Solo und einem anschließend platzierten Schuss erzielte er den 1:0-Führungstreffer und war auch ansonsten ein Aktivposten. Anfangs Spielsystem scheint Clemens zu liegen. FC-Neuzugang Dominick Drexler, der mit Anfang schon in Kiel zusammengearbeitet hatte, schwärmte bereits bei seiner Ankunft in Köln bereits vom 4-1-4-1-System des neuen Trainers: „Es ist ein Bessermacher-System. In diesem System ist das Positionsspiel so gut, dass alle Spieler besser wegkommen. Es heißt nicht, dass wir jedes Spiel gewinnen, aber die Abläufe sind so gut, dass man den Gegner dominieren kann“, erklärte Drexler.

Im System von Markus Anfang sollen die Außenspieler häufig die Schnittstellen anlaufen – und zwar mit Vollspeed. Dem schnellen Clemens kommt das zu Gute. Unter Anfang will der Effzeh dominanten, offensiven Kombinations-Fußball spielen. Gegen Union Berlin hatte Köln zwar Schwierigkeiten, sich zwingende Torchancen herauszuspielen. Aber es scheint so, als würde die neue Spielphilosophie Christian Clemens bereits „besser machen“.

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